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Weltmeister der Improlangstrecke

article_8468_copyright_thenecks_150.jpg The Necks auf Welttour, mit einem Zwischenstopp in Salzburg.

Midlifetränen in Moll

  • Artist: John Grant
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Pst, nicht weitersagen, aber John Grant spielt am 8. November 2016 im Wiener WUK.

»John Grant tourdates

Von der Soundhölle in die Badewanne

article_8458_cdbimpro_1_650_150.jpg Dem Gott des Lärms sei’s gedankt, es gibt wieder hörenswerte Musik im großen Gemüsegarten von Noise, Impro und experimenteller Musik. Ein kleiner Rundgang mit Tonträgern von Aspec(t) Zalaski, Fred Frith Trio, Don Cherry, Pierre Favre, Léon Francioli, Irène Schweizer, John Tchicai, Edith Allonso und Ivar Grydeland.

Take me back to Nickelsdorf
21.7.-24.7.2016

article_8442_nik_150.jpg Das Festival für freie und improvisierte Musik, das keine Grenzen kennt – sei es zwischen Stilen, Nationen oder Generationen.

Renegades of Music

article_8427_cd_rene_1b_150.jpg Ein launig-experimentelles Neuerscheinungspanoptikum mit Tonträgern vom Hedvig Mollestad Trio, Trio Trara, Pascal Niggenkemper, Katharina Klement, Martin Siewert, Norbert Möslang, Ilia Belorukov, Kurt Liedwart und Quentin Sirjacq.

Einmal Selbstverinnerlichung und retour

article_8412_cd_popcc_1a_150.jpg Aktuelle Neuerscheinungen zwischen politisch konturierter Popmusik, in sich versponnenen Soundwelten und sinnentleertem Rock’n‘Roll. Mit aktuellen CDs von Anohni, P. J. Harvey, Radiohead, Sonnier, Tenniscoats und White Denim.

Schubert revisited

  • Artist: Barbara Kinga Majewska, Emilia Sitarz, Franui, Joanna Halszka Sokołowska, Uwe Rasch
  • Label: Bôłt Records, Col Legno , Gruenrekorder
article_8385_cd_modernista_1_150.jpg Eine Spurensuche nach dem Status Quo in der zeitgenössischen Klassik mit angewandten Hörbeispielen bzw. Neuerscheinungen von Joanna Halszka Sokołowska, Barbara Kinga Majewska, Emilia Sitarz, Uwe Rasch und Franui.

Maja Osojnik – Eine marschierende Armee von Soundstörungen

article_8340_maja_c_rania_moslam_150.jpg Ein Interview mit der slowenischen Experimentalmusikerin Maja Osojnik anlässlich ihrer neuen Platte »Let them grow«. Die in Österreich lebende Sängerin, Flötistin und Komponistin hat mit so unterschiedlichen MusikerInnen wie Eva Reiter, Angélica Castelló, Matija Schellander, Katharina Klement, Billy Roisz, Philipp Jagschitz, Bernd Satzinger, Mathias Koch, Clemens Wenger oder den Noise-Rockern von Bulbul (broken.heart.collector) zusammengearbeitet...

One more time for Thanos

article_8338_cd_exp_jono_1_150.jpg Einmal quer durch den Gemüsegarten zeitgenössischer Experimentalmusik mit Neuerscheinungen von Thanos Chrysakis, Chris Cundy, Martijn Tellinga, Band Ane, Frank Benkho, Lubomyr Melnyk, Erik Griswold, Jono El Grande & Mia Zabelka.

Eternal Circle ... hopefully
In Memoriam David Bowie, 1947–2016

article_8332_bowie_800qu_150.jpg Wir drehen uns rückwärts im Kreis. Zumindest in der Popmusik. Das wissen wir ja schon längere Zeit. Nehmen wir zum Beispiel David Bowie. Das von Jonathan Barnbrook gestaltete bzw. überschriebene »Heroes«-Cover von »The Next Day« (2013) hat uns diese Botschaft geradezu auf die Nase gebunden. Dementsprechend präsentierte »The Next Day« nicht bloß eine Rückkehr zu seinen Berliner Tagen und dem damaligen Produzenten Tony Visconti, sondern auch eine m...

Das Blaue im Grünen

article_8330_cd_jazz_zero_150.jpg Ein Rundgang durch hörenswerte Jazzneuerscheinungen mit Die Hochstapler, Emiliano Sampaio Mega Mereneu Project, Klaus Heidenreich Quartet & NDR Bigband, Spaceheads, Aly Keïta, Jan Galega Brönnimann, Lucas Niggli, Aruán Ortiz Trio, Harry Pepl & Clemens Salesny, Martin Mayer, Peter Primus Forsch, Agnes Heginger, Ken Aldcroft und dem Harri Stojka Jazz Ensemble

Das Improbiest und die Fjordhütte

article_8281_cd_improb1_150.jpg Eine Tonträgerrundschau zum Thema Impro mit elektroakustischen Einsprengseln, feat.: Alfred 23 Harth, Marcel Daemgen, Jörg Fischer, Michael Wintsch, Christian Weber, Christian Wolfarth, Jean-Luc Guionnet, Seijiro Murayama, Tetuzi Akiyama, Jason Kahn, Toshimaru Nakamura, ByZero & Mia Zabelka, Boris Hauf, Martin Siewert, Steve Heather, Ohne kane bresln und Monkeyplot.

»Senza Fine«

article_8238_255_cover_mittel_150.jpg Ja, wenn man auf das Akkordeon steht, ja, dann ... Also wenn man dieses Instrument wirklich liebt, seinen unverwechselbaren Klang, der hoffnungslos reminiszent und nostalgisch, aber eben auch vielschichtig und zur pompösen Dissonanz bestens geeignet ist ... Ja, wenn man dieses Instrument mag, dem auch ruppige Dilettanten mitunter Bemerkenswertes abringen, das aber vor allem eine Einladung für Virtuosen ist, diesem diffizilen Kasten ein Füllhorn a...

»Blossom Bells«

article_8230_hubrocd2525_150.jpg Vor drei Jahren hat er es schon mal gemacht, der gute Erland, seines Zeichens umtriebiger norwegischer Drummer mit Hang zum einsamen Experiment. Auf seinem Solodebut »Rolling Bomber« stand aber die Liebe zur kuriosen Sounderzeugung viel stärker im Vordergrund, das Resultat war dementsprechend ziselierter und zerrissener (siehe auch hier). Auf »Blossom Bells« ist die Liste der verwendeten Instrumente zwar ebenfalls lang und reicht von Trommeln aus...

»Aynama-Rtama«

  • Artist: Alif
  • Label: Nawa Recordings
article_8236_alif_150.jpg Im bunten Haus der Weltmusik gibt es eine Menge verstaubter Ecken. Oft wird ja von Musikern, die sich auf die Musiktraditionen ihres Landes berufen, ein, sagen wir, hochkultureller Umgang mit diesem Erbe erwartet. Daraus folgt dann entweder ein bemühter Ethnojazz oder ein knochentrockenes Wiederholen von Formeln, die schon Jahrhunderte auf dem Buckel haben. Oder es geht eben doch in Richtung Pop bzw. Weltpop, aber da meckern die Kulturwächter län...

»Compressions & Rarefactions«

  • Artist: Kenneth Kirschner
  • Label: 12K
article_8233_kennethkirschner_150.jpg »Compressions & Rarefactions« vom New Yorker Kenneth Kirschner wandert als CD mit Downloadzugang über den gut sortierten Ladentisch. Die CD präsentiert zwei Stücke bzw. 55 Minuten, die »Compressions«, der Download legt drei Stücke bzw. 350 Minuten nach, die »Rarefactions«. Knapp sieben Stunden also alles zusammen, eine Geduldsprobe für Freunde moderner Klassik, die jedoch durchaus ihren Reiz hat, zumindest wenn man sich irgendwo zwischen Mort...

»Welcome Back«

article_8229_schben_150.jpg Darf man das eigentlich? Sich so bedingungslos in die Vollen schmeißen? Ohne jeden Genierer davor, dass die Spiellaune beizeiten durchprescht, als hätte man einem Pferd die Sporen geben? Nur dass das liebe Pferdchen ein ehernes Jazzherz besitzt und in seinem Galopp quer über die Felder von Swing bis postatonalem Jazz braust und dabei mal perkussiv entfesselt in der Geraden bleibt, dann wieder harmonisch wild wuchernd bockt und Volten schlägt? »We...

»Exaiphnes«

article_8237_cs310_150.jpg Der griechische Komponist Thanos Chrysakis verlangt seinen HörerInnen in der Regel ziemlich viel ab, schroffe Soundwelten treffen auf anspruchsvolle Konzeptionen – mitunter schmeißt da auch eine aufgeschlossene Hörerin die experimentelle Flinte ins Neutönerkorn. Dennoch mehren sich die Stimmen, die neben Chrysakis’ Kompromisslosigkeit und Fokussiertheit auch den enormen qualitativen Anspruch seiner Arbeit hervorheben und folgerichtig seine Außerg...

»We speak whale«

article_8228_moestroem_150.jpg Führen wir zunächst einen sperrigen Begriff ein: Unentscheidbarkeit. Über den stolpern wir sofort, torkeln ein wenig, drehen uns um die eigene Achse, mäandern wie eine quirlig gespielte Bassklarinette, bis Synthesizergeschwurbel, Knacksen und Knistern jeden Anflug von harmonischer Gefälligkeit zerstäuben, aber schon pirscht ein Piano heran und ohrfeigt uns mit schroffen Akkordclustern. Was war das jetzt, was ist das jetzt? Improvisation? Kann es ...

»The Arrival«

article_8203_cd_arrival_150.jpg Sehr stringent werkelt man beim Schweizer Label Intakt Records dahin. Es gibt eine mittlerweile hübsch angewachsene Familie von Interpreten, allesamt international renommiert, etwa Aki Takase, Alexander Schlippenbach, Oliver Lake, Fred Frith oder Mary Halvorson, um nur ein paar Namen zu nennen, die nicht selten zusammen mit großartigen Schweizer MusikerInnen spielen, etwa Iréne Schweizer, Omri Ziegele, Christoph Irniger oder Heiri Känzig, um erne...

»Bastards«

article_8202_cd_ahkosmos_150.jpg Den netten Bandnamen Ah! Kosmos hat die aus Istanbul stammende Produzentin und Musikerin Başak Günak erfunden. Die junge Dame hat ein großes Herz für Elektroromantik, sie komponiert sonst eher für Tanz- und Theaterstücke, Installationen, Performances etc. Mutmaßlich sphärische Elektroakustik mit einschlägigen Spielereien, womöglich aber auch nicht, who knows. In »Bastards« schlägt sie jedenfalls einen hübschen Haken in Richtung Trance oder Dance ...

»Dark Matter/Dark Energy«

article_8201_cd_membranes_150.jpg Man muss ja nicht, man kann ja nicht alles kennen. The Membranes etwa sind mir bisher weitgehend entwischt, obwohl ich durchaus ein Faible für trockenen Post-Punk habe. Gang of Four, Joy Division, The Wire oder The Fall, um nur ein paar Beispiele zu nehmen. Das Frühwerk der Membranes (gegründet 1977!) schlängelt sich irgendwo zwischen diesen musikalischen Slalomfahnen durch. Die Singles »Ice Age« oder »Fashionable Junkies« könnten z.B. ein glatte...

»The Scrambling Ex«

  • Artist: Van Huffel/Willers/Steidle
  • Label: FMR-Records
article_8200_cd_scrambling_150.jpg Der Saxophonist Peter Van Huffel hat erst vor kurzem mit seiner Band Gorilla Mask eine recht kraftvolle CD veröffentlicht, gestandener Improjazzrock, der irgendwo zwischen fröhlicher Dissonanz und krachiger Widerborstigkeit angesiedelt war. Mit dem Gitarristen Andreas Willers und dem Schlagzeuger Oliver Steidle zeigt er sich von seiner jazzigeren Seite, bleibt aber dem Impro und der geerdeten Ruppigkeit durchaus treu. So hören wir hier eine durch...

»Rastlos«

article_8197_cd_synesthetic_150.jpg Noch eine gelungene CD des 2004 gegründeten Wiener Labels. Vincent Pongrácz ist trotz seiner Jugend (geb. 1985) kein unbeschriebenes Blatt mehr. Vor zwei Jahren leitete er die Stageband im Porgy & Bess, bald darauf gewann er den SKE Pulicity Preis. Auf der im vorigen Jahr erschienen CD »Woody Black 4«, eingespielt von einem Bassklarinettenquartett, fanden sich einige seiner Kompositionen, und nun folgt mit »Rastlos« ein feines Ensemblewerk de...

»Vulnicura«

article_8185_björk-vulnicura_cover_150.jpg Es ist wie in die Villa eines Promis einzubrechen. Muss sich doch lohnen! Gemälde, Schmuck, sünd- teure Wäsche, irgendwas muss herumliegen! Aber: Fehlanzeige! Die Villa halbleer, nicht einmal mehr die verstaubten Goldenen Schallplatten hängen an den Wänden. So ähnlich ist es vielleicht den Typen ergangen, die Björks neue CD »Vulnicura« geleaked haben. Große Langeweile strömt uns von diesen neun Tracks entgegen, die sich alle um das Thema Liebe un...

»Music For The Motion Picture Victoria«

article_8170_cd_frahm_150.jpg Der Hamburger Pianist und Komponist mit dem existenzialistischen Hipsterbärtchen veröffentlichte 2005 sein erstes Werk (die CD mit dem schönen Titel »Streichelfisch«) und wanderte bald darauf zu Erased Tapes, einem mittlerweile ziemlich angesagten Londoner Label für arty music und mit großem Faible für deutsche Künstler. 2011 gelang Frahm mit dem Album »Felt« ein großartiges Kunststückchen (siehe auch http://www.skug.at/article5766.htm). Sein zuv...

»The Baltica Years«

  • Artist: Ben Zimmerman
  • Label: Softeare Recording Co.
article_8169_cd_zimmerman_150.jpg »Monochromatic computer music« trifft es sehr hübsch, was wir hier hören. Der in Brooklyn tätige Soundtüftler Ben Zimmerman veröffentlicht auf »The Baltica Years« Heimstudioarbeiten aus den Jahren 1992 bis 2002, aufgenommen mit der Soundverarbeitungssoftware Tandy Deskmate. Wir hüpfen also – vor allem auf den ganz frühen Stücken – in die Kinderschuhe digitaler Soundverarbeitung … nein, eigentlich doch die ganze Zeit über. Das wäre nicht allzu bem...

»Cucharas de Arena«

article_8168_cd_cannet_fit_150.jpg »Sehr eingängige Experimentalmusik? Etwas sperriger Pop? Oder ist es gar anspruchsvolles Alleinunterhalterinnenprogramm für die Avantgardehochzeit, wo man IDM tanzt?« So steckt Christine Schörkhuber eigenhändig die Zaunpfähle und damit das Terrain für ihr neues Album »Cucharas de Arena« ab. Es ist ein Soloalbum und doch ein Album, in dem ganz viel Welt steckt. In Teheran, Bukarest, Buenos Aires, Haag, Istanbul oder am Schwarzen Meer hat die Künst...

»Multicoloured Shadows«

article_8160_cd_petit_150.jpg Noch so ein Elektroakustiker mit unermüdlichem Output. Unter seinem eigenen Namen bzw. in Form von Kollaborationen hat der Franzose in den letzten sechs Jahren 36 Tonträger veröffentlicht. Das muss man sich mal im Pop vorstellen! Ein Pharrell Williams, der pro Jahr sechs Alben veröffentlicht! Selbst wenn da ein Hit dabei wäre, die Leute würden gar nicht wissen, wo sie ihn suchen sollten. Nein, nur ein Scherz. Die Soundkonservenüberproduktion in d...

»Decoder Ensemble«

article_8135_cover_800_150.jpg Es geht nichts über eine so richtig knackige Einspielung zeitgenössischer Musik. Halt, schon falsch! Denn der Begriff an sich, »zeitgenössisch«, den darf man sich ja eigentlich nicht anders als in ver- gilbten Buchstaben und mit reichlich Staub an der Oberfläche vorstellen. Den muss man erst mal wegpusten. Decoder, das aus Hamburg stammende Ensemble für aktuelle Musik, macht das schon in der Selbstbeschreibung, da eben nicht von zeitgenössischer,...

»Vantdraught 10«

article_8137_deno_150.jpg Endlich wieder schamlose Minimal Music nach klassischem Schema! So wie damals in den, na, sagen wir, frühen 1980ern, als Leute wie Philip Glass, Steve Reich, Michael Nyman oder John Adams gerade ziemlich angesagt waren, dann aber wahlweise sehr gute Filmmusiken, sehr langweilige Opern, sehr uninspirierte Instrumentalwerke oder ganz einfach belanglosen, verkitschten Schrott am Fließband produzierten. Weswegen sich ein gewisser Mainstream-Minimalis...

»Soft Power«

  • Artist: A. J. Holmes & The Hackney Empire
  • Label: Singing Dune Records
  • skug : 103
article_8139_soft_power_cover_150.jpg Eddie Argos anyone? Der Sänger der Spaß-Indieband Art Brut? Einst eineinhalb CDs lang der heißeste Hipster-Scheiß, dann eine Spur zu angesagt, um noch irgendeinen Hipster ein stylisches Bartkratzen abzuringen. Und dann, zu allem Überfluss, kamen den ohnehin stets nach demselben Strickmuster gefertigten Songs auch noch jegliche Melodiösität abhanden. Argos »sang« ja seine Songs nur zu, sagen wir, 13 Prozent, der Rest war launig-lässiges Geplapper,...

»Blage 3«

article_8140_blage3_150.png Es ist alles eine Frage der richtigen Dimension, oder? Wenn man ein Kuppelfresko auf eine Briefmarke presst, bleibt nicht mehr als der Wiedererkennungswert übrig. Auch in der Musik ist das mitunter so. Es gibt Musik, die muss atmen, muss sich entfalten, die braucht Zeit, um zu ihrer Wirkung zu kommen. Unter diesem Vorsatz hat sich ein Berliner Ensemble, kuratiert vom Pianisten Simon James Phillips, in ein Tanzstudio begeben und eine fünfstündige,...

»Dysnomia«

article_8138_dawn-of-midi-dysnomia_150.jpg In mindestens zweifacher Hinsicht ist dieser Tonträger eine Besonderheit. Zum einen fesselt der hypnotisch-minimalistische Drive dieser sechs leicht retardierten Stücke von Anfang an. Wir hören ein reines Akustiktrio, Piano, Bass und Schlagzeug, aber so extrem zurückgenommen in melodisch-harmonischer Hinsicht, zugleich so hammerhart perkussiv auf allen Instrumenten gespielt, dass sich daraus eine schlafwandlerische Balance zwischen Meditation und...

»The Conny Plank Session«

article_8136_dukeellington_150.jpg »The Conny Plank Session« sind bislang verschollene und unveröffentlichte Duke Ellington-Aufnahmen, zwei Stücke (»Alerado« und »Afrique«) in je drei unterschiedlichen Takes, aufgenommen vermutlich April oder Juli 1970 in einem Kölner Studio. Als verantwortlicher Toningenieur zeichnete Conny Plank verantwortlich, der später etwa die Scorpions produzierte. Wie man die Wichtigkeit dieser Aufnahmen wertet, hängt wohl davon ab, wie man zu Sir Duke Ell...

»Octopus«

  • Artist: Christoph Irniger Trio
  • Label: Intakt
article_8130_cd_irniger_150.jpg Auf den zwei vorangegangenen CDs »Gowanus Canal« (2013) und »Italian Circus Story« (2014), die auch auf Intakt Records erschienen sind, hat der Schweizer Saxofonist Christoph Irniger im Grunde schon recht eindrucksvoll bewiesen, dass er sein jazziges Metier beherrscht. »Gowanus Canal«, ebenfalls im Trio mit Raffaele Bossard am Bass und Ziv Ravitz an den Drums eingespielt, war eine stimmige, noch ein wenig nach Halt suchende Angelegenheit, »Italia...

»Qui-pro-quo-dis«

  • Artist: Emißatett
  • Label: schraum
article_8129_cd_emissatet_150.jpg »Qui-pro-quo-dis« ist ein Debüt, die erste Veröffentlichung des Kölner Quintetts Emißatett der Cellistin Elisabeth Fügemann. Im Kern ein Trio mit Philip Zoubek, einem österreichischen Pianisten, und Etienne Nillesen an den Drums. Auf mehreren Stücken wächst das Trio aber zum Quintett an, mit Matthias Muche an der Posaune und Robert Lanfermann am Kontrabass. Die Besetzung verrät es schon, wir befinden uns in der Kammerkonzertecke, nur eben mit sta...

»Venus«

  • Artist: Lars Graugaard
  • Label: Dacapo Records
article_8128_cd_graugaard_150.jpg Mehrere Seiten lang versucht uns der Komponist Alejandro Guarello zu überzeugen, warum die vier Kompositionen des dänischen Komponisten Lars Graugaard (aka Lars from Mars) auf seiner neuesten CD »Venus« sich zwar im unmittelbaren Fahrwasser der zeitgenössischen Moderne befinden, dennoch einzigartige Statements sind, die auf einen unverwechselbaren kompositorischen Zugang beruhen und sich zugleich widerständig gegenüber Hörgewohnheiten verhalten, ...

Radiation

article_8123_mono081_front_150.jpg Den Australischen Drummer Tony Buck kennt man vor allem als umtriebigen Gast bei unzähligen Impro-Sessions, oftetwas übereifrig auch gleich auf CD gebrannt. Mit seiner Kombo Transmit bewegt er sich aber mehr in die Post-(Noise)-Rock-Ecke. Ihm zur Seite stehen MagdaMayas an den Keyboards und der psychedelisch gebürsteten Orgel, weiters James Welburn am Bass und Brendan Doughety als Drummer. Der Einstiegstrack »Vinyl« ist kompromissloser, tighter, ...

All das klebrige Zeug

article_8124_cdkitsch_cover_150.jpg Eine Naschreise durch Neoromantizismen unterschiedlichster Ausprägung. Mit Neuerscheinungen von Maria Gstättner, Erik Friedlander, Takaakira Goto, Chihei Hatakeyama, Werner Dafeldecker & Nicholas Bussmann, Aidan Baker & Idklang, Chapelier Fou, Jean-Jacques Perrey & David Chazam sowie Økapi.

»Hairless Toys«

article_8119_cd_roisin_150.jpg Auch für Musikerinnen gibt es so etwas wie eine Babypause – und die bedeutet meist, dass man die Sache nun langsamer angeht. Elementare Erfahrungen wurden gemacht, die Dinge neu bewertet. Manchmal tut das dem eigenen Schaffen gut, öfters beginnt damit die mittlere Schaffensperiode, die sich mit dem Wort »medium« meist treffend beschreiben lässt – ein bisschen ausgebremst im Elan, ein bisschen abgeschliffen an den Kanten. Bei Róisin Murphy, von de...

»It’s all about breaking the wall«

  • Artist: Philipp Kienbergers Luzid Chaos
  • Label: Freifeld Tonträger
article_8118_cd_kienberger_150.jpg Das hätte so ja gar nicht stattfinden sollen. Eigentlich wollte Bassist Philipp Kienberger, Mitglied der Post-Hardcore-Punker Jakuzi’s Attempt, nur einige Möglichkeiten ausloten, etwa »die Klang- möglichkeiten der am Jazz orientierten Musik, in Ausdruck und Direktheit jedoch am Feld der experimentellen Avantgarde orientiert«. Oder mit anderen Worten: »eine Band gründen, die alle Konventionen bricht«. Da lacht er dann selbst. Na klar, wer will das...

»La vide parfait«

  • Artist: Gabriel Ledoux
  • Label: Acte
article_8117_cd_ledoux_150.jpg Die gute alte Kunst! Was darf sie, was darf sie nicht? Darf sie zum Beispiel Tondokumente vom Jonestone Massaker (1978), von Sektenmassenselbstmord in Waco (1993) oder vom Amoklauf in Columbine (1999) verwenden, um sie in einen neuen Kontext zu verfrachten, um sie mit einem Soundtrack im weitesten Sinne zu versehen – und sie also gewissermaßen in »Kunst« umzuwandeln? Natürlich versteht sich »La vide parfait« nicht als Soundtrack, es ist ein Klang...

»szene instrumental«

article_8093_cd_denovaire_150.jpg Mit der CD »szene instrumental, live@rtv slovenija« von Denovaire betreten wir ein Impro-Zwischenreich, das reine Improvisation mit Komposition zusammenführt, manchmal in Mischformen, manchmal stärker Richtung Komposition neigend. Es ist eine etwas eigenwillige Klangwelt, die uns hier begegnet, denn auch die komponierten Stücke sind von einer gewissen Impro-Gestik durchdrungen. Zugleich legt sich ein leicht meditativer Schatten über das Geschehen...

»The Voice Within«

article_8094_cd_fatima_spar_150.jpg Fatima Spar und das Jazz Orchester Vorarlberg zusammenzuführen, das ist wie 2 und 2 zusammenzählen. Das ergibt bekanntlich Vier und ist ebenso bekanntlich das Resultat von 2 mal 2 bzw. 2 hoch 2. Die letztere Schreibweise ist zutreffender, denn auf das »hoch« kommt es an, das ist, was eigentlich herauskommt: Hochstimmung, Hochgenuss, Hochform, um nicht zu sagen, Höchstform. Aber genug der Wortspielerei. Muss man die türkischstämmige Vorarlbergerin...

»Pond«

article_8092_cd_huntsville(1)_150.jpg Ein typisch untypischer Fall von: »Ja, was ist denn das!?« Das seit 2006 existierende norwegische Trio besteht aus Ivar Grydeland (electric guitar & electronics), Ingar Zach (percussion & more) sowie Tonny Kluften (bass) und ist von seiner ursprünglichen Bestimmung her eher ein Trio für improvisierte Musik. Aber um Genrezugehörigkeiten oder –notwendigkeiten kümmert man sich hier herzlich wenig. So beginnt der erste, viertelstündige Track ...

»Calvary Greetings«

  • Artist: Stepmother
  • Label: Knockem Dead Records
article_8091_cd_calvary_150.jpg Ja, was ist denn das? Schöne Grüße von Captain Beefheart und Frank Zappa, gemixt mit einem Hauch Progrock, Freakjazz und Nonsense. Stepmother ist ein anglo-amerikanisch-holländisches meeting of postrock spirits, oder, wie das Label durchaus treffend anmerkt, die Reunion einer 1980er Experi- mentalrockband, die nie existierte. Außer vielleicht, man denkt sich ein Amalgam von The Residents, Devo und Pere Ubu sowie einem Schuss Eugene Chadbourne. Mi...

Du holde Improvisation

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Zwischen Free Jazz, freier Impro und sonstigen Virtuositätsexzessen: Neuerscheinungen von Uneven Eleven, Bryan Eubanks/Jason Kahn, John Butcher, Frith/Weber/Studer u. a. 

»Winter Suite«

article_8066_cd_trabant_echo_150.jpg Das Zirkuszelt ist fleckig und rissig. Der Kamera fährt nichts desto trotz darauf zu, durch den schattigen Eingang hinein in die Arena, wo vor halbleeren Sitzreihen der Conférencier seine große Ankündigung spricht: »... klassizistische Charaden, neobarocke Popkunst, ein Drahtseilakt zwischen Pop und Klassik, zwischen Kammerkonzert und Popminimalismus, meine Damen und Herren, Ladies and Gentlemen ...« Die Kamera fährt weiter und gleitet an seinem ...

»Entanglement«

article_8065_cd_price_150.jpg So klingt ein selbsterfüllter Herzenswunsch. Der Komponist und Erfüller ist der Brite Michael Price, den mehr Leute kennen, als sie glauben, schließlich hat Price den Soundtrack für die BBC-Serie »Sherlock« geschrieben. Nicht eine dieser alten faden BBC-Serien, sondern das herrlich überdrehte Update, das Benedict Cumberbatch und Martin Freeman nach Hollywood katapultierte. Apropos Hollywood: Price werkte auch am Soundtrack zum »Herr der Ringe« mi...

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Tue 20.12.2016 21:00: salon skug – live: fritz ostermayer | chor guan ng | leftovers | rhiz | vienna


Thu 01.12.2016 : [~23.12] der musikalische adventkalender | 1.~23. bezirk | vienna

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Fri 02.12.2016 : [~7.12.] freischwimmer festivel – family affairs | brut | viennna

Tue 06.12.2016 21:00: las kellies | rhiz | vienna

Wed 07.12.2016 19:30: die strottern | theater am spittelberg | vienna

Thu 08.12.2016 20:30: austrian jazzcomposers orchestra (alias nouvelle cuisine) | porgy&bess | vienna

Sat 10.12.2016 21:00: cut surface 002: albumrelease bruch | rhiz | vienna


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