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»deepseafish[k] | bernd klug«
Sat 05.05.2012 21:00 | amann studios
live recording sesson # 173 @ amann studios
deepseafish(K)
Katharina Klement / Manon-Liu Winter / Juun -
Horizontalsaiteninstrumente
Eintauchen in das Innere von Instrumenten. K wie Keys, Instrumente wie Klaviere, nackte Klavierinnenräume, Clavichorde. Eine Welt aus Holz und Metall, in der sich Aktivität enfaltet, Bewegung, die Klänge auslöst. Feinst gesponnene Klänge, aber auch unter größter Anspannung den Instrumenten abgeschabte oder aus ihnen herausgehämmerte. Mal hautnah und knisternd trocken, mal weitläufig und beinahe unheimlich durch den dunklen Nachhall der Resonanzkörper, oft in flirrenden ?berlagerungen.
Der Zuhörer "schwimmt" in einem klanglichen Mikro- und Makrokosmos, dessen Energie unablässig zwischen Fragilität und Wucht oszilliert. Massive Klangblöcke geraten unvermittelt in Bewegung, Partikel stieben auseinander und plötzlich ist alles unendlich zerbrechlich, doch folgt bald der nächste Kulminationspunkt eines unumstößlichen So-und-nicht-anders. Singuläre Ereignisse stehen immer im Zusammenhang einer größeren Form, das Gesamte reagiert auf das Einzelne und das Einzelne auf das Gesamte.
Die Musik wirkt trotz der unbändigen Kraft so fein ziseliert, arbiträr scheinende Klänge werden zunehmend derart mit Bedeutung besetzt und diese hernach so zielsicher wieder hintertrieben, dass man glaubt, man habe es mit auskomponierter Musik zu tun. Die Reduktion in der Wahl der Mittel und die konsequente Verweigerung von Assoziationsangriffspunkten führen zu einer größeren Palette des Erreichbaren, einer überraschenden Freiheit mit der gleichzeitigen Bestimmtheit, dass alles, was passieren kann das einzig Mögliche gewesen sein wird.
(Stephan Sperlich)
BERND KLUG »a cupreous donkey«
Fokussiert auf die Eigenfrequenzen des Instruments, des Raumes und deren Resonanzen/Rückkoppelungen präsentiert sich Klug in "a cupreous donkey" mit seinem Kontrabass als eine Art ?live Klanginstallation?. Die Interaktion von Instrument und Raum wird zur Form, und die Interferenzen des Menschlichen erzeugen die Struktur. Aufmerksamkeit verändert die Intention; Angst wird zur Ästhetik.
In den Amann Studios wird einerseits die akustische Urform dieses Projektes präsentiert, wie auch eine Uraufführung einer Version für drei Kontrabässe.




