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»Saman«

article_7807_gunnardottir-1_150.jpg Eine Frau und ihr Cello, Kapitel 17, Überschrift: »Der Tag der Grashalme«. Es entsteht tatsächlich eine eher gegenständliche Stimmung, wenn man sich in diese meditative CD versenkt. Man wähnt sich in einem sehr langsamen Film oder einem entsprechend episch angelegten Roman, der irgendwann im Mittelalter spielt, könnte aber auch ein futuristisches Mittelalter sein, nach dem Untergang aller Zivilisation. Die Wiesen sind verwildert, der Wind weht üb...

.»Catalogue des Arbres«

article_7808_kwartludium_150.jpg Um einen Katalog der Bäume geht es hier, dabei kann es sich natürlich, da es um Musik geht, nur um eine naturalistische Metapher handeln, die in einem unnaturalistischen Sinn umgesetzt wird. Nicht zuletzt schwebte dem Komponisten Michal Jacaszek der »Catalogue d’ Oiseaux« vor, jene Vogelgesangsvariationen, die so eng verwoben mit dem Werk von Olivier Messiaen sind. Bloß sind, als musikalisches Ausgangsmaterial betrachtet, Vogelgesänge und Bäume d...

»Passage«

article_7801_flunger-scheib-passage_150.jpg Ein hübsch eigenwilliges Werk hören wir hier, eine Schlagwerk-Bass-Kollaboration zwischen Jazz und Avantgarde. Während der Bass des deutschen Stefan Scheib eher in traditionellen Gefilden wandelt, bis hin zu angedeuteten walking lines, nimmt sich die Percussionsarbeit der Luxemburgerin Elisabeth Flunger nahezu alle metallurgischen Freiheiten. Wir hören in Wahrheit Percussionsstücke für metallische Objekte, die aber sehr stimmig vom Bass gerahmt, ...

»Alien Whale«

article_7800_a0516531367_10_150.jpg Ein Quickie, schnell und kompromisslos, das ist diese CD/EP, mit nur drei Stücken, insgesamt knappe 17 Minuten lang. Im Grunde müsste man die Sache und jazz/rock/free/impro verbuchen, aber weil die drei Herren, die sich unter dem Bandnamen Alien Whale zusammengetan haben, allesamt aus Brooklyn stammen, und zu ihren Referenzen bzw. ehemaligen Kollaborationen Bands wie Fluxus, Boredoms oder Sonic Youth zählen, sind wir eine Spur minimalistischer un...

Oh, wie nett!

article_7796_olivia_600_150.jpg Ein Rundgang durch aktuelle Neuerscheinungen im Sektor Pop. Mit CDs von Fink, Grant Nicholas, James Yorkston, Fredda, Stefanie Boltz, Xenia Kriisin, Olivia Louvel, Devonté Hynes

»Live on Planet Earth«

article_7791_live-on-planet-earth-viny_150.jpg Die 18-köpfige Band des Berliners Daniel Glatzel, der als Leiter und Komponist des Ensembles fungiert, habe ich schon bei der letzten CD »Bum Bum« über den grünen Klee gelobt, weil man hier gar so überbordend, so spielfreudig, so quergedacht zu Werke geht. Zu »Live on Planet Earth« ist zunächst zu sagen, dass es sich hier um einen Live-Mitschnitt (nona) handelt, wodurch die elektronischen Experimente von »Bum Bum« in den Hintergrund treten, kein ...

»Rostfrei«

  • Artist: Ame Zek
  • Label: Cargo/Keep it Business
  • skug : 99
article_7788_binarycacheservlet_150.jpg Normalerweise lasse ich die Finger von allzu einschlägigen Machwerken elektronischer Musik. Besonders dort, wo der »Maschinenpark« zum Selbstzweck wird, wo die kalte Abstraktion so weit fortgeschritten ist, dass man seine lieben Zweifel hat, ob hier der Komponist noch in charge ist, oder ob es eben umkehrt ist, ob die Modulatoren, Filter, Sequenzer an der Macht sind. Mich nervt Musik, die unfreiwillig die Utopie eines Technofaschismus herbeitönt,...

»s/t«

article_7780_110198_150.jpg Ganz schön viel Alien findet sich hier im Titel, aber das täuscht. Gelassenheit ist hier das Stichwort. Alien Transistor ist ein kleines, aber feines deutsches Label, dessen bekanntestes Fohlen im Stall The Notwist heißt, die deutschen Vorzeige-Indiepopper, die schon einige kunstvoll verspielte Alben gemacht haben. Bei Alien Transistor erscheint auch das Andromeda Mega Orchestra, ebenfalls eine großartige Sache, durchgeknallter Bigbandjazz mit av...

»Enter«

article_7773_161578_150.jpg Einst war die Gruppe Fire! ein Trio, bestehend aus dem umtriebigen Saxophonisten Mats Gustafsson, dem Bassisten Johan Berthling und Drummer Andreas Werliin. Gespielt wurde eine Art Impro-Jazzrock, druckvoll und scheppernd, was ja auch ganz dem robusten Naturell von Gustafsson entspricht. Seit 2011 ist dieses Trio zu einer Art interdisziplinären Orchester angewachsen, bei dem sich die Skandinavische Impro-, Rock- und Jazzszene ein feuriges Stelldi...

Mundstückchen und Kunststückchen

article_7769_bernhard_lang_(c)_ramin_m_150.jpg Ein Wagnis: Wir begeben uns in die Höhle des klassisch geschulten Löwen mit avantgardistischen Avancen - ein kleiner Rundgang durch aktuelle Veröffentlichungen zeitgenössischer Musik mit Erin Gee, dem elole-Klaviertrio, dem Trio Catch, Philip Corner, Peter Ablinger und Richard Reed Parry.

Norwegian Moods

article_7753_hubromoskus_150.jpg Woanders gibt es immer die geilere Musik. Zum Beispiel in Norwegen. Zum Beispiel beim Label hubro. Nur witzig, dass sich das die Norweger genauso denken. Ein Labelportrait mit Bly de Blyant, Håkon Stene, Building Instrument, Space Monkey, 1982, Stein Urheim, Moskus.

»History Sugar Dream«

article_7734_rusconi-music-2014-_150.jpg In der Schweiz gibt es alles. Zumindest was Jazz bzw. Impro anbelangt. Da habe ich schon traurige Wiedergänger und durchgeknallte Avantgardisten gehört, perfekt austarierte Grenzgänger und spröde Verweigerer. Es sollte also gar nicht wundern, dass es in der Schweiz auch eine Band gibt, die den Spagat zwischen Jazz, ein bisserl Pop und einer Unze Noise gar so spielerisch hinkriegt, dass man sich fragt: Ja, warum denn nicht öfters? Rusconi heißen d...

»Krómantik«

article_7749_morrm_150.jpg Sich einfach mal so zwischen die Stühle setzen. Auf der Straße. Im Regen. Brr, kalt ist es. Eine Straße weiter fährt ein Bus vorbei, wir stehen an einer glasüberdachten Haltestelle, hinter uns eine gatschige Wiese, noch weiter dahinter ein paar trostlos wirkende Einfamilienhäuser. Und neben uns, vielleicht weil sie ein Anrainer einfach hier stehen hat lassen, ein paar Metallrahmenstühle mit durchgerissener Plastikbespannung. Wir könnten uns also ...

»Woody Black 4«

article_7748_woodyblack4_150.jpg Alles ist subjektiv, sagt der Herr. Oder vielleicht auch nur ein Philosoph, der sich die Sache einfach machen will. Egal. Ich habe jedenfalls eine Schwäche für die Bassklarinette bzw. überhaupt für alle tiefstapelnden Blasinstrumente – und Woody Black 4 ist ein ofenfrisches Bassklarinettenquartett mit stark jazzigem, aber auch zeitgenössischem Einschlag (und sogar einem Hauch von Volksmusik, der an ein, zwei Stellen neckisch aufblitzt). Damit ist...

»Refire«

article_7747_241_kl_150.jpg »Refire« von Depart, einem Jazztrio mit Harry Sokal am Saxophon, Heiri Känzig am Bass und Martin Valihora an den Drums, fällt uns in die Hände mit einer ausführlichen Biographie Harry Sokals, die zugleich Würdigung ist, war doch Sokal nicht nur langjähriges, unverzichtbares Mitglied des Vienna Art Orchestras, sondern hat mit allen möglichen Größen des europäischen und amerikanischen Jazz gespielt, von Joe Zawinul über Art Farmer oder Carla Bley b...

»As we took a powernap«

article_7745_godfag_150.jpg Cooler Titel, schönes Album. Noch Fragen? Es gibt einen hübschen Pressetext zu diesem Debüt, den ich hier kaum toppen kann, was sollte ich also noch hinzufügen? Ausnahmsweise, muss man da übrigens sagen, aber wir sind ja hier nicht bei irgendeinem Label, sondern bei Spezialmaterial aus der Schweiz, die das schon auch mit viel Liebe betreiben. Tja. Was sonst noch? Ja, der Bandname stammt angeblich von einer Kirche in der Nähe von Woodstock, aber d...

»Drama«

  • Artist: Neue Vocalsolisten Stuttgart
  • Label: Col Legno
article_7744_drama_150.jpg Die zweite CD  der Neuen Vocalsolisten Stuttgart ist ein Hördrama im besten Sinne. Wir hören Stücke von Friedrich Cerha und Luca Francesconi, aber auch weniger bekannte Komponisten wie Mischa Käser und Gordon Kampe tauchen auf. Der Clou dieser Auswahl liegt aber an den unorthodoxen Zugängen der einzelnen Werke. Francesconis »Herzstück« (nach Heiner Müllers Dramolett) ist ein herrlich irritierendes Crossover zwischen Hörtheater und Vokaldrama...

»Zoetrope«

  • Artist: King Of The Mountains
  • Label: Melodic Records
article_7743_zoetrope_150.jpg Da stehen wir nun knietief im Elektropop und wissen nicht weiter. Ja, wie denn auch, schon wieder ein unbekannter Name, der uns zuwinkt in der großen Veröffentlichungsflut. Wir hören trotzdem hin, weil der erste Eindruck gar so gefällig ist. King Of The Mountains ist ein Projekt des Londoner Produzenten Phillip Kay, der vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) durch seine Mitgliedschaft bei der Band Working for a Nuclear Free City besser bekannt...

»Morphing«

article_7742_cover-jov-morphing-220x22_150.png Schön langsam wird’s peinlich. Ich kann doch nicht jede auf den Wiener Jazzwerkstatt Records erschienene CD über den grünen Klee loben. Na gut, sagen wir jede zweite CD. Reicht auch. Wieder einmal sind es die Big Band Efforts, die es mir angetan haben, dieses Mal in Form des von Martin Eberle und Martin Franz gegründeten Jazzorchesters Vorarlberg, dem Clemens Wenger als Arrangeur und Komponist vorsteht. Neben Wenger sind einige Mitspieler von Stu...

»Freddy The Dyke«

  • Artist: Freddy The Dyke
  • Label: Skussmaal
article_7739_dyk_150.jpg Wieder mal Norwegen. Aber das kennt man ja. Weltmeister im skandinavischen Pop. Weltmeister im skandinavischen Jazz. Und Weltmeister im skandinavischen Metal. Manchmal ex equo mit Schweden, aber meistens doch sehr alleine. Hier jedenfalls sind wir in der Metal-Ecke, Skussmaal ist ein kleines Label in Skavanger, das neben Bergen (z. B. hubro) und Oslo (z. B. rune grammofon) eine nicht ganz so große Rolle in der alternativen norwegischen Musiklands...

»Thumbscrew«

article_7738_thumbsup_150.jpg Es gibt ein hübsches Gruppenfoto im (schmalen) Booklet der CD, da steht links der gewichtige Bassist Michael Formanek, ein Kapazunder auf seinem Gerät, aber wirklich wahr, und rechts der Drummer Tomas Fujiwara, ein schicker Dressman aus Boston mit japanischen Wurzeln. Und dazwischen steht Mary Halvorson, die Weltklassegitarristin, und sieht aus wie, ja, irgendwie sieht sie aus wie eine Volksschullehrerin, die sich zufällig zwischen die beiden Her...

»Static Motion«

article_7737_sms_150.jpg Ein bisschen spät ist es für diese Review, »Static Motion« wurde im Jänner veröffentlicht, aber der Schuldige wurde bereits verhaftet und in das berühmte M.C. Escher Gefängnis in Hilversum verfrachtet, wo die Häftlinge nicht in Zellen festgehalten werden, sondern durch endlos in sich selbst verschlungene Gänge schlurfen dürfen – in der irrigen Hoffnung, es gäbe irgendwo einen Ausweg. Tja, und so ähnlich fühlt sich auch die Musik der Schweizer Ban...

»Silver Fox«

  • Artist: Silver Fox
  • Label: Upset The Rhythm
article_7750_sf_cd_cover_150.jpg Silver Fox ist eine all girl Band aus Manchester mit entzückendem Retrogitarrenrocksound, die andeutungsweise über Masturbation, unerfüllte Träume und lazy afternoons vor der Kiste singt. Das Schüsselwort hier lautet aggressiv passivity – und das ist so girl like, dass man als männlicher Rezensent echt aufpassen muss, nicht in sämtliche stereotype Schlaglöcher zu plumpsen, die die große Verständigungswüste zwischen Mann und Frau zieren. (Schon pa...

»Enter«

article_7736_fire_150.jpg Einst war die Gruppe Fire! ein Trio, bestehend aus dem umtriebigen Saxophonisten Mats Gustafsson, dem Bassisten Johan Berthling und Drummer Andreas Werliin. Gespielt wurde eine Art Impro-Jazzrock, druckvoll und scheppernd, was ja auch ganz dem robusten Naturell von Gustafsson entspricht. Seit 2011 ist dieses Trio zu einer Art interdisziplinärem Orchester angewachsen, bei dem sich die skandinavische Impro-, Rock- und Jazzszene ein feuriges Stelldi...

»U as in Utah«

  • Artist: Utah Kawasaki
  • Label: Ftarri
article_7735_utha_150.jpg Es ist wirklich reiner Zufall, dass ich gerade jene Passage aus Simon Reynolds’ »Retromania« gelesen habe, wo sich der britische Musikjournalist über die Musikkultur der Japaner auslässt. Na ja, auslassen ist vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck, aber immerhin erklärt er im Gefolge von W. David Marx, dass man in Japan so etwas wie Personalstil kaum kenne, sondern musikalische Authentizität kulturbedingt als das Erfüllen vorgegebener Standa...

»Medusas Bed«

article_7722_meduas-bed_150.jpg This is a female attack of the most delicious kind. Könnte man sagen. Man könnte aber auch »murder mystery« oder »hypnotic late night radio drama« sagen. Stimmt alles, ist alles gut, ist alles richtig. Anders als bei ihren letzten Arbeiten, die sich erneut der eher sehr anspruchsvollen Improvisationskunst widmeten, hat sich die Geigenvirtuosin und Experimentalmusikerin Mia Zabelka hier ganz in den Dienst der sphärischen Synergie gestellt. In der ...

Jazzfestival Saalfelden 28.~31.08.

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Marc Ribot kredenzt am 29. August 2014 beim Jazzfestival Saalfelden launige »Protest Songs« © Marco Zanoni.

ZerOKilled: Schickes Rauschen

article_7717_emanuele_de_raymondi_150.jpg Cooler Ambient meets Bella Italia. Zu finden auf den EPs des Labels ZerOKilled Music.

»Kongekrabbe«

article_7706_skadedyr_kongekrabbe_150.jpg In der modernen Klassik war es vor vielen Jahren ein absolutes No-Go, und auch heute noch schielt man einen Komponisten schief an, wenn er Kraut und Rüben aus der Musikgeschichte in einen Trichter schmeißt und sich dann rausholt, was ihm gerade in den Sinn oder ins argumentativ untermauerte Prinzip passt. Im Jazz war das eigentlich durchaus ähnlich, wer Dixieland neben Hardbop oder Fusion stellt, der muss für den Spott meist nicht extra sorgen. U...

»Sleep (An Attempt At Trying)«

article_7691_arturas_150.jpg Was kennzeichnet ein wirklich gutes Label für moderne, zeitgenössische, avantgardistische Musik aus? Aus meiner Sicht: Nicht bloß Qualität, sondern auch Unvorhersehbarkeit. Eine Vielfalt an Zugängen. Bolt-Records, das polnische Geschwisterlabel von Monotype-Records, bringt seit einiger Zeit die irrwitzigsten CDs heraus. Manchmal sperrig bis zum Abwinken, manchmal in purer Verweigerung fast schon erstarrend, manchmal gewitzt und einladend, manchma...

Anrufung des großen Rezensenten

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Als Opfergänge noch geholfen haben, die Verkaufszahlen hochzuschrauben. Eine durchgeknallte Sammelreview mit CDs von EMA, Wye Oak, Sebastien Teller, Yann Tiersen, The Little Band from Gingerland, Owen Pallett und Sylvan Esso.

In der Wüste von Sonora: Ambient und Artverwandtes

  • Artist: Christof Kurzmann, Christoph Heemann, France Jobin, Hollywood Dream Trip, Irena Tomažin, Kasia Głowicka, Limpe Fuchs, Malgorzata Walentynowicz, No. Inc., Tattered Kaylor, TER, Timo van Luij, Tomek Mirt, Uwe Schmidt, Will Long, Zale
  • Label: No. Inc., Baskaru, Bôlt Records, cat/sun, Drag City, Monotype Records, Stasisfield cat
article_7664_redsun_big_150.jpg Literarisch bepackt wagen wir uns in die sphärische Soundwüste, um aktuelle Ambient-CDs und Artverwandtes auf deren Substanz abzuklopfen. Mit Releases von France Jobin, Hollywood Dream Trip, Limpe Fuchs, Tomek Mirt, No. Inc., Irena Tomažin, Christof Kurzmann, Tattered Kaylor, Kasia Głowicka & Malgorzata Walentynowicz.

Morgen wird gestern gewesen sein

article_7657_ccjj_150.jpg Eine Rundschau durch aktuelle Jazz-CDs, denen bei der Gelegenheit kräftig die Ohren lang gezogen werden. Aber ja, es wird auch reichlich gelobt, über den grünen und den ewigen gestrigen Klee. Mit Michael Keul & Superfocus, Oliver Strauch’s Trio Duende, Reflections, Brass Mask, dem Kindred-Fonda-Gross Blues Trio und Die Hochstapler.

»The Swimming City«

article_7646_zea_swimming_150.jpg Erst mal ein paar Backgrounds klären. Hinter dem Namen ZeA verbirgt sich der Niederländer Arnold de Boer, der seit 2009 als Sänger bei den umtriebigen Post-Punk-Veteranen The Ex tätig ist. Ähnlich wie The Ex ist auch de Boer offen für alle Windrichtungen, auf seiner Website gibt es eine eigene Unterseite, die zu seinem Studioprojekt in Ghana führt. Wir sind hier also auf der hellen Seite der Macht, das sollte nicht unter den Tisch gekehrt werden....

»Thou Shalt Boogie!«

article_7629_rcd-2151-bushman-s-reveng_150.jpg Mittlerweile brüllt es sogar der Rolling Stone von den Dachrinnen der gepflegten Unerschütterlichkeit, dass das norwegische Label Rune Grammofon eines der spannendsten und unkonventionellsten derzeit ist. Mal geht es herrlich sperrig-verkopft zu (Stian Westerhus), mal durchgeknallt bis zum Anschlag (El Jono Grande) und mal wird einfach (jazz-)gerockt, was das Packeis hält. Die fünfte CD von Bushman’s Revenge ist so ein Fall. Eigentlich ein Trio m...

»Cause and Effect«

article_7628_saffro_150.jpg Vor ein paar Monaten hat der wesentlich bekanntere und vor allem im gutbürgerlichen Feuilleton sehr geschätzte Trompeter Nils Petter Molvaer ein ähnliches Album aufgenommen. Gediegene Ambientatmosphärik, die sich wie ein Eisbärenfellmantel um ein sich sonst eher selbst genügendes Solotrompetenspiel hüllt. Bei Molvaer war das aufgrund mehrfacher Wiederholungstat allerdings schon zur reinen Fadesse erstarrt, hier wirkt es noch frisch und vielseitig...

»Garnet Skein«

article_7625_garnet_150.jpg Der gebürtige Grieche Thanos Chrysakis ist ein recht umtriebiger Komponist und Elektroakustiker (Laptop, Synthesizer, Radio, Gongs) mit Hang zu schroffen Sounds und doch eher kopflastigen (und kompromisslosen) Kompositionen. Mit dem gebürtigen Franzosen Wade Matthews, ebenfalls ein Elektroakustiker (Digital Synthesis & Field Recordings) hat er schon einmal kollaboriert und dabei seine vielleicht zugänglichste CD (»Numen«) geschaffen. Für die ...

Gebrannte Kinder

article_7621_catherine_et_erikm_150.jpg Neue Veröffentlichungen vom experimentellen russischen Label Mikroton – zweimal auch mit starker österreichischer Präsenz.

»Street Jazz Festival Mixed Pickles«

article_7610_porgysampler_150.jpg Dem Porgy & Bess kann man als Institution, die sich dem bedingungslosen Liebesdienst am Jazz verschrieben hat, gar nicht genug Rosen streuen. Zum 20-jährigen Jubiläum hat sich der Jazzclub selbst ein paar Rosen gestreut, und zwar mit einem dreitägigen Straßenfest, bei dem sich viele klingende Namen der heimischen Jazzszene die Ehre gaben. Aber weil Straßenfest und öffentlicher Raum, hat man bei der Auswahl auf eher sanfte Töne und Zugänge ges...

»Death Rattle«

article_7594_plotkinlove_150.jpg Ich spreche ja gerne von Jazzrock, wenn die Improvisationsattitüde auf einen gestandenen Beat und meist auch entsprechenden Druck auf den Verstärkern trifft. Das ist eine sehr freizügige Definition, und Drummer Paal Nilssen-Love war bei einem Interview, das ich voriges Jahr mit ihm führen durfte, auch gar nicht einverstanden damit. Sein Argument war, dass Jazzrock ein historisches Phänomen sei, das viel stärker an die damals übliche Formensprache...

»Abandoned City«

article_7573_hauschka_150.jpg So kann man es natürlich auch machen: Erst spielt man sich ein wenig mit dem präparierten Piano, bastelt dazu pompöse Sounds, nimmt den Pomp aber wieder raus und belässt die Soundkulisse, die man nun sphärisch-minimalistisch neu schichtet. Heraus kommt ein episch-keckes Soundgemälde, lauter kleine Minidramen, bei denen man nur die Augen schließen muss, schon huschen irgendwelche postnukleare Seifenopern oder Steampunk-Spaceoperas über die Kopfbüh...

Paperlapop oder Vom Lob des ewig Gleichen

article_7572_kevindrew_400300_150.jpg Alles wie gehabt am Planeten Pop – und das ist gut so. Neuerscheinungen von Kevin Drew, Midlake, Maximo Park, Broken Bells & Wild Beasts

Austrian Movie Playground

article_7560_mara_mattuschka_150.jpeg Vom 18. bis 23. März steigt in Graz die 17. Ausgabe der Diagonale, des renommierten Festivals des österreichischen Films.

»Regenstücke Vol. 2«

article_7563_ablinger_150.jpg Unlängst bin ich auf eine Spotify-Postminimalismus-Playlist gestoßen (nicht mein Spotify-Account übrigens). Namen wie Gavin Bryars, Robert Moran und natürlich John Adams tauchten da auf, wobei ich diese Herren eher als »Spätminimalisten« bezeichnen würde. Dann wurden Leute wie Rhys Chatham oder Kyle Gann genannt, die einer zweiten Generation zugehören, die mitunter als »Totalismus« bezeichnet wird. Gemeint sind damit komplexere Rhythmen und diver...

»Foump«

  • Artist: Piho Hupo
  • Label: Buback Tonträger, Indigo
article_7547_pihohupo_150.jpg Das Cover zeigt zwei hingekritzelte Typen mit nacktem Hinterteil, die sich offenbar der fröhlichen Lattenbeschau hingeben (Artwork: Daniel Richter). Haha, was ist hier wohl gemeint? Der Pressetext verrät, was ich seit Jahren predige, Jazz ist Fitnessspaß für musizierende Zombies. Wer tatsächlich mit dem Anspruch antritt, »etwas Neues« zu machen, möge doch bitte den Begriff als Ganzes kübeln. Es ist ja reichlich Platz in der Impro-Hütte, muss ja n...

Spielzeugpianos, Orgeln und dampfplaudernde Stromgitarren

  • Artist: Bryce Dessner, David Philip Hefti, Isabel Ettenauer, Jolana Havelková, Jonny Greenwood, Karlheinz Essl, Lucie Vitková, Marko Nikodijevic, Michael Heisch, Tobias Gerber, Ulrich Alexander Kreppeien
  • Label: Aufabwegen, Col Legno , Creative Works Records, Deutsche Grammophon, Edition Eirelav
article_7545_havelkova_vitkova_lom_150.jpg Ein Rundgang durch aktuelle Neuerscheinungen der zeitgenössischen Moderne mit Karl-Heinz Essl, Jolana Havelková, Lucie Vitková, Stock11, Tobias Gerber, Michael Heisch, Ulrich Alexander Kreppeien, Marko Nikodijevic, David Philip Hefti, Bryce Dessner & Jonny Greenwood.

»You wait to publish«

article_7546_trophies_150.jpg Hinter dem Bandnamen Trophies verbirgt sich ein Trio, angeführt vom italienischen Komponisten und, ähm, Sänger (»speech artist« ist in diesem Fall vermutlich die geeignetste Bezeichnung) Alessandro Bosetti. Bosetti ist recht umtriebig, von abwechslungsreich-fruchtvollen Kooperationen über artifiziell-sperrige Kompositionen bis hin zu durchgeknallter Vokalartistik reicht sein Spektrum, immer irgendwo in den Grenzländern der zeitgenössischen Modern...

»Etude Begone Badum«

article_7523_hakonstene_150.jpg Ein reichlich eigenwilliges Täterprofil weist der Norwegische Perkussionist Håkon Stene auf. Wenn man ohne Vorkenntnis in sein neues Album »Etude Begone Badum« (das mitsamt einer üppigen CD-Single namens »Bone Alphabet« ausgeliefert wird) hineinhört, glaubt man a) zunächst in eine Soundambientplätscherei hineingeraten zu sein, b) nie und nimmer, dass hier ein Schlagwerker werkt. Erst allmählich lichtet sich der Wald der Vorurteile und man merkt: ...

»Green Heights«

  • Artist: Nakamura, Ikeda, Date
  • Label: Baskaru
article_7518_nakamura_150.jpg Das französische Baskaru-Label zählt zu den Heinzelmännchen im Bereich der Elektroakustik. Jedes Jahr erscheinen ein paar CDs von einschlägigen Künstlern, meistens auf sehr hohem Niveau, dennoch nicht ausschließlich atemberaubend – was aber durchaus genrespezifisch ist. Die Elektroakustik ist nunmal eine spröde Branche, es grummelt hier meist mehr als dass es funkelt. Baskaru Katalogeintrag No. 26 versammelt ein wenig überraschend drei japanische...

»Hornhub«

article_7516_hornhub-cover-529x529_150.png Das Wiener Label Jazzwerkstatt Records hat zuletzt überwiegend großartige CDs veröffentlicht. Das Debüt des niederösterreichischen Drummers Hubert Bründlmayer reiht sich hier nahtlos ein, im »Falter« gab’s dafür sogar eine Platzierung in den Jahrescharts und auch sonst sparte die Fachwelt nicht mit Lob, obwohl mitunter doch sehr reserviert und mit einer fast klinische Geste. Da ist etwa von »instrumentaler Finesse«, »Komplexität der Kompositionen...

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Wed 03.09.2014 20:00: 5 years blue note six | martinschloessl | vienna

Thu 04.09.2014 19:00: warpaint | arena | vienna

Thu 04.09.2014 20:00: [~7.9] jazzwerkstatt: vienna roomservice #5 | porgy&bess | vienna

Fri 05.09.2014 : [~6..9.] rock is hell festival | zentrum. judenburg |

Fri 05.09.2014 20:00: harri stojka rock express | szene wien | vienna


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