»Ein Fahrrad für die Flussgötter« Brigitte Virnich hat rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft ein Buch mit Reportagen aus Afrika vorgelegt. skug # | Text: Jürgen Plank | Thu 15. Jul. 2010 Die Fernseh-Reporterin Virnich ist eine Wissende. Eine, die an den Menschen interessiert ist: Das merkt man bei den vorliegenden 19 Reportagen aus allen Regionen des Kontinents. Es sind Storys abseits der Katastrophen, die ein Bild von Afrika an einzelnen Menschen festmachen - etwa am Rapper Manu Diof, mit dem sich Virnich gemeinsam durch den Senegal bewegt, auch an den Strand von Dakar, wo in den Morgenstunden junge Männern öffentlich ihre Fitness trainieren und so sinnbildlich für einen Kontinent im Aufbruch stehen. Oder: Virnich berichtet über das riesige Land Demokratische Republik Kongo, im Herzen von Afrika gelegen und gemeinhin bekannt für Bürgerkriege, Menschenaffen und jene Metalle, die für Mobiltelefone heiß begehrt sind. Dort trifft sie einen alten Mann, der in einem ehemaligen Kolonialgebäude der Belgier wohnt, und fährt den Kongo-Fluß hinunter - immer inmitten der Menschen dieses Kontinents.Begegnungen in Afrika Besonders eindrücklich, und zur aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft in der Republik Südafrika passend, ist eine Reportage aus den Slums von Nairobi, in der einander Frauen regelmäßig zum Fußballspielen treffen. Eine der Frauen, Jane, steht beispielhaft dafür, was auch in Afrika mit guten Ideen, Mut zu deren Umsetzung und Geschick möglich ist: Sie betreibt eine Schreibstube in Nairobi, in der sie für AnalphabetInnen Briefe privater wie offizieller Natur aufsetzt. Das gemeinsame Fußballspielen empowered die Frauen schließlich soweit, dass sie sich miteinander bei politischen Stellen für ihre Anliegen und eine Verbesserung ihrer Lebensumstände einsetzen. Brigitte Virnich: »Ein Fahrrad für die Flussgötter« References ![]() Jürgen Plank
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