Gute Ideen müssen nicht immer neu sein. Es genügt schon dem Anlass zu entsprechen und dann können eigentlich nur noch die damit Beauftragten Mist bauen. Die Idee: Der in den Archiven gelagerte Backkatalog des verdienstvollen Reggae/Dub-Reissue-Labels Blood & Fire (u.a. Ultrakapazündlerisches wie Horace Andy, Yabby You, King Tubby, U Roy, The Congos, Impact All Stars) wird zur Weiterverarbeitung freigegeben. Teilgenommen haben an diesem Tag de...
»Es gibt kein geregeltes Leben« singen Milch unter der Co-Produzentenschaft von Harold Faltermeyer (ja, genau der!) und das wäre auch ein ganz schönes Motto für die nunmehr schon vierte Werkschau in Sachen internationalem Gigolo/Gigolettatum. Denn um geregeltes Arbeiten/Leben in Technohausen und Electronien geht es hier bekanntlich schon lange nicht mehr. Weshalb es diesmal auch zwei CDs braucht, um die aktuellen (und bei weitem noch lange n...
Ja, was soll ich groß sagen? An diesen prallvollen Samplern mit Ska, Rocksteady, Reggae, Dub sowie Soul und Funk aus Jamaica dürfte sowieso kein Weg vorbeiführen. Auch diesmal wurde tief in die Schatzkiste gegriffen, wobei besonders Tenor Shaws schon auf dem »200% Dynamite«-Sampler zu findendes »Ring The Alarm« in Doppel-Conference mit Buju Banton und Barrington Levys »Original« des Jungle-Knallers »Under Me Sensi« ausgezeichnete ...
Nach den CD-Veröffentlichungen des klassischen Frühwerks (incl. diverser Bonushappen und der legendären »23 Minutes In Brusseles«-Saalschlacht) liegt mit »Half Alive« nun sozusagen der musikalische Grundkorpus von Suicide allgemein zugänglich vor. Die 1981 erstmals erschienene dritte Veröffentlichung des damals epochemachenden Cassette-Only-Labels R.O.I.R. (mit Liner-Notes des nicht minder legendären »Rock«-Schreibers Lester Bangs) ge...
Dem 1999 verstorbenen Augustus Pablo verdankt bekanntlich das »Kinderinstrument« Melodica seine Existenz in allem möglichen, irgendwie von Dub/Reggae beeinflussten Musiken. Wobei eines der großen Verdienste von Augustus Pablo wohl auch darin zu suchen ist, dass er die Melodica in seiner Musik nie im Sinne eines »Kinderinstruments« eingesetzt hat. Was aber noch wichtiger ist, seine Variationen/Improvisationen über Dubs und Versions von...
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Artist:
Terrence Dixon
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Label:
Tresor
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skug :
43
Es wird gewesen sein. Berichte aus der Zukunft, die X-te. Terrence Dixon führt wieder einmal vor, warum Techno aus Detroit eine Sonderstellung hat, die sich nur alleinig aus historischen Pionier/Eckdaten ableiten lässt. Auch Dixon?s Tracks schrauben sich durch unterschiedliche Realitätstunnel, sind ready für multiple Use-Möglichkeiten und sind dabei genau von jener Beschaffenheit, die eine Destination wie (Dance-)»Floor« braucht, um zum »...
Mit ihrer Pop-Psychedelic »From Beyond Space Valley« nehmen die Earthlings? schon mal Fäden auf, die lose aus zerschlissenem Strickwerk mit vergilbten Swell Maps-Aufnähern heraushängen. Soll heißen, hier wird Entgrenzung, Zerdehnung und Komplettverquirrlung von Kleinformatigem (Pop-Songs) mit den Mitteln methodisch angelegter Exkurse in Regionen, wo Wahnsinn und Chaos als Ordnungsprinzipien angesehen werden, durchgesetzt. Also duckert ...
Und wieder so ein 60jähriger Newcomer auf Fat Possum, dem das »Bad Luck« reichlich eingeschenkt hat. Sprödester Country-Blues, der nur zweimal durch ein auch eher rudimentär in Erscheinung tretendes Schlagwerk so was wie eine formale Gesetzmäßigkeit bekommt. Mit feiner und scharfer Klinge grob geschnitzter Wellblechholzverschlag-Hardcore-Blues, der bei der Austreibung böser Geister jedoch alle Zeit der Welt zu haben scheint. Nix zum...
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Artist:
Chekov
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Label:
Deck8
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skug :
43
Der hat bisher ja auch immer eher den direkten Weg zum Witz gesucht. Diesmal jedoch eher wie Jerry Cotton vor einer fotografisch reproduzierten New Yorker Skyline in einem bundesdeutschen Filmstudio, wo Hippiegitarren aus Nicht-Hippie-Filmen und Psychedelic-Samples aus Anti-Drogen-Schulfilmen zu einer Art »Krautsploitation« zusammengemixt werden. Warum Chekov diesmal nicht alle Längen mal in die Trip Hop-Falle schlittert, mag wohl vor allem an...
Nach zwei hochgefeierten Craft-Releases »Psychology Of The Soul« und »Action Extensions« (mit Demon Flowers/Men @ Arms-Remixen des »Electro Juice, Vol. 2«-Hits »Action«) gibt es vom Wiener DJ und Producer Alex Is My Bro gleich zwei Neuigkeiten zu berichten. Da wäre einmal das neugegründete Label Shade Recordings, das so heißt, weil es selbst heute noch junge Menschen gibt, die Jim Morrisons Gedichtband »American Prayer« lesen, d...
Curd Duca, a musician from Vienna sojourning in sunny Florida during the cold Austrian winters, might be called a slow burner. Since 1992 he's been releasing his »Easy Listening« series of electronic space-lounge exotica for the disco 2000, but it was not until now that the one-time outsider, who had always been regarded as a quirky eccentric, has been acknowledged as one of the major electronic musicians of the nineties.