Ariel Pink vs. Frank Ocean
- Artist: Ariel Pink's Haunted Graffiti, Frank Ocean
- Label: 4AD, Beggars Group, Island, Island/Universal
- skug : 92
Jukebox 2012
»Shabbat Shalom, Motherfuckers!«
In seinem Essay-Band »Judentum und Popkultur« untersucht der in Basel am Institut für Jüdische Studien lehrende Caspar Battegay die Potentiale von Pop für das »Spiel mit Figuren des Jüdischen«. Dabei geht es anhand von Filmen (von Ernst Lubitsch und Mel Brooks bis hin zu Joel & Ethan Coen und Quentin Tarantino), TV-Serien (»South Park«, »Seinfeld«), Comedy-Stars (Oliver Polak) und Songtexten nicht nur um »jüdische Popkultur«, sondern auch um ...
»Only 4 U - Twenty Years Of House Classics On Cajual Records«
- Artist: Various Artists
- Label: Hoanzl, Strut
- skug : 92
Mit Cajmeres Cajual Records widmet sich das verdienstvolle Strut-Label einem der wichtigsten House-Flagschiffe der letzten 20 Jahre. Zwar gab es schon in den späten 1990ern mit dem zweiteiligen Sampler »The Future Sound of Chicago« etwas ähnliches (einmal mit Cajual-Stuff im Derrick Carter-Mix, einmal mit dem technoideren Output des Schwesterlabels Reflex im Cajmere & DJ Sneak-Mix), aber angesichts dessen, was momentan nicht nur in den USA al...
Kometenhafte Abstiege
- skug : 91
- Texttyp: Buchrezension
»dto«
- Artist: theclosing
- Label: Circle Into Square
- skug : 92
Das Electronic-Trio theclosing, bestehend aus Alexander Hengl, Lukas Lehner und Daniela Auer, hat sich 2004 auf der Akademie der Bildenden Künste in Wien (wo u. a. auch Wolfram, Pomassl oder Soap&Skin tätig sind bzw. waren) kennengelernt und legt nun endlich sein selbstbetiteltes Debüt auf dem Portlander (!) Independent Label Circle Into Square (das Partnerlabel von Fake Four Inc.) vor. Wie bei diesem Background nicht anders zu erwarten wird ...
Alien Maschinen Soul
- Label: Chocolate Industries
- skug : 91
»Dirty Seconds«
Gleich drei Singles plus Download-Code beinhaltet diese Zusammenarbeit von Randy Barracuda und Mesak zusammen mit dem Sänger Michael Black Electro. War der Skweee-Funk von Barracuda ja immer schon etwas verbeult, so kommen BMMB jetzt zwar nicht mit einem Neuwagen daher, aber ein gewisser slicker Twist ist schon zu verzeichnen. Dazu tragen auch die Vocals von Michael Black Electro bei, die jegliche New Wave/Synth-Pop- Retromanie gekonnt umschiffen...
Schlager sind kälter als der Tod
- Artist: Rainer Werner Fassbinder
- skug : 91
»Richard Sen Presents This Ain't Chicago.«
- Artist: Various Artists
- Label: Hoanzl, Strut
- skug : 91
»Richard Sen Presents This Ain't Chicago. The Underground Sound Of UK House & Acid 1987-1991«
Schon die legendäre 12-LP-Box »The History Of The House Sound Of Chicago« von 1988 verwies auf vier Plattenseiten auf die transatlantischen »Anglo-American«- und »Future«-Connections. House setzte damit das kosmopolitische Konzept von Disco (wo die Tracks auch zwischen München, Italien, Paris, San Francisco und New York hin- und hergemixt wurden) wei...
»Richard Sen Presents This Ain't Chicago...«
- Artist: Various Artists
- Label: Hoanzl, Strut
- skug : 91
»Richard Sen Presents This Ain't Chicago. The Underground Sound Of UK House & Acid 1987-1991«
Schon die legendäre 12LP-Box »The History Of The House Sound Of Chicago« von 1988 verwies auf vier Plattenseiten auf die transatlantischen »Anglo-American«- und »Future«-Connections. House setzte damit das cosmopolitische Konzept von Disco (wo die Tracks auch zwischen München, Italien, Paris, San Francisco und New York hin- und hergemixt wurden) wei...
»Trevor Jackson Presents Metal Dance«
- Artist: Various Artists
- Label: Hoanzl, Strut
- skug : 91
Als es zwar schon Giorgio Moroder/Donna Summer, New Order, Kraftwerk, Throbbing Gristle, Depeche Mode, DAF, Soft Cell, Liaisons Dangereuses, etc. gab, aber Acid House und Techno noch nicht erfunden waren, gab es mit »Electronic Body Music« quasi eine Durchgangsphase, die sowohl Black Flag- wie Yello-Fans gefallen konnte. Geschuldet war das u. a auch technischen Neuerungen. Neben dem Sampler gehören dazu obligatorisch überdrehte Digital Delays (de...
»Surplus Ships«
Franz Pomassl aka Pomazzl ist bekanntlich eher ernsthafter sonischer Konzeptionist als spaßiger Einfach-drauf-los-Schrauber, auch wenn seine DJ-Sets dann doch immer den Schalk im Nacken haben und »DANCE« dabei groß geschrieben wird. Mit »Surplus Ships« trifft nun, verkürzt gesagt, Concept-Art auf ein zwar verbeultes, aber sehr funktionsfähiges »Groove Thang«. Welches großräumige Terrain dabei durchforstet wird zeigt allein schon de...
»Coca Fanta Palermo«
- Artist: Uwe Jaentsch & Merker.TV
- Label: Eigenverlag
- skug : 91
Zusammen mit dem in Palermo ansässigen Künstler Uwe Jaentsch begeben sich die Linzer House-Umdeuter Merker.TV auf das Terrain der »Hörspieldisco«. Nachdem es bei der Berlinale 2009 schon im Rahmen der Finisage zu Jaentschs »Porn Pavilon« gekommen ist, wurde 2010 in Palermo mit dem Projekt »Coca Fanta Palermo« begonnen. House, Techno, Electro, mit leichtem, aber nicht plakativem Italo-Touch trifft auf etwas, das weder Spoken Word, noch Disco &...
»In Our Heads«
- Artist: Hot Chip
- Label: Domino, Rough Trade
- skug : 90
In Mark Greifs »Hipster«-Buch kommt ja überraschend wenig Musik vor. Und wenn, dann nicht unbedingt jene, mit der ich zum Beispiel die Nullerjahre verbracht habe. Ausnahmen: LCD Soundsystem und Hot Chip. Vielleicht weil beide näher am Dancefloor als am Kaffeehaustisch gebaut sind. Vielleicht weil beide auch in Sachen »Retromanie« immer schon andere Wege gegangen sind, wobei es Hot Chip dabei immer mehr um ein Songwriting aus dem Geist von Tanzmus...
»Bangerang EP«
Im Netz kursiert eine Karikatur, die Skrillex als Milhouse zeigt, also als Bart Simpsons nerdigen Freund, seines Zeichens Einzel- und Scheidungskind, Brillenträger, Allergiker, zudem unglücklich in Barts Schwester Lisa verliebt und mit hin und wieder aufblitzenden Allmachts- und Weltzerstörungsphantasien sowie Anzeichen eines Aufmerksamkeitsdefizits ausgestattet. Was die Sache eigentlich ganz gut trifft, weshalb Skrillex aber auch nicht so einfac...
»Lokal Men Ruin Everything«
Dem dritten (?) Album der Münchner Ausnahmeband Gummo um Christian Nothaft (Bass, Gitarre, Vocals, Geige) und Harry Streng (Drums, Vocals) gelingt im Verbund mit jeder Menge Gast-VokalistInnen nicht weniger als der Beweis, dass extreme Rockspielarten weder in reinen Drones, noch in verschnörkeltem Avantgedöhns oder in Hardcore-Punk mit einstudierten Jazz-Ambitionen Zuflucht suchen müssen, um, wie man so schön sagt, aus der Masse herauszustechen. ...
»MDNA«
- Artist: Madonna
- Label: Interscope, Universal
- skug : 90
Der Coup war ja gut ausgedacht: Die erste Single »Give Me All Your Lovin'« gleich so für den Auftritt beim Super Bowl herzurichten, dass wirklich nichts mehr schief gehen kann, ist schon gut angekommen. Nur, und damit beginnen auch gleich die Probleme, warum erinnert das völlig unhip an 80s-Paraphrasen von Sixties-Pop? Und was machen Nicki Minaj und M.I.A. dabei eigentlich, außer obligatorische Rap-Parts beisteuern und ansonsten Madonna beju...
»Schwarze Energie« (Reissue)
- Artist: Hotel Morphila Orchester
- Label: Cien Fuegos, Trost
- skug : 90
Nach Peter Brötzmann widmet sich das Wiener Cien-Fuegos-Label nun auch heimischen »ghosts from the past«. Als »Schwarze Energie«, die Debüt-LP des um den Multimediakünstler und Theoretiker Peter Weibel und den unschlagbaren Gitarren-Riff-König Loys Egg gruppierten Hotel Morphila Orchester (HMO) Ende 1982 zum ersten Mal an diverse Ohren kam, schien klar, dass damit das, was in Üsterreich unter Punk oder New Wave verstanden wurde, eine neue Di...
»The Best of Perception & Today Records - Compiled by DJ Spinna & BBE Soundsystem«
- Artist: Various Artists
- Label: BBE, Hoanzl
Wie experimentierfreudig Soul mal angelegt war zeigt DJ Spinnas Compilation mit zwischen dem Ende der 1960s und 1974 entstandenen Gebräuen aus »jazz, funk, vocal harmony soul and proto-disco«. Wie weit das Spektrum dabei reichte zeigen allein schon die hier vertretenen Acts: Dizzy Gillespie (dessen »Matrix« und »Alligator« schon nach sehr mutierter No-New-York-Disco klingen), Astrud Gilberto (im Arrangement von Eumir Deodato und begleitet von Air...
Popliterarischer Setzkasten
- skug : 89
- Texttyp: Buchrezension
»Voguing« auf Soul Jazz - Strike A Pose!
- skug : 89
»Collections 01«
- Artist: Teebs
- Label: Brainfeeder, Rough Trade
Brainfeeder, das Label von Flying Lotus mausert sich immer mehr zu einem Versuchlabor in, sagen wir mal ganz blöde, Hypnagogic-Jazz. Wobei Teeb, auch im Gegensatz zum doch eher mit HipHop den Experimentalkasten verbastelnden Samiyam, dessen unlängst veröffentlichte CD »Sam Baker's Album«, auch mehr knirscht, Jazz eher als Idee, denn als (nach)gespielte Musik versteht. Das war ja bei Flying Lotus zuletzt ein nicht ganz unwesentliches Problem: Ist ...
Hauntologic/Hypnagogic-Pop - Die Geister, die wir riefen ...
- Artist: Justice, Oneohtrix Point Never
- Label: Cooperative Music, Ed Banger, Universal, Warner
- skug : 89
Retromania und kein Ende! Nach Hauntologic-Pop geistert mit Hypnagogic-Pop heuer schon die nächste Transmutation einer Musik durch die Blogs, Magazine und Köpfe, die es am liebsten hat, wenn sie mit Begriffen nicht zu fassen ist und dabei dennoch alles in den Sampler lädt, was am Ende des Tages auf Flohmärkten an Tonträgern noch übrig geblieben ist.
»Seeking Major Tom«
- Artist: William Shatner
- Label: Cleopatra, H?ART
- skug : 89
Frühestens seit 1968 (»Lucy in the Sky With Diamonds«), spätestens jedoch seit 2004 (Pulp's »Common People«), sollte jedem klar sein, dass William Shatner nicht nur als Cpt. Kirk zu den ganz großen PopManifestationen einer jedoch sehr speziellen Auslegung des »Actings« im Sinne von Andy Warhol und Fassbinder gehört. Eine künstlich übersteigerte Expressivität (große Augen, komische Mimik, raumgreifende Gesten - wozu sind Hände denn sonst...
»Broken Heel Island«
- Artist: Ana Threat
- Label: Trash Rock Productions
- skug : 89
Nach der famosen LP »The Happy Kids Play There Own Songs« legt Happy Kids-Gitarristin und Sängerin Ana Threat ein ebenso rumpelndes wie knarzendes Werk im 10?-Format vor. Allein für den Titelsong, einer Exotica-Perle in Form einer dampfenden Kokostrinkschale mit einer, selbst für legendäre Cocktail-Zaubertrankmischer wie Trader Vic (dem wir den »Mai Tai« verdanken) und Don the Beachcomber (der uns den hochprozentigen »Zombie« bescherte), unvorste...
»The Big Mash Up«
Es gibt nichts Leichteres als über blöde Musik zynische Kritiken zu schrieben. Schwups, erscheint auf dem Bildschirm so was: Scooter stellen sich unter Dubstep nichts anderes vor als diverse James-Blake-Feuilletonisten, kriegen das jedoch etwas besser hin, auch wenn ihr Dubstep-Verständnis dann doch sehr auf den bei protestantischen Kirchentagen gerne praktizierten Deutungen von dem basiert, was dort unter R&B und/oder Soul in deutscher Zunge...
»Bangs & Works, Vol. 2 (The Best of Chicago Footwork)«
- Artist: Various Artists
- Label: Groove Attack, Hoanzl, Planet Mu, Substance
- skug : 89
»Diese Musik ist so schnell, dass sie mir langsam vorkommt, sagt Josephine Baker. Du musst die Beats per Minute zählen, sagt Justin Timberlake, so schnell war Chicago House noch nie. Aber wenn doch so viele Beats ausgelassen werden, wendet Josephine ein.« (Thomas Meinecke: »Lookalikes«, 2011) Ja was jetzt? Vielleicht bringt die neue Werkschau ja etwas Licht in die Sache. Und wirklich: So schnell jagt das alles nicht mehr durch einen. Gewöhnungsef...
»Texas Bohemia Revisited«
- Artist: Various Artists
- Label: Lotus Records, Trikont
- skug : 89
Es gibt ja immer wieder Musik, die einem, egal was nun gerade an- oder abgesagt ist, welche Zick-Zack-Kurse die eigenen Vorlieben gemacht haben, einfach nicht loslassen will. Sie ist quasi immer da, auch wenn sie nicht gehört wird. So verhält es sich auch mit dem Themenkomplex »Texas Bohemia«, der nun in Form einer CD und einer DVD, die den von Peter Schubert mit Thomas Meinecke gedrehten Doku-Film »Krasna Amerika - Beautiful America« beinhaltet,...
»Lookalikes«
- Artist: Move D, Thomas Meinecke
- Label: Intermedium Records, Strunz! Enterprises
- skug : 89
Weniger eine Ergänzung, als eine Parallellektüre zum neuen Roman stellt die erneute Zusammenarbeit von Thomas Meinecke und Move D dar, die es dann auch ganz locker zur Lieblings-CD bei de:bug geschafft hat. Und das mit gutem Grund. Will einem das Wort »Hörspiel« hier doch nur ganz zögernd von der Zunge gehen. Gut, die beiden sind ein mittlerweile ebenso eingespieltes wie mit Preisen bedachtes Team, aber sie machen es sich nicht leicht. Auch wenn ...
Radioaktive Gedanken
- skug : 87
- Texttyp: Buchrezension
Immer Ärger mit dem Rückspiegel
- skug : 88
Psychotronic Revisited oder Was macht die Musik im Horrorfilm?
- skug : 88
Auch wenn obskure Horrorfilm-Soundtracks ja schon lange zu den begehrten Sampling-Quellen gehören (und last year's model Witchhouse ist da nur ein Beispiel), gab es doch bis jetzt so gut wie keine genaueren Untersuchungen dazu, welche genauen Funktionen dem Sonischen der Tonspur bei Horrorfilmen eigentlich zugeteilt sind.
»The Real Sound Of Chicago & Beyond« | »Horse Meat Disco III«
- Artist: Various Artists
- Label: BBE, Hoanzl, Strut
Knee deep in Disco! Eigentlich müsste jetzt dann mal Schluss sein, aber scheinbar gibt es mehr verlorene Disco-Schätze als instrumentale Surf-Singels aus den Sixties (und schon davon gibt es mehr als ein Beach Sandkörner hat). Mit »Horse Meat Disco III« geht es diesmal in die Nicht-mehr-Overground-aber-auch-noch-nicht-ganz-Underground-Phase der Post-Disco-Hype-Jahre. Quasi Mutant-Disco minus Post-Punk-Motorik auf dem Weg nach House. Avantgardisti...
»Make Overs«
- Artist: Claude Van Stroke
- Label: AL!VE, Dirty Bird Records
Das Remixgewerbe als das Verschmieren eines Make-Up zu definieren ist schon mal ein sympathischer Zug. Remixologische Dünnbrettbohrungen gibt es eh genug, also wieso statt geheimniskrämerischen Bluffs nicht einfach die Karten offen legen. Claude Van Stroke macht eh, wofür er bekannt ist: Spagatübungen zwischen illegalen Kellerparties und von Getränkeherstellern gesponserten Rambazamba-Aufläufen. Das geht meist gut, lehnt sich jedoch auch nicht al...
»Glass Swords«
- Artist: Rustie
- Label: Rough Trade, Warp
Schon das genudelte Prog-Rock-Synth-Intro schickt das ironische Zwinkern ins Abklingbecken. Nein, hier wird nicht cheesy, greasy oder sleazy Akteneinsicht betrieben, sondern eine Reality Soap aufgeführt, bei der wir Yes plus Trevor Horn auf Rave-Besuch beobachten können. Ibiza ist überall, nur die Beats und die Möglichkeiten der Software sind andere. In seiner ravenden Unfunkyness zeigt dieser sonnenverbrannte Bombast auch wieder, was passiert, w...
La Passe: E
- skug : 63
»Presents Kentje?sz Beatz«
»Bubbling« wurde Ende der 1980er in Holland erfunden, als aus Versehen eine Dancehall-Platte zu schnell abgespielt wurde und sich die darauf befindlichen afro-karibischen Rhythmen verselbstständigten. Ähnlich Jungle speiste sich das Genre zuerst durch raufgepitche Dancehall-Tracks rund um die beliebten »Fever Pitch«- und »Bam Bam«-Riddims. Es entstand eine eigentümliche, elektronisch befeuerte karibische Riddim-Diaspora, die in Holland jedoc...
La Passe: K
- skug : 69
Zugegeben - dieser Buchstabe, im Englischen meist als C vorhanden, hat es knalldick hinter den Ohren. Lässt sich mit ihm doch klasse dialektisch zwischen Kunst & Kommerz, Kapital & Konkurs, Kommunismus & Konsumismus, Kleinbürgertum & Kretinismus, Klitoris & Koitus, Kirche & Kommunardentum, Kacke & Kristallen, Kabbala & Kant oder Katastrophe & Komik jede Menge kluger wie krasser Konversationen abwickeln. Kümmer...
Kirmes und Diskurs
- Artist: Lady Gaga
- Label: Interscope
- skug : 87
Mit Lady Gagas aktueller CD »Born This Way« könnte der Zenit als transglobaler Popstar auch schon wieder überschritten sein. Aber im Gaga-Land ist Musik bekanntlich nicht die Hauptsache. Dennoch sollte sie nicht gänzlich ignoriert werden.
fotos: gagajournal.blogspot.com
Die Post bringt jedem was
- Artist: Austrofred
- skug : 84
Mit »Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben. Mein Briefwechsel mit Wolfgang Amadeus Mozart« legt Austrofred sein mittlerweile drittes Buch vor und lässt auch dabei keine Zweifel darüber aufkommen, wer der eigentliche »Champion« ist.
Foto 1: Austrofred im Gespräch mit Didi Neidhart anläßlich der »20 Jahre skug«-Revue am 6.12.2010 @ Porgy&Bess © Christian König | Foto 2: © Ingo Pertramer
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Wo die wílden Kerle wohnen
- skug : 83
La Passe: V
- skug : 81
Wieder so ein Präfix-Buchstabe mit vielfältigen Variablen. Jedenfalls dürfen wir diesmal auf Various Artists vergessen und verzichten, dafür verborgene Vektoren vorstellen.
Foto: Karl Valentin
La Passe: S
- skug : 77
The Monks: Transatlantische Rückkopplungen
Mit ihrem in langjähriger Recherchearbeit zusammengestellten Dokumentarfilm »Monks - The Transatlantic Feedback« haben die Filmemacher Dietmar Post und Lucia Palacios (beide waren zuvor u.a. schon bei »The Nomi Song« beteiligt) eine Band, die vor 40 Jahren eine einzige LP herausgebracht hat, wieder ins Rampenlicht geholt. Die Rede ist von den Monks, die mit ihrer Musik gleichsam im Alleingang den Sixties-Beat überwanden und dabei ohne psychedelis...
Zur Blödheit amüsiert
- skug : 87
»Space Is Only Noise«
- Artist: Nicolas Jaar
- Label: Circus Company, Rough Trade
- skug : 86
Wieder so ein »Wunderkind«, ein »Genie« von eigenen Gnaden, dem die Bürde es jetzt endlich ganz anders und neu zu machen übertragen wird. Dabei ist der 21-jährige New Yorker, dem sein Vater, der Documenta- und Konzeptkünstler Alfredo Jaar, gerne Musik zwischen Erik Satie (schwirrt hier immer wieder als Schatten von Brian Eno durch die Tracks) und Keith Jarrett (wo dann die Probleme anfangen) eigentlich eine gespaltene Persönlichkeit, die eher seh...
»Blue Songs«
- Artist: Hercules & Love Affair
- Label: Hoanzl, Moshi Moshi
- skug : 86
Was soll dazu noch gesagt werden? Es gibt eine neue (transsexuelle) Sängerin aus Venezuela mit Techno-Roots (Aerea Negrots), statt Antony singt nun die Chicagoer Inkarnation von Sylvester Shawn J. Wright, als Gast gibt es Kele Okereke von Bloc Party, der Musiker und Produzent Marc Pistel (Meat Beat Manifesto, Consolidated) gehört nun auch zum festen Kern, produziert hat (über Vermittlung von Marflow/Wolfram) Patrick Pulsinger, und Kim Ann Foxman ...
»Violet Cries«
- Artist: Esben & The Witch
- Label: Matador/Indigo
- skug : 86
Nach dem Hexenhaus nun also »Nightmare Pop«. So nennen die aus Brighton stammenden Esben & The Witch ihre Musik, die sich vor allem durch Verwechslungen auszeichnet. Statt in den dunklem Nebelwald geht es hier auf benebelte grüne Wiesen, die sich auch in jedem romantischen Mystery-Thriller gut machen würden. Wie bei all den unsäglichen TV-Verfilmungen von Gruselstories ist das alles (etwa im Vergleich zu Salem) derart hell ausgeleuchtet, dass...




















