article_7727_skug_cover99k_115x135.jpg
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
1 - 50/543

»Until Silence«

article_7762_bay89cd_rgb72_150.jpg Brauchen Sie noch eine Platte für die Top-2014-Liste? Mit »Until Silence« könnte es einen Kandidaten geben. Das Stockholmer Duo hat auf seinem dritten Werk die Kargflächen (post-)industrieller Provenienz weitestgehend verlassen und sich dafür ins beinahe möchte ich sagen kammermusikalische Fach begeben. Um dem klischeehalber eins draufzusetzen: eine illegitime Wahlverwandtschaft zwischen JG Thirlwells Manorexia und Pop-Anleihen. Peder Mannerfelt ...

»It Came From Outer Space«

article_7761_aabzu_frontnetzoahr_150.jpg Was ist es nur, das von diesem »space« kommt? Künstliche Intelligenz, freundliche Zombies, interstellare Bass-Manifestationen? Genau das. Auch auf ihrer vierten Platte haben sich die polnischen Musiker Maciek Szymczuk und Łukasz »Zenial« Szałankiewicz wieder aufgemacht, die endlosen Weiten avancierter Dub-Electronica in einem quasi cinematischen Gestus zu erforschen. Und es wären nicht Aabzu, hätten wir es bei diesen Trips nicht auch mit einer ge...

»Elektroland Compilation 2005–2014«

article_7760_artworks-000070725891-y4r_150.jpg Seit neun Jahren betreibt der Elektronikmusiker und Künstler Tobi Binär den kleinen und feinen Club Elektroland im Wiener Club Elektro Gönner. Erschienen ist diese CD als Kooperation der Labels Realtime Productions von Binär und Elektro Gönner. Die 15 Tracks befreundeter Acts aus Wien und seinem Umland dokumentieren die Bandbreite der Live-Gäste im Elektroland, als da wären: Datawelt, Simon le Bon, Nino Sebelic, Tobias Oliver, Helmut Kahlert, The...

»Soak« / »The Blue Eyes Original Soundtrack«

article_7759_soak_150.jpg Vor einiger Zeit hat JG »Foetus« Thirlwell diese beiden Scheiben auf seinem eigenen Label veröffentlicht und sie könnten unterschiedlicher – und kohärenter – nicht sein. »Soak« ist eine Art spin off des letzten regulären Foetus-Albums »Hide« (2010), während »The Blue Eyes Soundtrack« seinen Produktionen in Richtung der Cartoon-Serie »The Venture Bros.« zuarbeitet und die Tonspur des gleichnamigen Films von Eva Aridjis darstellt. Dass hier ein h...

»Observatory«

article_7758_20140407154859_m39_150.jpg Letztes Jahr bespielten Elektro Guzzi das Sónar, heuer das Mutek Festival, und für die Releaseparty ihrer aktuellen Scheibe hatten sie, mit Unterstützung von DJ Marcelle und Patrick Pulsinger, ins Wiener Flex geladen. »Observatory« ist ihre vierte Veröffentlichung für das Berliner Label Macro. Seit dem Vorgänger »Parquet« sind drei Jahre vergangen, in denen sie einmal mehr an der Verfeinerung des speziellen »Guzzi-Sounds« getüftelt haben. Waren i...

»Konzepte zählen, nicht die Person«: Dopplereffekt

  • Artist: Dopplereffekt, Heinrich Mueller
  • Label: Leisure System
  • skug : 97
article_7542_97=dopplereffekt_tetrahym_150.jpg

Forschungsstationen angewandter Soundphysik: Diesen Herbst haben Dopplereffekt »Tetrahymena« veröffentlicht, es ist die erste Platte des Elektronikprojekts seit sechs Jahren. skug traf das Duo beim Heart of Noise Festival im Mai 2013.

(Live-Fotos: Daniel Jarosch)

»Membrane«

article_7757_membrane_150.gif »Membrane« kommt als 64-minütige Klangstudie im formschönen Doppel-7'' inklusive Download-Tracks daher. Der Linzer Musiker und Labelbetreiber Fadi Dorninger (Wipeout, Dorn; Base Rec.) hat sich in seinen Soloarbeiten auf Soundforschungen und Fieldrecordings spezialisiert, die er, wie im vorliegenden Fall, zwischen 2010 und 2012 from all around the world (etwa die Region Mustang in Nepal oder das österreichische Asten) zusammengetragen hat. Wobei, ...

»Zero Coma Zero« + »Recycled Magick Emissions«

article_7529_97=reviews_hati_150.jpg Nachtmusik. Mitternachtsmusik. Dankenswerterweise hat anlässlich des zehnjährigen Outputs der Band das polnische Label Zoharum diese beiden ursprünglich 2004 und '05 auf Nefryt veröffentlichten Platten wieder zugänglich gemacht. Präsentiert werden Aufnahmen des polnischen Duos HATI mit Klangexperimenten, wie sie sonst nur von Z'EV stammen könnten. Unlängst waren ihre geisterhaften Tribal-Sounds auf »Equilirium« (Hinterzimmer, 2012) in dem Projekt...

»Poison Will Be Hidden« / »Who's To Blame« / »Untitled«

article_7530_offt001_150.jpg Dubstep und Österreich, eine seltsame Allianz. So richtig will das mit heimischen Produktionen einfach nicht funktionieren. Diese Scheiben, erschienen auf Dubsquare, Sounding Functions (beide Wien) und Offseason (Graz) als eine Art friendly alliance, bieten dem Paroli. Klar kommt kein ›reiner‹ Dubstep zum Einsatz, Rer Repeter ist weit mehr House und Garage Bass verpflichtet und MSTEPs »Who's To Blame« outet sich am ehesten als runtergepitchte E...

»Songs For William 2«

article_7528_97=reviews_troyer_150.jpg Zwei Jahre nach Teil 1 auf Deep Medi kommt der Nachfolger der Dub-De- und Rekonstruktionen des Südtiroler/Wiener Klangexperimentalisten. Erschienen ist »William 2« auf seinem eigenen Label. Was so nicht nur konsequent, sondern auch besser war, schließlich hat Troyer damit alle Produktionsschritte in der Hand. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten zum Vorgänger: das Koordinatennetz heißt ›elektronifizierter‹ Dub, das Effektgerät William tritt in...

DIY als Mikrogeschichten: »16 Zwanzixstl + 1«

article_7534_cover_16_zwanzixtl_1_150.jpg Das Jahr 2013 war für reflexive Anstöße zur heimischen Popkultur eines der produktivsten seit überhaupt, siehe die Bücher »Wienpop«, »Im Puls der Nacht« und nun »16 Zwanzixstl + 1« von Stefan Parnreiter-Mathys. Hier werden die Vorbedingungen und die zwanzigjährige Geschichte des Open Air Festivals im oberösterreichischen Ottensheim nahe Linz nachgezeichnet.

»s/t«

  • Artist: Niton
  • Label: Pulver und Asche
article_7500_niton-cover-album_150.jpg

»Niton« ist die Dokumentation einer freien Live-Improvisation dieses gleichnamigen, italienischen Trios und ihr Debüt. Xelius, El Toxyque und Zeno Gabaglio bringen Künstlerportfolios à la Elektroakustiker, DIY-Krachmacher und Cello-Diplom mit und die Kollaborationsliste reicht von The Van Houten bis zu Michel Godard und Bugge Wesseltoft.

»Prisme«

article_7496_0003017880_500_150.jpg

Hinein in die Electronic-Noise-Kammer! Der französische Musiker Franck Vigroux unternimmt nach »Camera Police« (2010) und »We (Nous Autres)« ein Jahr später auf seinem Label D'Autres Cordes die mittlerweile dritte Exlorationen in Dystopiefelder aus Elektroakustik und Avantgarde.

»(without noticing)«

article_7487_97=reviews_fire_150.jpg Sie wollen Krach, Lärm, Chaos und Ordnung? Suchen Sie nicht weiter. Vier Jahre nach dem ebenfalls auf Rune Grammofon erschienenen Debüt »You Liked Me Five Minutes Ago« wartet dieses Wahnsinnstrio – Mats Gustafsson, Johan Berthling und Andreas Werliin – mit dem Ende letzten Jahres in Stockholm eingespielten Nachfolger auf. Sozusagen dazwischengeschoben waren Scheiben mit Jim O'Rouke (2011) und Oren Ambarchi (2012), und Anfang des Jahres machte das...

»In Girum Imus Nocte«

  • Artist: Das Simple
  • Label: En-Veux-tu? En V’là!
article_7472_97=reviews_das_simple_150.jpg Ihr zweites Album nach Guy Debords 1978er-Film zu benennen und im Cover daraus ein Zitat abzudrucken: situationistische Rabauken, oder wie? Dieses französische Trio hört sich mit seinem kaputten Math-Core und Spirenzchen von Post Punk mal No Wave genauso durchgeknallt an wie es sich vermuten lässt. Letztes Jahr tourten sie fleißig und spielten mit Magma, Blurt und Kim Gordons Body/Head. Hat was von Liars, Mi-Ami oder Flying Luttenbachers, durch d...

Die Musikreiseagentur

article_7414_4373471_orig_150.jpg

In der Eigenbezeichnung »musical travel agent« kollidiert sein Œuvre: Philippe Petit unternimmt mit cinematischen und schwerst mit popkulturellen Zeichen aufgeladenen Soundscapes Expeditionen in die Kehrseiten der Musik. skug hat ihn interviewt.

Live-Fotos: Marlies Wirth

»Sui Generis«

article_7402_vultures_quartet_150.jpg Das 2008 gegründete Vultures Quartet entstammt der Londoner Improv-Szene, spielt an sich als Trio, erweitert sich für Aufnahmen allerdings zum Quartett. Es ist das Debüt mit Schuyler Tsuda (The Sonic Alchemists). Man könnte diesem Album Unrecht tun und es ins Irgendwie-Post-Industrial-Fach stecken: Gleich zu Beginn dröhnen entrische Kaskaden aus den Boxen. Doch schon bald gewinnen Drums-Launen die Oberhand, die dunklen Nebel reißen auseinander, e...

»It Can’t Get Worse Than This«

article_7401_va_it_cant_get_150.jpg Das steirische Label Rock Is Hell feiert gebührend, als 50. Release wurde diese Zusammenstellung mit 50 (!) heimischen Bands herausgebracht. Eine logische und höchst löbliche Angelegenheit. Bevor Sie weiterlesen: eine absolute Empfehlung! Zur Platte: Wie zum Teufel soll man ein Vinyl mit 50 Loop-Grooves rezensieren? Mir fällt dazu die Compilation »500« des Labels RRR von 1998 ein, die ebenfalls aus speziellem Anlaß erschienen war. Während bei »50...

Apropos Roedelius

article_7666_roedelius1_150.jpg Kluster, Cluster, Qluster, Harmonia, Aquarello, Zodiak Free Arts Lab, Hans-Joachim Roedelius solo und ob Proto-Trance, zeitgenössische Sinfonien oder ambiente Jazz-Drones: Diese ebenso sympathische wie produktive Musiker-Legende bereichert seit mehr als vier Jahrzehnten Denk- und Hörwelten. Hans-Joachim Roedelius erzählt davon im skug-Interview.

»Fear Of The Unknown«

article_7403_atiq___enk_150.jpg Das von Guido van der Brink aka Atiq betriebene Rotterdamer Label Mindtrick überrascht immer wieder mit darkem und v. a. ›cinematischem‹ Dubstep, Breakbeat und D’n’B. So auch hier: Mit EnK – Labelbetreiber von Tympatik Audio − haben sich zwei holländische ex-Heavy-Metal-Musiker zusammengefunden, um für ihr Plattendebüt als Label-Kooperation einen Soundtrack einzuspielen, dessen sonnenabgewandte Verdichtungen Fanherzen von Industrial Rock bis EBM ...

Als die Welt elektronisch wurde: Morton Subotnick

  • Artist: Morton Subotnick
  • Label: Nonesuch
  • skug : 96
article_7344_mortonlillevan10065_150.jpg Der Komponist Morton Subotnick durchpflügt seit den frühen 1960er Jahren die Elektronik. Analog-Synthesizer-Musikpionier, unkonventioneller Vortragender, Entwickler einer Musiksoftware für Kinder: eine interviewgestützte Spurensuche anlässlich seines achtzigsten Geburtstags und des fünfundvierzigsten von »The Wild Bull«, das Opus Magnum des einzig wahren ›Godfather of Techno‹. Foto: Bregenzer Festspiele/andereart ...

»Stromboli«

article_7324_jenssen_150.jpg Fieldrecordings vom Sommer 2012, aufgenommen am Berg Stromboli im nördlichen Sizilien. Während er unter seinem Alias Biosphere Ambienttechno produziert, steht der Name Geir Jenssen für Fieldrecordings. Seit Langem ein Stamm-Artist von Touch, passen seine Produktionen gut in die sich mittlerweile beinahe zu einem Label-Trademark entwickelnde Schiene der Feldaufnahmen. »Stromboli« dockt zwar an Jenssens CD »Cho Oyu – Fieldrecordings From Tibet« (20...

Beatmutationen und Muskelzucken: Hyperdub

article_7320_hyp011_label_150.jpg Londons Label Hyperdub kommt aktuell mit vier Releases: »Xingfu Lu« von Kode9, Terror Danjah & Champions »Sons of Anarchy« und von Walton die 12" »Baby« sowie sein Fulltime-Album »Beyond«. Hyperdub ist hier nicht auf Entschleunigung unterwegs sondern zieht Bahnen rund um UK Funky, Grime und Trap: Beat(de-)konstruktionen und –mutationen, Dancefloor quer zum Kopfkino. ...

»Phantasmes«

  • Artist: Maninkari
  • Label: Three:Four
article_7313_maninkari-phantasmes_150.jpg Kopfkino-Soundtracks im ausladenden Setting zwischen Science Fiction und zeitgenössischer Komposition: Dieser gut fünfzigminütige, in zwei Stücke geteilte Audio-Trip ist die Vertonung des gleichnamigen Streifens des französischen Filmemachers Thomas Pantalacci und nach »The Half Forgotten Relic Of A Dream« (2011) die zweite VÖ der französischen Brüder Frédéric und Olivier Charlot aka Maninkari für Three:Four. Man könnte an Arvo Pärt genauso denke...

Straight outta Morocco: Soultana

article_7269_kopie_von_soultana04_f_150.jpg

Die aus Casablanca stammende Rapperin Youssra Oukaf aka Soultana hatte im Mai auf dem Wiener Festival Into The City ihre Österreich-Premiere. Im skug-Interview erzählt sie über den Arabischen Frühling, die Situation der Frauen in Marokko und wie sie aus HipHop ein Sprachwerkzeug für mehr consciousness macht.

Live-Fotos: Sabine Pichler (ITC)

»Under water, everything is fine«: Abtauchen mit Manorexia (JG Thirlwell)

article_7256_kopie_von_jim_thirlwell_s_150.jpg

Manorexia ist eine der vielen Inkarnationen von JG Thirlwell. Mit diesem Kammermusikensemble changiert er zwischen Neuer Musik und Lärmkaskaden, leitmotivisch zusammengehalten von mikroskopischen Unterwasser-Organismen.

Fotos: Magdalena Blaszczuk; WSB/JGT: Heinrich Deisl

Original erschienen in skug #94, Frühling 2013

»When Snakeboy Is Dying«

  • Artist: Robert Piotrowicz
  • Label: Musica Genera
article_7255_mgv1_150.jpg »When Snakeboy Is Dying« stellt eine ziemliche Wandlung dar: Robert Piotrowicz arbeitet zwar weiterhin mit modularen Synthesizern und selbstprogrammierter Software. Auf diesem auf seinem eigenen Label Musica Genera veröffentlichten Album erweitert sich das Set-Up nun um Piano, Gitarre und Vibrafon und übernimmt die eigentlichen Strukturen. 2009 produziert und zwei Jahre später von Rashad Becker gemixt, umreißt Piotrowicz in fünf Stücken Möglichke...

Populista presents »United States of America Triptych I−III«

article_7231_va_populista_150.jpg Diese drei CDs sind Katalognummer 7−9 der vom polnischen Kurator Michał Libera für Bôłt Rec. produzierten Serie Populista, die sich den »reinterpretations, overinterpretations and misinterpretations of the past« widmet. Libera betreibt dabei eine Auswahl, die man als Aktualisierung des Archivs genauso deuten könnte wie als einen großen raumzeitlichen Remix. Gut hundert Jahre amerikanischer Pop(ulär)kultur im Schnelldurchlauf: In diesem Triptychon...

»Noise of Cologne 2«

article_7230_va_noise_of_cologne_2_150.jpg Traditionsbildungen einer bestimmten Stadt im Zeitalter grenzenlosen Datenflusses? Anachronismus gar? Nichts davon. Wie schon bei Teil 1, war und ist es das große Verdienst von Frank Dommert, Betreiber von a-musik, dem beinahe übermächtigen Musikmythos Kölns eine Aktualisierung zu verpassen. In 16 aktuellen Beispielen von Kölner Komponisten und Musikern wird ein Stadtportrait entworfen, wie man es sich beispielsweise über Wien nur träumen könnte....

»Dehypnotisation«

article_7229_lsd_150.jpg Diese vier Vinylseiten hinterlassen keine Gefangenen. Schon mit dem ersten Kratzen, Schaben und Stöhnen machen Daniel Lercher, Bernhard Schöberl und Gloria Damijan klar: Eigentlich ist der Titel ihrer zweiten VÖ nach »Tripping« (2010) eine quasi scherzhafte Verballhornung, denn »Dehypnotisation« ist ein Trip, wie ihn sich Mr. Leary nicht besser hätte aushecken können. Nur dass eben nicht die bekannten Muster von Elektronik und Repetition verwende...

»Transfer«

article_7212_transfer_150.jpg Nun liegt sie endlich als Compilation-CD vor: »Transfer« ist die Zusammenfassung von vier Singles, die der französische Poet Chaton und Moor im Lauf der letzten Jahre herausgebracht haben, angereichert mit einer weiteren 7''-VÖ und mit »Metro«. Es ist nach »Le Journaliste« (2009, ebenfalls Unsounds) die zweite Fulltime-Platte eines meiner Lieblingsduos, das sich 2004 nach einem Auftritt Chatons mit der Band The Ex ergeben hatte. Mit dabei auf die...

Facetten des Aufbaus

article_7349_malta_festival_poznan_4_150.jpg Bei der Ankunft liegt ein dicker Schleier aus Nebel und Regen über Posen (polnisch: Poznań), der sich in den nächsten Tagen nur dezent verziehen wird. Dafür ist der Empfang umso herzlicher. Agata Grenda und Łukasz Szałankiewicz, meine Kontaktpersonen vor Ort während des Posen-Trips, packen mich ins Auto. Der Experimentalelektronikmusiker Szałankiewicz würde mir gerne seine neuesten Tracks vorspielen, Grenda dagegen mir von Posen erzählen. Sie ist...

»Book Of Hours«

article_7151_cloud_boat_150.jpg The next big thing? Könnte gut sein. Die Londoner Sam Ricketts/Tom Clarke machen auf ihrem Debüt alles richtig. Es musste ja kommen, dass Dubstep auch in Richtung Folk abdriftet, auf »Book Of Hours« geben sich Electronica-Entwürfe der Marke Burial auf Leichtgewicht mit regenverhangenen Flageoletts und eingängigen Melodien die Hand und dann noch diese Stimme mit endlosem Echo. Es gibt ein Leben nach Antony & The Johnsons. Ein bisschen Witchhou...

»Elektro Moskva«: Moskau unter Strom

  • Artist: Alexei Borisov, Andrey Smirnov, Dmitriy Morozov aka Vtol, Lev Termen, Richardas Norvila aka Benzo, Yevgeny Murzin
  • Label: Rotor Film
  • Regie: Dominik Spritzendorfer, Elena Tikhonova
  • Texttyp: Interview
article_7156_elemo_3_150.jpg

»Elektro Moskva« von Elena Tikhonova und Dominik Spritzendorfer zeigt eine konzise Aufarbeitung (post-)sowjetischer Elektronikmusik von den 1910er Jahren bis heute. Eingebettet in Diskurse aus Alltag, Technologie und Philosophie, portraitiert der Film diese Musikentwürfe als Allegorie für bisher unerschlossenes soziopolitisches Terrain. skug traf sich zum Interview.

»800 % Ndagga« + »Versions«

  • Artist: Mark Ernestus presents Jeri-Jeri
  • Label: Indigo, Ndagga
article_7149_markernestus_150.jpg Für diese beiden CDs hat Mark Ernestus (Basic Channel, Rhythm & Sound) einen weiteren Schritt »zurück« in die Geschichte gemacht. Dass bei R&S immer schon ein Interesse für Rootsforschung vorhanden war, darf als bekannt angenommen werden. »800 % Ndagga« ist traditionelle Tanzmusik aus Senegal und Gambia, hierzulande vielleicht besser bekannt als Mbalax. Ähnlich wie bei den jamaikanischen Musikexkursionen, gab es ein Initiationserlebnis, d...

»Maggot/Heifetz Plays Slobodan Kajkut«

article_7129_kajkut_150.jpg Unlängst habe ich es endlich geschafft, mir zum ersten Mal ein Solo-Konzert des aus Banja Luka stammenden und in Graz lebenden Komponisten Slobodan Kajkut anzuhören. Mir hatten es besonders die »Krst«-Stücke als sein Alias Kajkyt angetan: Hammerschwere, düstere Beats und Rezitationen direkt aus den Schlünden der Hölle. Das Konzert gab eine Art Vorgeschmack auf diese VÖ: Kajkut ist ja »an sich« ausgebildeter Elektronikkomponist mit starkem Hang zu...

»Like Likes Like«

article_7114_denseland_150.jpg Dunkle Texturen der Wiederholung, sparsamste Instrumentierung. Genau in dieser Reduktion liegt die Effizienz der Band. Für ihr zweites Album nach »chunk« (mosz, 2009) sind Denseland weiter in die Untiefen verquerer Rhythmuszerlegungen eingedrungen, dieses Zeitlupen-Wabern gemahnt an die guten Zeiten des Bristol-Sounds oder gar an WordSound, Illbient mit Jazzavancen bastardisiert. Bei David Moss’ sonorem Sprechgesang weiß man nie, ob man sich’s he...

»Acid: Mysterons Invide The Jackin’ Zone ...«

article_7110_va_acid_150.jpg Nach der Compilation »Acid – Can You Jack« (2005) kommt nun sozusagen die Fortsetzung, Chicago- und Acid-House auf Doppel-Vinyl, mit Booklet und vielen Gadgets. Glücklicherweise hat Souljazz dem widerstanden, auch nur einen einzigen Track zu integrieren, der das unsägliche »Aciiid« deklamiert. Es zirpt sich – klar – die TR-303 durch die Nummern, »Mysterons« lässt jene (internen) Verwerfungen erkennen, die zwischen House, Acid und Detroit Techno a...

Widerständigkeiten in der Weltmusik: Norient

article_7103_kopie_von_itc_19_150.jpg

Eine Bestandsaufnahme zu aktueller globaler/lokaler Musik und zu »Weltmusik 2.0«: die Berner Plattform Norient mit Mitbegründer und Chefredakteur Thomas Burkhalter im Interview.

Fotos: Sabine Pichler

(Der Text war original im Mai 2013 für des Festival Into The City erschienen.)

Drahdiwaberl, Stefan Weber und die hohe Kunst des korrekt Unkorrekten

article_7085_worldrevolution-drahdiwab_150.jpg

Geschichte und G'schichtln zu Stefan Weber und Drahdiwaberl anläßlich der Ausstellung »Blutrausch« im Wien Museum 

Foto: Filmstill Drahdiwaberl-Performance aus »Weltrevolution«

»Aquarium Eyes«

article_7083_ritornell_150.jpg 2009 war ebenfalls auf Karaoke Kalk das Debüt »Golden Solitude« des österreichischen Duos Ritornell erschienen. In der Zwischenzeit haben Richard Eigner und Roman Gerold eine DVD über ein Buch von Elfriede Jelinek und Kollaborationsarbeiten mit Bodo Hell und Robert Seidel durchgezogen. Für ihre zweite Platte wurde Patrick Pulsinger als Produzent ins Boot geholt. »Eyes« ist feingliedriger, experimenteller Jazz-Pop, bei dem für ein Cover von »In Ev...

»There Are Just 16 Steps to Hell«

article_7076_bluescreen-of-death-there_150.jpg Bei dieser Verpackung legt’s selbst Donkey Kong in die Leisten. Diese 10’’ kommt als Floppydisk in LP-Format daher, oben mit Metallschuber. OK, ich gebe es zu, die Platte war eine Zeitlang Protzobjekt. Verantwortlich dafür: die Gestaltung von Gregor Samsa. Das Hamburger Label Sounds of Subterrania, spezialisiert auf VÖs von cool durchgeknallten Freaks, macht beim Debüt dieses aus Göttingen stammenden Trios keine Ausnahme, im Gegenteil. Das ist wa...

»Überlebenskunst – Berlins internationale Musikszene vertont den Klimawandel«

article_7026_va_ueberlebenskunst_150.jpg Seien wir uns ehrlich: Platten mit Titeln wie diesem zwingen förmlich dazu, den Gutmenschen-Poser entweder raushängen zu lassen oder ihn zu verdreschen. Hier bezieht sich der Titel auf die Veranstaltungsreihe selbigen Namens im Haus der Kulturen der Welt, bei der es um wissenschaftliche, soziopolitische und künstlerische Annäherungen an den Klimawandel ging. Daraus entstand eine Musikserie von Berliner Exil-Musikern, die auf dieser Platte einen g...

»Aquanaut«

article_7025_aquanaut_150.jpg In einigen der bisherigen Rezensionen zum Debüt dieses 2008 gegründeten Leipziger Trios wunderte man sich über den Jazz darin. Dabei hat Karlrecords mit Veröffentlichungen des Kammerflimmer Kollektifs oder von Bill Laswell ja ganz eindeutig die Peilsender in Richtung Jazz aus der Echokammer eingestellt. Isabel Fischer, Lars Oertel und Thomas Bär kreieren auf »Aquanaut« aus Saxophon, Bass und Drums fein ziselierte Stimmungen beziehungsweise Konver...

»Exit!«

article_7015_fire_150.jpg Die vierte Platte dieses furiosen schwedischen Jazztrios, nun als Orchester. Mats Gustafsson, Johan Berthling und Andreas Werliin zusammen mit einem guten Dutzend MusikerInnen, u. a. mit dabei und am prominentesten vertreten die Sängerinnen Mariam Wallentin und Sofia Jernberg, die Texte von Arnold de Boer sowie von The Ex vertonen und dabei vehement auf rituelle Gesangscharakteristiken zurückgreifen. Aufgenommen wurden diese beiden gut zwanzigmin...

»Landscapes«

  • Artist: Sławomir Gołaszewski’s Asunta
  • Label: Sunhair, The Lollipop Shoppe
article_7003_asunta_150.jpg »Landscapes« geht zurück bis 1996, damals auf Cassette herausgebracht. Glücklicherweise haben sich die Labels Lollipop Shoppe und Sunhair dieser verschollenen Perle angenommen: Asunta sind Sławomir Gołaszewski an der Klarinette und Wojciech Karwacki am Harmonium, aufgenommen wurde die VÖ von Alik Dziki, Mitglied von Armia. Womit sich der Kreis schließt, als auch Gołaszewski in den mittleren Achtzigern bei dieser Ausnahmeformation dabei war. Eine ...

»Equilirium«, »Ghost Time«

article_7207_prszr_150.jpg Hinterzimmer aus Bern wartet mit zwei Debüts auf. Ghost Time sind Trompeter Andy Knight, Drummer Ken Hyder und Perkussionist Z’EV. Ab den ersten Tönen der selbstbetitelten und live eingespielten CD findet man sich in dunkeln Ambient-Drones wider. Inspirationen stammen aus dem Pibroch, einer Sammlung alter schottischer Elegien, Hyders Vokalisationen entstammen sibirischem Obertongesang, während Z’EV die Alto- und Bariton-Romlos (tibetische Ritualk...

»Take me to the Casbah«: Exotica-Transgressionen auf 78 RpM

  • Artist: Don Azpiazu and his Havana Casino Orchestra, Duke Ellington & His Cotton Club Orchestra, Joseph Ochola, Leon Rene's Orchestra, Orchestre African Jazz, Sidney Bechet's Circle Seven, Silfanu Auma
  • Label: Excelsior, Starkult, V2
article_6991_78rpm_150.jpg Diese drei Compilations mit Jazzmusik zwischen den 1920er- und '60er-Jahren wurden vom niederländischen Plattensammler und DJ Ziya Ertekin aka Blue Flamingo zusammengestellt.

»Where We Need No Map«

article_6978_springintgut_150.jpg Für sein drittes Album hat sich der Berliner Cellist Andi Otto nach »Park and Ride« (CCO, 2007) Zeit gelassen und nichts weniger getan als ein neues Instrument zu entwickeln, das auf den netten Namen »Fello« hört. In Zusammenarbeit mit dem STEIM in Amsterdam konstruierte er, ähnlich wie Jon Rose mit seinem E-Bow, eine mit Sensoren am Bogen ausgestattete Applikation, die die dazugehörige Software triggert. In »Map« fließen Ottos Aufenthalte in Jap...

»Music and Politics« feat. Ebow, Soultana, Drahdiwaberl

article_7018_weber_150.jpg Into The City (ITC), die Subkulturschiene der Wiener Festwochen, beschäftigt sich 2013 mit dem Thema »Music and Politics«. Aktuelle Strategien des politischen Protests und Widerstands in Musik und Kunst sind bereits beim Eröffnungsfest am Wiener Karlsplatz präsent. Am Samstag, 11. Mai, treten ab 17 Uhr Irie Révoltés, Texta , die deutsch-türkische Rapperin Ebow, die marokkanische Rapaktivistin Soultana und im historischen Kontext Drahdiwaberl auf....

skug partner


bytefm_logo.gif

skug presents

~ salon skug
~ radio skug
~ bytefm:skug#99 mixtape

skug empfiehlt

~ mq »summer of sounds«
~ glatt & verkehrt
~ afrika tage wien
~ wuk platzkonzerte
~ viertelfestival nö
~ jazzfestival saalfelden
~ @ wiener konzerthaus

Mon 28.07.2014 21:00: marco eneidis nenuvi session | celeste | vienna

Wed 30.07.2014 23:59: skug #99-mixtape | byteFM | webradio

Fri 01.08.2014 19:00: the notwist | arena | vienna

Fri 08.08.2014 20:30: martin philadelphy & anders wallin | wuk | vienna

Sun 10.08.2014 18:00: christina zurbrügg & martin kelner | bunkerei | vienna


» alle termine
» skug vertriebsstellen
» skug @ facebook

banner-area