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In die Welt horchen: Jochen Bonz

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»Für das Hören existiert auch, was es nicht versteht. Es hält das Ungeordnet-Sein aus«: Diese scheinbar simple Feststellung führt Jochen Bonz in seinem neuen Buch zu komplexen Überlegungen einer sonischen Ethnografie, die anhand klanglicher Phänomene sozial-kulturelle Situationen beschreibbar macht.

DER KONTERFEI Verlagsportrait

article_8252_1900376_398900873624552_9_150.jpg Der von Robert Jelinek gegründete Verlag DER KONTERFEI aus zwei Perspektiven: 1) Portrait zur Buchserie von Thomas Ballhausen, 2) Interview mit dem Verlagsgründer von Heinrich Deisl. Ein für skug online aus zwei Texten zusammengefasster Artikel aus skug #103, 7-9/2015. 

Industrial Culture revisited: Throbbing Gristle und Nurse With Wound

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Throbbing Gristle und Nurse With Wound im virtuellen skug-Chatroom über Industrial, Internet, futuristischen R’n’B, Computer, Medien und Musik.


Original in skug #71, 7-9/2007. Beim vorliegenden Artikel handelt es sich um eine im Sommer 2015 editierte Neufassung. Der Inhalt blieb unverändert, der Text wurde nur um aktuelle Videos und bibliografische Einträge ergänzt.   

Hammer und Performance: Test Dept - pt. II

article_8216_td_brett_turnbull_brixton_150.jpg Test Dept zeichnen in »Total State Machine« nicht nur ihre Bandgeschichte auf. Dieses rund 400-seitige Oral-History-Kompendium dringt auch tief in die politischen Umbrüche und Counterculture-Agitationen von den frühen 1980er Jahren bis heute ein. Von den Südlondoner Docklands über den Bergarbeiterstreik 1984 bis zu nomadisierenden Techno- Beats und aktuellen Positionen. Eine Cut-up-Annäherung. Dieser Text ist Teil 2 der zweiteiligen Serie zu Te...

»Autopilot«

article_8176_cover-thumb_150.jpg Autopilot ist der 1997 vom Berliner Musiker und Promoter Guido Möbius gegründete Musikverlag. Autopilot wird also heuer volljährig. Ursprünglich eine Adresse für Songschreiber diversester Couleur, wurde im Lauf der Jahre daraus eine Plattform, deren Profil vor allem von ihrer Unvorhersehbarkeit lebt. Dabei ist diese Compilation-CD nicht als ein quasi Label-Querschnitt zu verstehen, sondern viel mehr als eine Werkschau von befreundeten Musikern. S...

»Sonic Blue«

article_8175_sonic-blue-cover-web_150.png Der Ozeane, unendliche Weiten. Immer schon waren die aquatischen Tiefen beliebte Aufnahme-Habitate für Fieldrecordings. Aus den letzten Jahren fallen mir dazu etwa Chris Watson oder Jana Winderen ein. Naturgemäß ist der klangliche Zugang der mexikanisch-österreichischen Subbass-Flötistin Angélica Castelló ein anderer als der von (Ex-)ElektronikmusikerInnen, der Ausdruck der sonischen Textur der Stücke setzt dadurch sehr unterschiedliche Ergebniss...

»Split«

article_8114_a0348402310_10_150.jpg Les ténèbres frainçaises: das Quartett aus Brest trifft auf Witxes aus Lyon, zwei Tracks, jeweils etwas mehr als zwanzig Minuten lang. Ein cinematischer Dark-Jazz-Trip, inspiriert von Stücken der jeweils anderen Formation. Im Unterschied etwa zur Mount Fuji Doomjazz Corporation, die sich gerne bei Gialli und Sexploitation bedient, schwingt auf dieser CD – vielleicht auch nur in meiner Klischee- vorstellung, weil ja Franzosen – ein Melville, ein T...

»Nijmegen Pulse« / »Golden Circle Afternoon«

article_8113_nijmegenpulse102_v-teaser_150.jpg Eintragungen ins akustische Kursbuch mit Stationen zwischen Berlin, Reykjavík und Buenos Aires beziehungsweise gestrandet in den unabsehbaren Weiten zwischen Fieldrecordings und Improvi- sation. Der umtriebige argentinische Klangkünstler und Gitarrist Anla Courtis war in den letzten Jahren wahrscheinlich eher wenig in seiner Heimatstadt Buenos Aires. Selbiges trifft wohl auch auf den schwedischen Fieldrecordings-Artist BJ Nilsen zu. Brombron ist ...

»Black Moose«

article_8110_vr1285_150.jpg Das sechste Album dieser seit 1989 genial aus der Spur spielenden Schweizer The Dead Brothers, diesmal mit düsterem Country, allerlei Folk-Sperenzchen, Reibeisen-Stimme, Polka from hell, versifften Hafentheken-Romanzen und orientalischen Tanz-Tunes. Ladies and gentlemen, Bühne frei für diese zwingend swingende Combo: Glücksritter, Schürzenjäger und She-Devils laden zum Veits- tanz. Die Tuba wummert bassig, Geigen, ach so doppeldeutig pickig-süß, ...

»Another Nice Mess Meets Most Soulmates at Faust Studio Deejay Laboratory«

article_8111_djmarcelle_150.jpg Vierter Teil der charmanten Mega-Mix-Musikreise quer durch Stile und Zeiten im Doppel-Vinyl-Format. Scout Nibletts Interpretation von »I got no style, I’m simply roots« (Althea & Donna) wird dabei zum allumfassenden Motto. Waren die Vorgängerplatten zum größten Teil diversen Spielarten aktueller und älterer Bassmusik verpflichtet, spielen D’n’B, Dub, Dancehall und kaputte Techno-Electronica auch hier die Hauptrollen. Wie sich indes schon auf ...

»Tiento de las Nieves«

article_8115_thomaskoner_tientodelasni_150.jpg Köner und das Klavier. Aufgeräumte, leere und beizeiten frostige Sound- und Bildlandschaften im vollen Ambient-Schwarz-Weiß-Cinemascope sind ja quasi seine Markenzeichen; siehe etwa bereits »Permafrost« (Barooni, 1993) und so konzise Arbeiten wie »Novaya Zemlya« (Touch, 2012). Ähnlich wie dort ist auch für diese CD eine Langsamkeit angesagt, die beinahe erdrückend wirkt. Köner untersucht auf dem in vier ›Sätze‹ geteilten, 68-minütigen Stück »Tien...

»Akşak«

article_8079_aksak_digipack_front_150.jpg Eine Liebeserklärung der beiden Schlagzeuger und Perkussionisten Jaki Liebezeit und Holger Mertin an arabische und asiatische Rhythmen. Dass Liebezeits stoische ›Motorik‹ ja immer schon auf Trance geeicht war, muss hier nicht weiter ausgeführt werden. Demgegenüber ist Mertin auf Rhythmus- traditionen spezialisiert, die besonders auch über klangliche Ausprägungen definiert sind. Mit einem schieren Fuhrpark an Schlaginstrumenten kreiert dieses Duo ...

»Boogie Pimps«

article_8069_the_juke_joint_pimps_150.jpg Zwischen Mississippi und Chicago liegt Köln. Zumindest wenn es um diese Combo, bestehend aus Mighty Mike (Vocals, Harmonika, Schlagzeug) und T-Man (Gitarre), geht. Nach »Boogie The House Down« (2008) und »Boogie The Church Down« drei Jahre später zusammen mit ihrer ›Alter Ego‹- Truppe The Gospel Pimps ist »Boogie Pimps« Release Nr. 3 auf dem Berner Voodoo-Rhythm-Label. Für dieses Album verzog man sich ein paar Tage ins italienische Outside Inside...

»NEXT«

article_8075_coverstr-next2015_150.jpg Ab in den Geschichtsbeschleunigungsinkubator! Nach der EP »even STRibber« (Comfortzone 2012) haben Gary Danner und Elisa Rose aka Station Rose (STR) mit der Online-EP »NEXT« wieder ein musikalisches Zeichen gesetzt. Würde man hier die seitdem stattgefundenen Kunstinterventionen und -aktionen ebenfalls auflisten, bräuchte man wahrscheinlich eine ganze Seite. Konzentrieren wir uns also auf die Musik. Wobei »NEXT« wieder nicht nur ein Release für si...

»Live in Tabačka«

article_8070_safe_image_150.jpg Das Tabačka ist ein Kulturzentrum im slowakischen Košice, dessen Bau aus kommunistischer Zeit stammt. Diese Live-Platte, ein Mitschnitt eines Konzerts von Mats Gustafsson, Merzbow und Balázs Pándi vom April 2012, ist die erste Veröffentlichung des Anfang 2015 gegründeten Labels Tabačka Records. Das sollte man eventuell berücksichtigen, wenn man sich diese Scheibe anhört. Merzbow und Pándi arbeiteten bereits auf fünf Releases zusammen, in Kombinat...

»Trenkel«

article_8071_goem0001_150.jpg Wieman ist das Duo Frans de Waard und Roel Meelkop, beide sind auch Kapotte Muziek und auch Goem. Was tun Namen hier also schon zur Sache außer zur Orientierung, schließlich sind beide Niederländer seit den frühen 1980er Jahren an einer schier unüberschaubaren Vielzahl an Musik- formationen beteiligt. Man könnte sagen, für Wiemans Vorgänger-Platte »The Classics Album« (Baskaru 2014) sind sie irgendwo falsch abgebogen, denn als Goem spielen de Waa...

»A Too Much Divided Heart«

  • Artist: The Sevens Collective
  • Label: Beta Lactam Ring
article_7941_7scollectivefrontcvr_150.jpg Eine quasi Allstar-Band des Labels Beta Lactam Ring. Schnell mal die Grundkonstellationen klar gemacht: eine Idee von Apocalyptic Folk, spätere Werke von Nurse With Wound und als Kulminationspunkt The Legendary Pink Dots. The Sevens Collective machen daraus keinen Hehl, erweitern indes die teils doch recht starren Genregrenzen mit einer Vielzahl von Einflüssen, die von der spanischen Gitarren-Ballade bis zum Kopfstimmengesang reichen. Melancholis...

Widerständigkeiten absondern - Metalycée

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Mit »Expat Blues« ist aktuell das dritte Album von Metalycée erschienen. skug traf Bandgründer Nik Hummer zu einem Gespräch über Klangfarben, das Trautonium, Blues als Prototyp globaler Musik mit Aktualisierungen zwischen westafrikanischer Griot-Musik und HipHop, sozialpolitische Verantwortlichkeit und die österreichische Musikszene.

Original erschienen in skug #100, Okt. 2014

»Modern Feelings«

  • Artist: Modern Feelings
  • Label: PUU/Sähkö
article_7918_puu-39_artwork_150.jpg Dieses Quartett rund um Anton Nikkilä vereint vier Generationen finnischer Experimental- und Free-Jazz-Musik. So war der Pianist Pekka Airaksinen mit The Sperm schon in den 1960ern aktiv, Samuli Tanner werkte als Drummer in der Punkband Ponytail und der aktuelle Bassist Henri Nikkilä wurde 1995 geboren. Dass diese Platte auf PUU, einem Sublabel von Säkhö, erscheint, und Tommi Grönlund produktionsmäßig seine Finger im Spiel hatte, ist nur konseque...

»Live at Jahrhunderthalle Bochum«

article_7916_kr017_front_1200x1200_150.jpg Die zweite Zusammenarbeit zwischen dem japanischen Stimmakrobaten und dem Berliner Ensemble: Während auf dem ersten Album, dem Titel »Electronics« (2008) entsprechend, diese noch irgendwie prägend war, steht bei dieser Live-Aufnahme nur Hainos Stimme zur Disposition. Und einziger »Trick« hier: die akustische Verstärkung der Stimme. - Karlrecords scheint sich mit Zeitkratzer einen speziellen Deal ausgemacht zu haben, denn heuer erscheinen neben di...

»The Wild Bull«

article_7921_100=reviews_subotnick_150.jpg Da es in skug #96 einen ausführlichen Artikel über den US-amerikanischen Elektronikkomponisten Morton Subotnick gab (siehe Link unten), kann ich mich hier auf diese Platte konzentrieren. Ursprünglich war »The Wild Bull« 1968 auf Nonesuch erschienen, nun hat Karlrecords dieses Werk als feines 180-Gramm-Vinyl wieder zugänglich gemacht. Für mich war »The Wild Bull« eine Initiationserfahrung. Eines Abends war ein guter Freund vorbeigekommen und hatte...

»500m« / »Flut«

article_7922_100=reviews_irmler_flut_150.jpg Zwei ähnliche Grundkonstellationen, zwei höchst unterschiedliche Alben. Während Faust- und Klangbad-Label-Chef Irmler die elektronische Orgel bedient, stammen die Beats einmal von Guts Drum-Programming und einmal von Liebezeits Improvisationen. In einem Interview mit der »SZ« vor drei Jahren hatte Liebezeit, laut »NME« einer der besten Schlagzeuger der Welt, auf die Frage, wer für ihn der beste Schlagzeuger der Welt sei, als Antwort: die Drum-Mac...

»Pop - Diskurs - Kritik«

article_7825_skug_symposium_150.jpg skug nimmt die einhundertste Ausgabe zum Anlass für ein Symposium, das sich mit aktuellen Positionen zu Popkultur, Musikjournalismus und medialen Pop-Rezeptionen auseinandersetzt. Welche Funktionen erfüllen heutzutage Schreiben und Nachdenken über Pop? Was können sie leisten? - Siehe dazu auch Gabriel Mayrs Artikel »Musikjournalismus: Stillstand zwischen Hype und Nostalgie« in skug#100. Überall werden Krise, Entpolitisierung und Ökonomisierung v...

»Solens Arc«

article_7785_kangdingray_solensarc_150.jpg Nach der »The Pentaki Slopes«-EP ist »Solens Arc« die vierte Veröffentlichung des französischen und seit einiger Zeit in Berlin lebenden Musikers David Letellier aka Kandging Ray. Die 12 Tracks gruppieren sich in vier Sequenzen, die jeweils eine Art internes Thema ausstellen wie Clubmusik-Abstraktion, Melodiedekonstruktionen oder Ambient. Wie üblich bei R-N-Platten, wird auch hier der Schönheit des Algorithmus gehuldigt. Allerdings hat Ray im Lau...

»Melt Into Nothing«

article_7781_00071893_150.jpg Wenn ich richtig mitgezählt habe, ist »Melt Into Nothing« innerhalb von sechs Jahren die 18. (!) Platte von Brian Pyle, dem Kopf hinter der amerikanischen Band Ensemble Economique. Sagen Sie nicht Dreampop oder Shoegaze dazu! Anzunehmen ist indes, dass Pyle ziemlich sicher die Outputs des Labels 4AD rückwärts auswendig kennt. Und für die Gitarreneffekte des Tracks »Hey Baby« dürften wohl Neil Young beziehungsweise Chris Isaaks »Wicked Game« Pate ...

»Todableiter«

article_7783_todableiter_150.png Der Linzer Soundgestalter und -techniker Ingo Leindecker hat, nachdem er jahrelang hinter den Reglern bei Radio FRO tätig war, seine diesbezüglichen Erfahrungen gebündelt und auf einer DCD das eineinhalbstündige Hörspiel »Todableiter« vorgelegt, das sich mit Masse, Macht, Hegemonial-verhältnissen, der Produktion, Verwaltung und Verarbeitung von Gewalt sowie der Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Das Spektrum der Personen, die »zu Wort« ...

»Early Electronic and Tape Music«

article_7778_sr361cd_cu_grande_150.jpg Das belgische Label Subrosa, u. a. spezialisiert auf die Dokumentation historischer Geräuschmusik (siehe deren »a-chronology«-Compilations), hat mit vorliegender CD aus der »Early Electronic Series« die für die Soundart maßgeblichen Werke Cages zusammengefasst, als da wären »Fontana Mix« (1958), »Imaginary Landscape Nr. 5« (1952) oder »Variations I« (1960). Dagegen ist »WBAI« (1960) zum ersten Mal auf CD zu haben. Das vom Londoner Komponisten/Rad...

»Oksastus«

article_7768_pan-sonic-okstastus-kvitn_150.jpg »Okstastus« ist nach der 2007-er Aufnahme mit Keiji Haino PanSonics zweite Live-Platte und stammt von ihrem Konzert vom Juni 2009 in Kiew. Kvitnu-Labelbetreiber Dmytro Fedorenko macht's möglich. Und wenn das Coverdesign von Zavoloka und das Mastering von C-Drik Fermont kommen, kann an sich nichts mehr schief gehen. Mika Vainio und Ilpo Vaisänen präsentieren sich auf den acht namenlosen Tracks in bester Form, die Hochfrequenzgeneratoren laufen hei...

»It Came From Outer Space«

article_7761_aabzu_frontnetzoahr_150.jpg Was ist es nur, das von diesem »space« kommt? Künstliche Intelligenz, freundliche Zombies, interstellare Bass-Manifestationen? Genau das. Auch auf ihrer vierten Platte haben sich die polnischen Musiker Maciek Szymczuk und Lukasz »Zenial« Szalankiewicz wieder aufgemacht, die endlosen Weiten avancierter Dub-Electronica in einem quasi cinematischen Gestus zu erforschen. Und es wären nicht Aabzu, hätten wir es bei diesen Trips nicht auch mit einer ge...

»Until Silence«

article_7762_bay89cd_rgb72_150.jpg Brauchen Sie noch eine Platte für die Top-2014-Liste? Mit »Until Silence« könnte es einen Kandidaten geben. Das Stockholmer Duo hat auf seinem dritten Werk die Kargflächen (post-)industrieller Provenienz weitestgehend verlassen und sich dafür ins beinahe möchte ich sagen kammermusikalische Fach begeben. Um dem klischeehalber eins draufzusetzen: eine illegitime Wahlverwandtschaft zwischen JG Thirlwells Manorexia und Pop-Anleihen. Peder Mannerfelt ...

»Elektroland Compilation 2005-2014«

article_7760_artworks-000070725891-y4r_150.jpg Seit neun Jahren betreibt der Elektronikmusiker und Künstler Tobi Binär den kleinen und feinen Club Elektroland im Wiener Club Elektro Gönner. Erschienen ist diese CD als Kooperation der Labels Realtime Productions von Binär und Elektro Gönner. Die 15 Tracks befreundeter Acts aus Wien und seinem Umland dokumentieren die Bandbreite der Live-Gäste im Elektroland, als da wären: Datawelt, Simon le Bon, Nino Sebelic, Tobias Oliver, Helmut Kahlert, The...

»Soak« / »The Blue Eyes Original Soundtrack«

article_7759_soak_150.jpg Vor einiger Zeit hat JG »Foetus« Thirlwell diese beiden Alben auf seinem eigenen Label veröffentlicht und sie könnten unterschiedlicher - und kohärenter - nicht sein. »Soak« ist eine Art spin off des letzten regulären Foetus-Albums »Hide« (2010), während »The Blue Eyes Soundtrack« seinen Produktionen in Richtung der Cartoon-Serie »The Venture Bros.« zuarbeitet und die Tonspur des gleichnamigen Films von Eva Aridjis darstellt. Dass hier ein heft...

»Observatory«

article_7758_20140407154859_m39_150.jpg Letztes Jahr bespielten Elektro Guzzi das Sónar, heuer das Mutek Festival, und für die Releaseparty ihrer aktuellen Scheibe hatten sie, mit Unterstützung von DJ Marcelle und Patrick Pulsinger, ins Wiener Flex geladen. »Observatory« ist ihre vierte Veröffentlichung für das Berliner Label Macro. Seit dem Vorgänger »Parquet« sind drei Jahre vergangen, in denen sie einmal mehr an der Verfeinerung des speziellen »Guzzi-Sounds« getüftelt haben. Waren i...

»Konzepte zählen, nicht die Person«: Dopplereffekt

  • Artist: Dopplereffekt, Heinrich Mueller
  • Label: Leisure System
  • skug : 97
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Forschungsstationen angewandter Soundphysik: Diesen Herbst haben Dopplereffekt »Tetrahymena« veröffentlicht, es ist die erste Platte des Elektronikprojekts seit sechs Jahren. skug traf das Duo beim Heart of Noise Festival im Mai 2013.

(Live-Fotos: Daniel Jarosch)

»Membrane«

article_7757_membrane_150.gif »Membrane« kommt als 64-minütige Klangstudie im formschönen Doppel-7'' inklusive Download-Tracks daher. Der Linzer Musiker und Labelbetreiber Fadi Dorninger (Wipeout, Dorn; Base Rec.) hat sich in seinen Soloarbeiten auf Soundforschungen und Fieldrecordings spezialisiert, die er, wie im vorliegenden Fall, zwischen 2010 und 2012 from all around the world (etwa die Region Mustang in Nepal oder das österreichische Asten) zusammengetragen hat. Wobei, ...

»Zero Coma Zero« + »Recycled Magick Emissions«

article_7529_97=reviews_hati_150.jpg Nachtmusik. Mitternachtsmusik. Dankenswerterweise hat anlässlich des zehnjährigen Outputs der Band das polnische Label Zoharum diese beiden ursprünglich 2004 und '05 auf Nefryt veröffentlichten Platten wieder zugänglich gemacht. Präsentiert werden Aufnahmen des polnischen Duos HATI mit Klangexperimenten, wie sie sonst nur von Z'EV stammen könnten. Unlängst waren ihre geisterhaften Tribal-Sounds auf »Equilirium« (Hinterzimmer, 2012) in dem Projekt...

»Poison Will Be Hidden« / »Who's To Blame« / »Untitled«

article_7530_offt001_150.jpg Dubstep und Österreich, eine seltsame Allianz. So richtig will das mit heimischen Produktionen einfach nicht funktionieren. Diese Scheiben, erschienen auf Dubsquare, Sounding Functions (beide Wien) und Offseason (Graz) als eine Art friendly alliance, bieten dem Paroli. Klar kommt kein »reiner« Dubstep zum Einsatz, Rer Repeter ist weit mehr House und Garage Bass verpflichtet und MSTEPs »Who's To Blame« outet sich am ehesten als runte...

»Songs For William 2«

article_7528_97=reviews_troyer_150.jpg Zwei Jahre nach Teil 1 auf Deep Medi kommt der Nachfolger der Dub-De- und Rekonstruktionen des Südtiroler/Wiener Klangexperimentalisten. Erschienen ist »William 2« auf seinem eigenen Label. Was so nicht nur konsequent, sondern auch besser war, schließlich hat Troyer damit alle Produktionsschritte in der Hand. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten zum Vorgänger: das Koordinatennetz heißt »elektronifizierter« Dub, das Effektgerät Will...

DIY als Mikrogeschichten: »16 Zwanzixstl + 1«

article_7534_cover_16_zwanzixtl_1_150.jpg Das Jahr 2013 war für reflexive Anstöße zur heimischen Popkultur eines der produktivsten seit überhaupt, siehe die Bücher »Wienpop«, »Im Puls der Nacht« und nun »16 Zwanzixstl + 1« von Stefan Parnreiter-Mathys. Hier werden die Vorbedingungen und die zwanzigjährige Geschichte des Open Air Festivals im oberösterreichischen Ottensheim nahe Linz nachgezeichnet.

»s/t«

  • Artist: Niton
  • Label: Pulver und Asche
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»Niton« ist die Dokumentation einer freien Live-Improvisation dieses gleichnamigen, italienischen Trios und ihr Debüt. Xelius, El Toxyque und Zeno Gabaglio bringen Künstlerportfolios à la Elektroakustiker, DIY-Krachmacher und Cello-Diplom mit und die Kollaborationsliste reicht von The Van Houten bis zu Michel Godard und Bugge Wesseltoft.

»Prisme«

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Hinein in die Electronic-Noise-Kammer! Der französische Musiker Franck Vigroux unternimmt nach »Camera Police« (2010) und »We (Nous Autres)« ein Jahr später auf seinem Label D'Autres Cordes die mittlerweile dritte Exlorationen in Dystopiefelder aus Elektroakustik und Avantgarde.

»(without noticing)«

article_7487_97=reviews_fire_150.jpg Sie wollen Krach, Lärm, Chaos und Ordnung? Suchen Sie nicht weiter. Vier Jahre nach dem ebenfalls auf Rune Grammofon erschienenen Debüt »You Liked Me Five Minutes Ago« wartet dieses Wahnsinnstrio - Mats Gustafsson, Johan Berthling und Andreas Werliin - mit dem Ende letzten Jahres in Stockholm eingespielten Nachfolger auf. Sozusagen dazwischengeschoben waren Scheiben mit Jim O'Rouke (2011) und Oren Ambarchi (2012), und Anfang des Jahres machte das...

»In Girum Imus Nocte«

  • Artist: Das Simple
  • Label: En-Veux-tu? En V'là!
article_7472_97=reviews_das_simple_150.jpg Ihr zweites Album nach Guy Debords 1978er-Film zu benennen und im Cover daraus ein Zitat abzudrucken: situationistische Rabauken, oder wie? Dieses französische Trio hört sich mit seinem kaputten Math-Core und Spirenzchen von Post Punk mal No Wave genauso durchgeknallt an wie es sich vermuten lässt. Letztes Jahr tourten sie fleißig und spielten mit Magma, Blurt und Kim Gordons Body/Head. Hat was von Liars, Mi-Ami oder Flying Luttenbachers, durch d...

»Dead City Voice«

article_7917_cover-580x578_150.jpg X-NAVI:ET ist das Soloprojekt des polnischen Perkussionisten und Elektronikmusikers Rafal Iwanski, der auch in den Bands HATI und Kapital spielt. »Dead City Voice« ist seine vierte Soloplatte. In der Musik Iwanskis werden psychedelische Bewusstseinsstadien, rituell-archaische Percussions und (Post-)Industrial durchexerziert. »Dead City Voice« ist, wie es der Albumname nahelegt, eine Aufarbeitung urbaner Befindlichkeiten innerhalb dieser Settings....

Die Musikreiseagentur

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In der Eigenbezeichnung »musical travel agent« kollidiert sein Œuvre: Philippe Petit unternimmt mit cinematischen und schwerst mit popkulturellen Zeichen aufgeladenen Soundscapes Expeditionen in die Kehrseiten der Musik. skug hat ihn interviewt.

Live-Fotos: Marlies Wirth

»Sui Generis«

article_7402_vultures_quartet_150.jpg Das 2008 gegründete Vultures Quartet entstammt der Londoner Improv-Szene, spielt an sich als Trio, erweitert sich für Aufnahmen allerdings zum Quartett. Es ist das Debüt mit Schuyler Tsuda (The Sonic Alchemists). Man könnte diesem Album Unrecht tun und es ins Irgendwie-Post-Industrial-Fach stecken: Gleich zu Beginn dröhnen entrische Kaskaden aus den Boxen. Doch schon bald gewinnen Drums-Launen die Oberhand, die dunklen Nebel reißen auseinander, e...

»It Can't Get Worse Than This«

article_7401_va_it_cant_get_150.jpg Das steirische Label Rock Is Hell feiert gebührend, als 50. Release wurde diese Zusammenstellung mit 50 (!) heimischen Bands herausgebracht. Eine logische und höchst löbliche Angelegenheit. Bevor Sie weiterlesen: eine absolute Empfehlung! Zur Platte: Wie zum Teufel soll man ein Vinyl mit 50 Loop-Grooves rezensieren? Mir fällt dazu die Compilation »500« des Labels RRR von 1998 ein, die ebenfalls aus speziellem Anlaß erschienen war. Während bei »50...

Apropos Roedelius

article_7666_roedelius1_150.jpg Kluster, Cluster, Qluster, Harmonia, Aquarello, Zodiak Free Arts Lab, Hans-Joachim Roedelius solo und ob Proto-Trance, zeitgenössische Sinfonien oder ambiente Jazz-Drones: Diese ebenso sympathische wie produktive Musiker-Legende bereichert seit mehr als vier Jahrzehnten Denk- und Hörwelten. Hans-Joachim Roedelius erzählt davon im skug-Interview.

»Fear Of The Unknown«

article_7403_atiq___enk_150.jpg Das von Guido van der Brink aka Atiq betriebene Rotterdamer Label Mindtrick überrascht immer wieder mit darkem und v. a. »cinematischem« Dubstep, Breakbeat und D'n'B. So auch hier: Mit EnK - Labelbetreiber von Tympatik Audio - haben sich zwei holländische ex-Heavy-Metal-Musiker zusammengefunden, um für ihr Plattendebüt als Label-Kooperation einen Soundtrack einzuspielen, dessen sonnenabgewandte Verdichtungen Fanherzen von Industrial R...

Als die Welt elektronisch wurde: Morton Subotnick

article_7344_mortonlillevan10065_150.jpg Der Komponist Morton Subotnick durchpflügt seit den frühen 1960er Jahren die Elektronik. Analog-Synthesizer-Musikpionier, unkonventioneller Vortragender, Entwickler einer Musiksoftware für Kinder: eine interviewgestützte Spurensuche anlässlich seines achtzigsten Geburtstags und des fünfundvierzigsten von »The Wild Bull«, das Opus Magnum des einzig wahren »Godfather of Techno«. Foto: Bregenzer Festspiele/andereart ...

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Fri 02.12.2016 : [~7.12.] freischwimmer festivel – family affairs | brut | viennna

Tue 06.12.2016 21:00: las kellies | rhiz | vienna

Wed 07.12.2016 19:30: die strottern | theater am spittelberg | vienna

Thu 08.12.2016 20:30: austrian jazzcomposers orchestra (alias nouvelle cuisine) | porgy&bess | vienna

Sat 10.12.2016 21:00: cut surface 002: albumrelease bruch | rhiz | vienna


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