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»ned rothenberg solo«

Sat 09.03.2013 21:00 | jazzatelier

Ned Rothenberg: Alto-­Saxophon, Klarinette, Bass­klarinette und Shakuhachi

Vor einigen Jahren hat Peter Evans in der Pfarr­kirche Ulrichs­berg ein Solo gespielt (und was für eins!). Ned war damals im Publikum und hat uns nun gefragt ob er diesen fantastischen Klang­raum für sein Solo benutzen könnte. Des­wegen, diesmal, in der Kirche!
"World of Odd Harmonies" ist der Titel der neuen Solo-Cd von Ned Rothen­berg die dieser Tage auf John Zorns Tzadik Label er­schienen ist. Der re­no­mmierte Musik­journalist Christoph Wagner schreibt dazu:

"Ist Ned Rothenberg ein Außer­irdischer? Seine Musik klingt wie aus fernen Galaxien. Um solche Sphären­klänge zu erzeugen, benutzt der New Yorker Aus­nahme­musiker jedoch keine Elektronik, sondern eine ganz normale Klarinette, wie es sie schon zu Zeiten Mozarts gab.

Rothenberg kommt aus der New Yorker Down­town-Szene der 80er Jahre, wo er mit John Zorn, Marc Ribot und Bobby Previte ge­ar­bei­tet hat. ?ber die Jahre war er mit Gruppen wie den Semantics, seiner Double Band sowie Sync und R.U.B. aktiv, doch im Solo­spiel liegt seine eigent­liche Stärke.

Seit 30 Jahren feilt Rothen­berg an einer eigenen Ton­sprache, die die sonoren Phänomene musi­kali­siert, welche in den Materialien schlummern, aus denen die Klari­nette ge­fer­tigt ist: Vibrationen, Ober­ton- und ?ber­blase­ffekte, Hickser, Spalt­klänge, Splittertöne und Ver­zer­rungen.

Diese Material­klänge macht Rothen­berg zur Grund­lage seines Spiels. Er entwickelt daraus Solo­stücke, die von großer Stringenz sind und äußerst raffiniert konstruiert. Inspiriert von den Loops der Minimalisten und ausgestattet mit einer makellosen Zirkular­atmung sowie einer ver­blüf­fen­den Technik, bläst Rothen­berg kreis­förmige Melodien, deren Variations­potential er aus­lotet. Un­ge­wöhn­liche Klänge und Ge­räusche scheren aus den Melodien­schleifen aus, um an­ge­reichert mit imaginären Geister­noten eine ?ber­stimme zu bilden, die jedes Solo­stück zu einer kom­plexen Kom­po­si­tion macht.

Die neu­töner­ischen Mini­aturen wirken so gültig und ausgereift, als ent­stammen sie einer Jahr­hunderte alten Tradition und machen ver­gessen, dass hier eigent­lich ein avant­gardist­ischer Klang­kosmos zur Ent­fal­tung kommt, so organisch und selbst­ver­ständ­lich klingt die Musik." (Christoph Wagner)

Hinzu­zufügen ist dem lediglich: Nur mit sehr viel Glück und guten Ärzten ist dieses er­neute Ulrichs­berg-Gast­spiel von Ned Rothben­berg möglich: Ned fuhr mit seinem Fahr­rad aus einer New Yorker Haus­einfahrt, wurde von einem Auto er­fasst, und erst nach lang­wierigen Reha-Auf­ent­hal­ten und nach­dem er das Spiel seiner In­stru­mente praktisch neu er­lernte, ist es ihm nun wieder möglich auf­zu­treten. Welcome back!

www.jazzatelier.at
konzert findet in der pfarre statt

jazzatelier, badergasse 2 - 4161 ulrichsberg

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