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»Voguing« auf Soul Jazz - Strike A Pose!

  • skug : 89
article_6136_voguing_150.jpeg Mit einem opulenten Bild-, Text- und Interviewband widmet sich das verdienstvolle Soul Jazz-Label dem Phänomen Voguing, das bei uns vor allem zwischen 1989 und 1991 (u. a. durch Madonnas »Vogue«) öffentlich bekannt geworden und in in letzter Zeit wieder vermehrt in Videos zu bestaunen ist.

»Collections 01«

article_6120_teebs_collections_01_150.jpg Brainfeeder, das Label von Flying Lotus mausert sich immer mehr zu einem Versuchlabor in, sagen wir mal ganz blöde, Hypnagogic-Jazz. Wobei Teeb, auch im Gegensatz zum doch eher mit HipHop den Experimentalkasten verbastelnden Samiyam, dessen unlängst veröffentlichte CD »Sam Baker’s Album«, auch mehr knirscht, Jazz eher als Idee, denn als (nach)gespielte Musik versteht. Das war ja bei Flying Lotus zuletzt ein nicht ganz unwesentliches Proble...

Hauntologic/Hypnagogic-Pop – Die Geister, die wir riefen ...

article_6131_zi0_150.jpg Retromania und kein Ende! Nach Hauntologic-Pop geistert mit Hypnagogic-Pop heuer schon die nächste Transmutation einer Musik durch die Blogs, Magazine und Köpfe, die es am liebsten hat, wenn sie mit Begriffen nicht zu fassen ist und dabei dennoch alles in den Sampler lädt, was am Ende des Tages auf Flohmärkten an Tonträgern noch übrig geblieben ist.

»Seeking Major Tom«

  • Artist: William Shatner
  • Label: Cleopatra, H‘ART
  • skug : 89
article_6108_mt_150.jpg Frühestens seit 1968 (»Lucy in the Sky With Diamonds«), spätestens jedoch seit 2004 (Pulp’s »Common People«), sollte jedem klar sein, dass William Shatner nicht nur als Cpt. Kirk zu den ganz großen PopManifestationen einer jedoch sehr speziellen Auslegung des »Actings« im Sinne von Andy Warhol und Fassbinder gehört. Eine künstlich übersteigerte Expressivität (große Augen, komische Mimik, raumgreifende Gesten – wozu sind Hände d...

»Broken Heel Island«

article_6109_at_150.jpg Nach der famosen LP »The Happy Kids Play There Own Songs« legt Happy Kids-Gitarristin und Sängerin Ana Threat ein ebenso rumpelndes wie knarzendes Werk im 10“-Format vor. Allein für den Titelsong, einer Exotica-Perle in Form einer dampfenden Kokostrinkschale mit einer, selbst für legendäre Cocktail-Zaubertrankmischer wie Trader Vic (dem wir den »Mai Tai« verdanken) und Don the Beachcomber (der uns den hochprozentigen »Zombie« beschert...

»The Big Mash Up«

  • Artist: Scooter
  • Label: edel, Sheffield Tunes
  • skug : 89
article_6100_scooter_150.jpg Es gibt nichts Leichteres als über blöde Musik zynische Kritiken zu schrieben. Schwups, erscheint auf dem Bildschirm so was: Scooter stellen sich unter Dubstep nichts anderes vor als diverse James-Blake-Feuilletonisten, kriegen das jedoch etwas besser hin, auch wenn ihr Dubstep-Verständnis dann doch sehr auf den bei protestantischen Kirchentagen gerne praktizierten Deutungen von dem basiert, was dort unter R&B und/oder Soul in deutscher Zu...

»Bangs & Works, Vol. 2 (The Best of Chicago Footwork)«

article_6099_bw_150.jpg »Diese Musik ist so schnell, dass sie mir langsam vorkommt, sagt Josephine Baker. Du musst die Beats per Minute zählen, sagt Justin Timberlake, so schnell war Chicago House noch nie. Aber wenn doch so viele Beats ausgelassen werden, wendet Josephine ein.« (Thomas Meinecke: »Lookalikes«, 2011) Ja was jetzt? Vielleicht bringt die neue Werkschau ja etwas Licht in die Sache. Und wirklich: So schnell jagt das alles nicht mehr durch einen. Gewöhn...

»Texas Bohemia Revisited«

article_6098_tb_150.jpg Es gibt ja immer wieder Musik, die einem, egal was nun gerade an- oder abgesagt ist, welche Zick-Zack-Kurse die eigenen Vorlieben gemacht haben, einfach nicht loslassen will. Sie ist quasi immer da, auch wenn sie nicht gehört wird. So verhält es sich auch mit dem Themenkomplex »Texas Bohemia«, der nun in Form einer CD und einer DVD, die den von Peter Schubert mit Thomas Meinecke gedrehten Doku-Film »Krasna Amerika – Beautiful America« bei...

»Lookalikes«

article_6051_9783939444848_150.jpg Weniger eine Ergänzung, als eine Parallellektüre zum neuen Roman stellt die erneute Zusammenarbeit von Thomas Meinecke und Move D dar, die es dann auch ganz locker zur Lieblings-CD bei de:bug geschafft hat. Und das mit gutem Grund. Will einem das Wort »Hörspiel« hier doch nur ganz zögernd von der Zunge gehen. Gut, die beiden sind ein mittlerweile ebenso eingespieltes wie mit Preisen bedachtes Team, aber sie machen es sich nicht leicht. Auch...

Radioaktive Gedanken

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 Hans Platzgumers neuer Roman »Der Elefantenfuß« beschäftigt sich mit dem Unfassbaren und Unsagbaren der atomaren Katastrophe Tschernobyls. 

Immer Ärger mit dem Rückspiegel

  • skug : 88
article_5954_braun3_150.jpg Mit seinem neuen Buch »Retromania« hat der britische Pop-Journalist Simon Reynolds wieder einmal in
ein Wespennest gestochen und sorgt für gehörige Diskussionen.

Beach Boys - »The Smile Sessions«

article_6107_beachboys_150.jpg »The Smile Sessions«, neu gehört anno 2011. Ein kurzer Bericht aus dem Land des Lächelns.

Psychotronic Revisited oder Was macht die Musik im Horrorfilm?

  • skug : 88
article_5851_horror_150.jpg Auch wenn obskure Horrorfilm-Soundtracks ja schon lange zu den begehrten Sampling-Quellen gehören (und last year's model Witchhouse ist da nur ein Beispiel), gab es doch bis jetzt so gut wie keine genaueren Untersuchungen dazu, welche genauen Funktionen dem Sonischen der Tonspur bei Horrorfilmen eigentlich zugeteilt sind.

»The Real Sound Of Chicago & Beyond« | »Horse Meat Disco III«

article_5792_chi_150.jpg Knee deep in Disco! Eigentlich müsste jetzt dann mal Schluss sein, aber scheinbar gibt es mehr verlorene Disco-Schätze als instrumentale Surf-Singels aus den Sixties (und schon davon gibt es mehr als ein Beach Sandkörner hat). Mit »Horse Meat Disco III« geht es diesmal in die Nicht-mehr-Overground-aber-auch-noch-nicht-ganz-Underground-Phase der Post-Disco-Hype-Jahre. Quasi Mutant-Disco minus Post-Punk-Motorik auf dem Weg nach House. Avantgar...

»Make Overs«

  • Artist: Claude Van Stroke
  • Label: AL!VE, Dirty Bird Records
article_5791_stroke_150.jpg Das Remixgewerbe als das Verschmieren eines Make-Up zu definieren ist schon mal ein sympathischer Zug. Remixologische Dünnbrettbohrungen gibt es eh genug, also wieso statt geheimniskrämerischen Bluffs nicht einfach die Karten offen legen. Claude Van Stroke macht eh, wofür er bekannt ist: Spagatübungen zwischen illegalen Kellerparties und von Getränkeherstellern gesponserten Rambazamba-Aufläufen. Das geht meist gut, lehnt sich jedoch auch ni...

»Glass Swords«

article_5781_rustie_150.jpg Schon das genudelte Prog-Rock-Synth-Intro schickt das ironische Zwinkern ins Abklingbecken. Nein, hier wird nicht cheesy, greasy oder sleazy Akteneinsicht betrieben, sondern eine Reality Soap aufgeführt, bei der wir Yes plus Trevor Horn auf Rave-Besuch beobachten können. Ibiza ist überall, nur die Beats und die Möglichkeiten der Software sind andere. In seiner ravenden Unfunkyness zeigt dieser sonnenverbrannte Bombast auch wieder, was passier...

La Passe: E

  • skug : 63
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Zwischen »Dylan, Bob« und »Faces, The« ver­birgt sich die wunderbare Welt des 5. Buch­staben des Alphabets, Und wer Elvis vermisst, dem sei gesagt, dass dieser zu groß für die Zuordnung zu einem Buchstaben ist.

Publiziert in skug #63, 6-8/2005

»Presents Kentje‘sz Beatz«

article_5760_antig_150.jpg »Bubbling« wurde Ende der 1980er in Holland erfunden, als aus Versehen eine Dancehall-Platte zu schnell abgespielt wurde und sich die darauf befindlichen afro-karibischen Rhythmen verselbstständigten. Ähnlich Jungle speiste sich das Genre zuerst durch raufgepitche Dancehall-Tracks rund um die beliebten »Fever Pitch«- und »Bam Bam«-Riddims. Es entstand eine eigentümliche, elektronisch befeuerte karibische Riddim-Diaspora, die in Holland j...

La Passe: K

  • skug : 69
article_5732_kraftwerk1_by_magdalena_b_150.jpg Zugegeben – dieser Buchstabe, im Englischen meist als C vorhanden, hat es knalldick hinter den Ohren. Lässt sich mit ihm doch klasse dialektisch zwischen Kunst & Kommerz, Kapital & Konkurs, Kommunismus & Konsumismus, Kleinbürgertum & Kretinismus, Klitoris & Koitus, Kirche & Kommunardentum, Kacke & Kristallen, Kabbala & Kant oder Katastrophe & Komik jede Menge kluger wie krasser Konversationen abwickeln. K...

Kirmes und Diskurs

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Mit Lady Gagas aktueller CD »Born This Way« könnte der Zenit als transglobaler Popstar auch schon wieder überschritten sein. Aber im Gaga-Land ist Musik bekanntlich nicht die Hauptsache. Dennoch sollte sie nicht gänzlich ignoriert werden. 


fotos: gagajournal.blogspot.com

Die Post bringt jedem was

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Mit »Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben. Mein Briefwechsel mit Wolfgang Amadeus Mozart« legt Austrofred sein mittlerweile drittes Buch vor und lässt auch dabei keine Zweifel darüber aufkommen, wer der eigentliche »Champion« ist.
Foto 1: Austrofred im Gespräch mit Didi Neidhart anläßlich der »20 Jahre skug«-Revue am 6.12.2010 @ Porgy&Bess © Christian König | Foto 2: © Ingo Pertramer

Wo die wílden Kerle wohnen

  • skug : 83
article_5610_slavoj_zizek_150.jpg Slavoj Žižek lässt keine Ruhe. Eine neue DVD und ein schon etwas älteres Buch belegen dies erneut. Ein zwiespältiges Vergnügen garantiert.

La Passe: V

  • skug : 81
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Wieder so ein Präfix-Buchstabe mit vielfältigen Variablen. Jedenfalls dürfen wir diesmal auf Various Artists vergessen und verzichten, dafür verborgene Vektoren vorstellen.


Foto: Karl Valentin

La Passe: S

  • skug : 77
article_5567_saints_150.jpg Von der Urgewalt von Sand über Stock, Aitken & Waterman sowie Stock, Hausen & Walkman bis zu Tim Buckleys magischem Song »Sweet Surrender« könnte S noch reichen, doch kapitulieren wir diesmal einfach. Die Leerstellen können ja selber ergänzt werden.


foto: The Saints

The Monks: Transatlantische Rückkopplungen

article_5563_monks_150.jpg Mit ihrem in langjähriger Recherchearbeit zusammengestellten Dokumentarfilm »Monks – The Transatlantic Feedback« haben die Filmemacher Dietmar Post und Lucia Palacios (beide waren zuvor u.a. schon bei »The Nomi Song« beteiligt) eine Band, die vor 40 Jahren eine einzige LP herausgebracht hat, wieder ins Rampenlicht geholt. Die Rede ist von den Monks, die mit ihrer Musik gleichsam im Alleingang den Sixties-Beat überwanden und dabei ohne psy...

Zur Blödheit amüsiert

  • skug : 87
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In »Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität« setzen Markus Metz und Georg Seeßlen zu einem Rundumschlag aus, der »Blödheit« nicht nur »Blödheit« nennt, sondern gerade in den Produktionsbedingungen von »Blödheit« auch den Kern neoliberaler Ideologie aufspürt.

Foto: Georg Seeßlen

»Space Is Only Noise«

article_5448_jaar_150.jpg Wieder so ein »Wunderkind«, ein »Genie« von eigenen Gnaden, dem die Bürde es jetzt endlich ganz anders und neu zu machen übertragen wird. Dabei ist der 21-jährige New Yorker, dem sein Vater, der Documenta- und Konzeptkünstler Alfredo Jaar, gerne Musik zwischen Erik Satie (schwirrt hier immer wieder als Schatten von Brian Eno durch die Tracks) und Keith Jarrett (wo dann die Probleme anfangen) eigentlich eine gespaltene Persönlichkeit, die...

»Blue Songs«

  • Artist: Hercules & Love Affair
  • Label: Hoanzl, Moshi Moshi
  • skug : 86
article_5447_blue_150.jpg Was soll dazu noch gesagt werden? Es gibt eine neue (transsexuelle) Sängerin aus Venezuela mit Techno-Roots (Aerea Negrots), statt Antony singt nun die Chicagoer Inkarnation von Sylvester Shawn J. Wright, als Gast gibt es Kele Okereke von Bloc Party, der Musiker und Produzent Marc Pistel (Meat Beat Manifesto, Consolidated) gehört nun auch zum festen Kern, produziert hat (über Vermittlung von Marflow/Wolfram) Patrick Pulsinger, und Kim Ann Foxm...

»Violet Cries«

  • Artist: Esben & The Witch
  • Label: Matador/Indigo
  • skug : 86
article_5402_esben_150.jpg Nach dem Hexenhaus nun also »Nightmare Pop«. So nennen die aus Brighton stammenden Esben & The Witch ihre Musik, die sich vor allem durch Verwechslungen auszeichnet. Statt in den dunklem Nebelwald geht es hier auf benebelte grüne Wiesen, die sich auch in jedem romantischen Mystery-Thriller gut machen würden. Wie bei all den unsäglichen TV-Verfilmungen von Gruselstories ist das alles (etwa im Vergleich zu Salem) derart hell ausgeleuchtet,...

»14 Tracks From Planet Mu«

article_5386_14tracks_150.jpg Zum Glück steht am Cover nirgendwo etwas von »Future«. Auch wenn sich viele der hier versammelten Genres (Grime, Dubstep, House, Pop) gerne eine »Post« voranstellen (es kann aber auch wahlweise ein »Balearic« oder »Cosmic« sein). Die sofort ins Ohr springenden Hits sind zwar bei Dubstep im House (»E10 Riddim« von Rossi B & Luca sowie »Airmiles« von Swindel), aber das soll jetzt auf keine falsche Fährte führen. Viel eher deckt d...

»The Beat Generation«

article_5382_beatgeneration_150.jpg Für alle, die HipHop mal mochten und dann in den Nuller Jahren den Weg des geringsten Widerstandes gingen (also das Kapitel für sich einfach abschlossen) eine super Gelegenheit die Ohren wieder zu öffnen und nachzuhören, was sich denn in den letzten zehn Jahren so alles getan hat. Und das war nicht wenig. Von wegen alles nur Gangsta-Shit. Soul (im Sinne von Consciousness) und P-Funk (als Alien-Perspektive) gibt es ebenso wie R&B (mal als ...

»Arowana Sessions«

  • Artist: Christian Nothaft
  • Label: Bodensatz
  • skug : 86
article_5353_cover-nothaft_150.jpg Manchmal kommt Musik daher, die klingt als wäre sie gerade aus einer Flaschenpost, einem Zeitloch geschlüpft, ohne dabei Retro oder Teil eines (stattfindenden, kommenden) Revivals zu sein. Sie macht sich einfach quasi singulär breit, hat mitunter Ticks und Macken wie Einzelkinder und ist auch einem gewissen Autismus nicht abhold. Die zwischen 1998 und 2010 entstandenen »Arowana Sessions« des Münchner Musikers Christian Nothaft fallen genau ...

»s/t«

  • Artist: Nitro Mahalia
  • Label: Interstellar Records
  • skug : 86
article_5351_nitromahalia_cover_640_150.jpg »DIY-post-punk and electronic confusion« steht am Beipackzettel und dazu kann nur gesagt werden, dass es oft die blödesten und banalsten Begriffe braucht, um gewisse Musik auch nur annähernd beschreibbar zu machen. Je abgelutschter desto besser. Hauptsache sie erfüllen ihre Funktion als Zaunpfähle. Machen wir hier ja auch nicht anders. Auch Nitro Mahalia stricken selber und verwirren elektronisch. Nur tun sie dabei nicht so als würden sie ...

»Live P.A.«

article_5323_eg_150.jpg Quasi der logische nächste Schritt: Live in London bei Brendon 'Octave' Harding (Lee 'Scratch' Perry, Adrian Sherwood) eingespielt und von Patrick Pulsinger neu abgemischt und gemastert präsentieren sich Elektro Guzzi gleichsam noch reduzierter wie facettenreicher. Da brechen selbst die üblichen Kraut- und Postrock-Verweise in sich zusammen. Stattdessen erwecken sie Minimal als Kunst der microskopisch kleinen Modulationen und Verschiebungen yo...

»Henry Street Grooves«

article_5304_streetgrooves_150.jpg Das New Yorker House-Label Henry Street Groove hätte ja mit Kenny Dope, Armand Van Helden, DJ Sneak, Little Lou Vega oder Todd Terry echte Schätze zu bieten, nur reimt sich hier »Jazzy« halt leider auf unnötiges Genudel mit Gitarren, Klavieren und Saxophonen über an sich feine Housetracks. Fazit: House als Jazzrock mit Softrock-Touch. Muss das sein?

»What About the Magnetic Fields?«

  • Artist: Space Ranger
  • Label: Love Monk/Groove Attack
  • skug : 86
article_5305_spaceranger_150.jpg Hinter den Weltraum Rangern verbergen sich 3/4 von Stuttgarts Dublex Inc., die 2001 Les Baxters Exotica-Hit »Whatever Lola Wants« als »Tango Forte« erneut auf die Tanzflächen brachten, worauf sie von den Sugarbabes für deren Hit »Round Round« als Co-Producer verpflichtet wurden. Sind also versierte Bastler und richten es sich hier bei maximal 120 Beats pro Minute (gerne aber auch weniger) so richtig ausladend ein. Da klopft Odysseys »Goi...

»Coming Home«

  • Artist: DJ Hell
  • Label: Stereo Deluxe/Warner
  • skug : 86
article_5303_hell_cominghome_150.jpg Nach Tim ›Love‹ Lee, Nightmares On Wax, Boozoo Bajou und Nouvelle Vague kommt nun also auch DJ Hell nach Hause und kompiliert nahe liegendes (Kraftwerk, DAF, Rheingold, Fehlfarben), ein paar Überraschungen (Gilla, Ricky Shane), etwas Exzentrik (Klaus Kinski, Klaus Nomi), ein bisschen Berlin (Ideal, Fischer Z), unverdächtige Kulturgüter (Hildegard Knef, Nina Hagen) sowie wunderliches (City, Eberhard Schoener, Reinhard Mey) zu einer national...

»s/t«

  • Artist: Arthur’s Landing
  • Label: Strut/!K7/Hoanzl
  • skug : 86
article_5302_arthurslanding_150.jpg Hochsympathische, aber dennoch etwas zu ehrfurchtsvolle Hommage-Band ehemaliger Arthur-Russell-WegbegleiterInnen, die zwar die Stücke aber nicht Russells ausgefranste und provisorische Produktionsweisen quasi covern. Erinnern daher eher an Was (Not Was) und Material in einer nicht gerade risikobereiten Disco-Umgebung.

»Disco Love. More Rare Disco & Soul Uncovered«

article_5306_discolove_150.jpg Disco- & Soul-»Re-Edits« vom Northern Soul-Spezialisten Al Kent mit jeder Menge Southern-, Funk-, Latin- und Afro-Zugaben zwischen elegischen Streichern und wilden Jams, wo ein Schmankerl auf das andere folgt. Wenn Hercules & Love Affair von »Disco« reden, ist diese Art von Dancefloor gemeint! Seit der »Cocktail Disco«-Compilation aus dem Hause Dimitri From Paris gab es den schillernden Disco-Underground selten so kompakt zusammenge...

»The MM Mixes, Volume 2«

article_5330_morales_150.jpg Eine weitere remixologische Archivöffnung mit teilweise bisher unveröffentlichten Remixen für Acts wie Harold Melvin, Evelyn Thomas, Brass Construction, War, Candi Staton, First Choice, Logg, Salsoul Orchestra, Inner Life, Double Exposure, Teddy Pendergrass. Disco als Experimentallabor. Mit dabei auch zwei wunderbare Tracks der unlängst verstorbenen Disco-Queen und meist gesampelten Sängerin überhaupt (wir erinnern uns nur mal an »Ride On ...

»Kosher Nostra (Jewish Gangsters Greatest Hits)«

  • Artist: Oz Almog & Shantel
  • Label: Essay/Indigo
  • skug : 86
article_5335_oz-almog-shantel-kosher-n_150.jpg Unter dem Titel »Kosher Nostra. Jüdische Gangsters in Amerika 1890–1980« zeigte der Künstler und Kurator Oz Almog im Wiener Jüdischen Museum 2004/2005 eine Ausstellung zu einem bis dato beinahe sträflichst vernachlässigten Thema. Zwar zeigten Filme wie »Es war einmal in Amerika«, »Der Pate«, »Bugsy«, »Casino«, »Gangs of New York« oder TV-Serien die »The Sopranos« oder »Boardwalk Empire« schon immer mehr oder weniger die Ver...

»Vintage Love«

  • Artist: caTekk
  • Label: houtzekk records
  • skug : 85
article_5169_catekk»vintagelove«_150.jpg Die Liebe gilt hier alten elektronischen Musikmaschinen und deren manuellen Möglichkeiten mittels unterschiedlich gesteckten Kabelverbindungen und jeder Menge dazugehörender Knöpfchen komische Sounds zu produzieren. Kennen wir, mögen wir, nervt auch manchmal. Sympathischerweise steht die experimentelle Ausgangssituation caTekk aka Christoph Abele jedoch ganz im Zeichen von Party On The Dancefloor. Mal wummert es basslastig, mal gibt es sich m...

»Chicken Accelerator«

article_5165_»chickenaccelerator«_150.jpg Dass »Cosmic« immer schon ein gutes Pärchen mit komisch abgegeben hat, dürfte mittlerweile ja keine Neuigkeit mehr sein. Wobei sich das komische meist aus einem zu viel an Ernst und der Weigerung doch einmal das Tanzbeinchen zu schwingen ergibt. Bei den Astro Chicken aus Düsseldorf (woher sonst), steht jedoch vor allem der Spaß und die Freude an einer Musik im Vordergrund, die zwischen Sci-Fi-Kino & TV (jedoch streng nach der Losung »P...

Vom Juke Joint zum Hexenhaus und Retour

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Mit Footwork und Witch House gab es 2010 zwei Genres, die neben den aktuellen Kartographien von Dubstep zwischen Future Bass und UK Funky, endlich mal wieder für jede Menge neuer Ohrenpaare, jedoch auch für ebenso heftige Diskussionen sorgten. Dabei sind sich die beiden näher, als gedacht.

»Elektronische Musik Aus Koeln«

  • Artist: E.M.A.K.
  • Label: Soul Jazz/Trost
  • skug : 85
article_5157_emak._elektronische_musik_150.jpg Schon die gute alte Tante Jolesch wusste: manchmal ist weniger mehr. Denn so groß die Erwartungen nach der Veröffentlichung des Killertracks »Filmmusik« auf dem Soul Jazz-Sampler »Deutsche Electronische Musik« auch waren und so sehr das E.M.A.K.-eigene Label »Originalton West« mit der Veröffentlichung von Oskar Salas »Resonanzen« punkten kann, so sehr geht hier bei dieser »Synthetic History Of E.M.A.K. 1982-88« einiges eher schief. M...

»Cosmic Future Grooves Vol.1

article_5120_cos_150.jpg Library LPs gehörten lange Zeit zu den schmählichst gehassten Produkten kulturindustriell fabrizierter Funktionsmusiken aus  fließbandbetriebenen Tonkonservenfabriken. Das änderte sich spätestens mit dem (neuen erwachten) Interesse an unglaublich seltsamen Musiken. Boten doch all diese ursprünglich für Werbungen sowie als Radio, TV und Film am Reißbrett erdachten Hintergrundmusiken nicht nur jede Menge neues Material für die Sampler...

Aaron Carl R.I.P.

  • Artist: Aaron Carl
  • skug : 67
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Detroits begnadeter DJ-Crooner ist am 30. September einem Krebsleiden erlegen.







Foto: Magdalena Blaszczuk

Hubert Fichte

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»Er wußte, daß unter dem Labyrinth seiner Wahrnehmungen andere Labyrinthe anderer Wahrnehmungen lagen.« (Hubert Fichte: »Der Kleine Hauptbahnhof oder Lob des Strichs«)

Hubert Fichte war eine Ausnahmeerscheinung in der Literaturszene der BRD. Unehelich geboren, Halbjude, schwul, Weltenbummler. Mit »Die Palette« (1968) wurde »Pop« gesprochen (und als »Beat und Prosa« im Hamburger Star-Club performt).

DJ Kicks!

article_4973_holden-dj-kicks-400x400_150.jpg Bekanntlich lockte uns Holden schon in die Disco bevor »Disco« erneut zu einem Thema wurde. In der Zwischenzeit ist viel passiert und Holden wurde zum Star. Das muss kein Armbruch sein, aber sein Dancefloor-Universum ist mittlerweile eines, das sehr nach V.I.P.-Pässen klingt. Jetzt muss in den globalen V.I.P.-Bereichen ja nicht unbedingt das musikalische Äquivalent zu Promi-Shows aus dem Privat-TV laufen. Tut es hier auch ni...

Body Language Vol. 9

  • Artist: DJ Hell
  • Label: Get Physical
article_4971_body-language-vol.-9_150.jpg Wenn DJ Hell mal einen schlechten Tag erwischt muss nicht gleich Feierabend mit der Party sein. Aber vielleicht geht es hier gar nicht um Party. Eine Steh-Party kann ja auch ganz lustig sein. Nur ist bei solchen Anlässen die Musik meist auch zu leise. Oder zu gewählt ausgesucht. Hier gibt es jedenfalls jede Menge anspruchsvolle Musik, die gleich gar keine Diskussionen über etwaigen Hochglanz-Trash aufkommen lassen will, weil sie sc...

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Wed 22.02.2012 20:30: hidden orchestra »night walks« | porgy&bess | vienna

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Tue 28.02.2012 22:00: ronin | rhiz | vienna

 

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