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Various Artists

»Studio One Rocksteady Vol. 2 ... The Soul of Young Jamaica« -

Text: Hans Grausgruber | 01.03.2017

»Studio One Rocksteady Vol. 2 – Rocksteady, Soul and Early Reggae. The Soul of Young Jamaica«

Produzenten haben Bands immer irgendwie ihren Stempel aufgedrückt. Eine Binsenweisheit, die insbesondere für Soul und Reggae gilt. Eine Werksschau des Produzenten und Studio-One-Bosses Clement »Coxsone« Dodds wird also stilistisch eine ziemlich runde Sache sein, ganz abgesehen davon, dass sich die Rhythmen aus seinem Studio über die Jahre sozusagen in die musikalische DNA Jamaicas einschrieben. So auch jene auf der vorliegenden Compilation. Die Bands und populären Hits, an die man bei der Nennung des Genres Rocksteady (auch Rock Steady geschrieben) wohl als Erstes denkt, kommen aber nicht von Dodd, sondern von Duke »The Trojan« Reid, der die Dancehalls und Jukeboxes in der kurzen Phase des Rocksteady von 1966 bis 1967 mit seinem Treasure-Isle-Studio dominierte. Und auch eine erkleckliche Anzahl anderer Produzenten hatte da ein gewichtiges Wort mitzureden, stilbewusste Produzenten wie Derrick Harriot, Bunny »Striker« Lee, Phil Pratt oder Ken Lack mit seinem Caltone-Label, um nur einige wenige zu nennen. Compilations zur Geschichte von Rocksteady oder Reggae sind deshalb oft Producer-Anthologien. Man kann die Handschriften der einzelnen Produzenten am besten im Vergleich jener Bands ausmachen, die für mehrere von ihnen spielten. »Austin and The Clarendonians nahmen einige ihrer heißesten Songs für das Caltone-Label auf. Ihre Aufnahmen für Studio One waren allgemein glatter und ein bisschen zurückgenommener …«, schrieb Pete Holdswords zu seiner Werksschau Ken Lacks auf Pressure Sounds Vol. 74. Anderseits waren Coxsones Produktionen zukunftsweisend, indem sie die klassische Reggae-Epoche von 1968 bis 1972 (bis Roots, Dub & DJs kamen) einläuteten. »Obwohl Studio One nie der Inbegriff für Rocksteady wie Treasure Isle oder High Note war, war es doch absolut entscheidend für die Entwicklung des Stils … ohne die Art von konstantem Experimentieren, die im Studio One vor sich ging, hätte (Rocksteady) sich vielleicht nie in Reggae entwickelt, der die Welt eroberte«, schrieb der Buchautor Lloyd Bradley (»Bass Culture«) im Booklet zu Vol. 1 von »Studio One Rocksteady«. Nun denn: 18 rundum perfekt gemachte Hits aus der Hit Factory in der Brentford Road, Kingston, eine wie immer wohldosierte Compilation aus wohlbekannten Rhythmen und Hits von Hortense and Alton Ellis, John Holt, Slim Smith oder den Heptones sowie eher raren und sauber geschliffenen Diamanten von Acts wie Larry Marshall, The Bassies, The Actions, Jerry Jones oder The Termites. To know it is to love it!

Text: Hans Grausgruber | 01.03.2017

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