
Outkast, A Tribe Called Quest, Black Sheep, aber auch Paul Simon, Kinks, Neutral Milk Hotel und die Byrds. Das sind einige der Namen, die Thao Nguyen mit ihrem Produzenten John Congleton als Referenz für »We The Common« im Gespräch hatte. Klingt nach wildem Pop-Sammelsurium? Ist es auch. Wenn Platten aus der Domino-Spielhölle im Postkasten landen, dann rechnet man eh immer schon mit Farbreichtum, aber so bunt wie Thao & The Get Down Stay Down...

Afro-Pop-Gitarren, hysterische Chöre, clubbige Beats, Bongos, Handclaps, Streicher, Bläser, Rockausbrüche und Lagerfeuer-Momente, sogar Flöten und Saxophone: Bei so viel buntem Allerlei könnte leicht etwas durcheinander geraten. Dazu kommt es auf »Swing Lo Magellan« aber zu keiner Zeit. Dirty Projectors Mastermind David Longstreth erreicht durch Reduktion und Konzentration, dass die Songs an keiner Stelle zerfasern. Heraus kommen richtig starke P...

Seit den späten Neunzigern zählt das ?berdrüber-Outfit aus Brooklyn zum Favoritenkreis des schrägen avanced Pop, und somit natürlich auch zu den Favoriten des Animal Collective. Ihr nahezu unklassifizierbarer Mix aus Experimental, Noise, Psychedelic, Drones und Electronic birgt durchwegs ?berraschungen. In »Mr Impossible« warten Black Dice jedoch erstmals mit Electro-Pop-Spielereien auf, die etwas beliebig klingen und gewöhnungsbedürftig sind. Ma...

Der frischgebackene 70er lässt auch nach der sehr durchwachsenen EP »Extra Playful« aus dem letzten Jahr nicht locker. »Nookie Wood ist ein Ort der Fantasie, in dem sich Leute verstecken können«, meint Cale. Die Frage ist, ob man sich dort auch verstecken will, denn Cales Keyboardsounds haben sich im letzten Jahrzehnt kaum geändert und die Welt fühlt sich kahl und kalt an. Bei aller Wertschätzung seines Werkes, ist den Songs das Bemühen und das K...

Wäre Eugene McGuinness? neues Album eine Diplomarbeit, sie würde wohl »Formen der Popularmusik« oder so ähnlich heißen. Der 26-jährige Londoner, der seit dem Erscheinen seines Debütalbums »Eugene McGuinness« vor vier Jahren die Herzen der Inselbewohner und auch so manche Radiostation des Festlands erobert hat, will mit seinem aktuellen Album »Invitation To The Voyage« wohl den Plattenlädenbetreibern die Kategorisierung erschweren. Da wäre et...
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Artist:
Lightships
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Label:
Domino
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skug :
91

Künstler haben es ja nicht so gerne, wenn man ihnen Facetten ihres Schaffens als unveränderliche Wesenszüge zuschreibt. Savoy Grand sind nicht immer traurig, Slayer sind nicht immer böse und auch Gerard Love, der Mann hinter Lightships, wird nicht immer als strahlendes Liebesbündel herumlaufen. »Electric Cables« macht es dem/der HörerIn allerdings ziemlich schwer, etwas Gegenteiliges zu erwarten. Friede, Freude, Sonnenschein und jede Menge Milch ...

In Mark Greifs »Hipster«-Buch kommt ja überraschend wenig Musik vor. Und wenn, dann nicht unbedingt jene, mit der ich zum Beispiel die Nullerjahre verbracht habe. Ausnahmen: LCD Soundsystem und Hot Chip. Vielleicht weil beide näher am Dancefloor als am Kaffeehaustisch gebaut sind. Vielleicht weil beide auch in Sachen »Retromanie« immer schon andere Wege gegangen sind, wobei es Hot Chip dabei immer mehr um ein Songwriting aus dem Geist von Tanzmus...

Wenn dir zu einer neuen Band 20 vergleichbare Gruppen im Kopf herumschwirren, dir aber diese eine, die du eigentlich suchst, nicht und nicht einfallen will, dann macht besagte Band irgendetwas richtig. Shoegazing, Psychedelic und Krautrock sind Kategorien, die Lower Dens sicher nicht als Beleidigung empfinden würden. Die Leichtigkeit jedoch, mit der sich das Quintett aus Baltimore auf seinem neuen, zweiten Album »Nootropics« zwischen diesen Stile...
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Artist:
James Yorkston & The Athletes
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Label:
Domino

Popmusik wie wir sie kennen, wäre nicht Popmusik wie wir sie kennen, würde sie nicht auf einem großen Berg sitzen, der sich Vergangenheit nennt. Als Begleitmelodie ihres Schwanengesangs versucht die Plattenindustrie sich diesen Umstand zum Vorteil zu machen, indem sie einen Re-Release nach dem anderen herauswirft, in der Hoffnung, dass dem gealterten (und finanziell abgesicherten) Fan der Schnickschnack aufwändiger Box-Sets dreistellige Euro...

Mitunter ist es ganz angenehm, wenn man erst ein paar Tracks bei einer CD braucht, um herauszufinden, was man da jetzt überhaupt hört. Schubladen, ja, eine Geißel. Hier ist eine: »Peaking Lights« ist das »West Coast Dub-Pop-Duo Aaron Coyes und Indra Dunis«. Ja, richtig, den Dub hört man ein bisschen. Aber so genau nehmen es Coyes und Dunis nicht damit. Vor allem schummeln sich da immer wieder artfremde, eher im Psychedelic-Bluesrock heimelig...

The perfect soundtrack to some Thaï Massage obscure after hour location on any Ring or Gürtel in the world (preferably not in your own town). Karaoke tips returned into original album production (amazing 8 bars guitar solos, straight from the desk). A bit of Falco, some Furio, a touch of 1980's one hit and never again, hairy fluo bands long forgotten, buried somewhere since, or recycled in local fitness centers. It's so rare today to get records ...
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Artist:
Wyatt/Atzmon/Stephens
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Label:
Domino, GoodToGet
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skug :
84

Der weiße Schwan ist zurück. Mit zerrauften, müden Federn gleitet er über das gleichmütige Wasser. Die Augen sind trüb. Doch jeder Federschlag, jedes leise Quäken mundet wie ein Gedicht, das man nie zuvor zu hören glaubte. Alternde Romanzen im Chanson- und Jazz-Takt, das bewegt und durchfließt auf kongeniale Weise den mürben Giganten Robert Wyatt, der sich hier in das große Kammerorchester gewagt hat. Der Exil-Israeli und klezmernd...
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Artist:
Villagers
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Label:
Domino
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skug :
84

»I was a dreamer - Staring out windows, Out onto the main street, ?Cos that's where the dream goes«. Conor J O'Brien ist anno 2010 wahrlich kein Träumer mehr. Auf diesem Villagers-Debüt - die Band existiert eigentlich nicht, Conor hat bis auf die Streicher sämtliche Musik selbst eingespielt - ist er vielmehr auf der Suche nach Wahrheit und Ehrlichkeit. Er entlarvt Versprechungen der Jugend als haltlos, wie etwa in »Ship of Promises« oder dem Tite...

Domino-Records passt auf, dass sich da ja keiner illegal den neuen Stoff besorgt. Das Rezensions-Exemplar enthält ein digitales Wasserzeichen, um potenzielle ?beltäter in Filesharing-Plattformen ausmachen zu können. Uff, gerade noch rechtzeitig bemerkt! Tricky hat die letzten zehn Jahre mit seinen Releases durchwegs enttäuscht, irgendwie war da die Luft raus, die Konzentration und Roughness von »Pre-Millennium-Tension« (1996) und »Angels With Dir...

Engelsspiel der historischen Indie-Szene. Rechtzeitig zu den neuen Erleidern, der fallsüchtigen Generation Y rundum Arcade Fire, Black Heart Procession und unbekannteren Perlen wie Dark Dark Dark, wird königliches wieder entdeckt: Das Boston-Trio Galaxie 500 rundum Gitarrist Dean Wareham, Bassist Naomi Yang und Drummer Damon Krukowski, bildete die spartanisch-knurrige Speerspitze der romantischen US-Introvertierten Ende der 80er, die die Kleinlau...

Nach »Limbo, Panto« und »Two Dancers« legen die Briten den nächsten Longplayer in ihrer noch jungen Bandgeschichte vor. »Smother« ist um einiges nachdenklicher und zurückgezogener als die beiden Vorgänger, musikalisch reduzierter und auf ein leicht verstärktes, elektronisches Fundament gebaut. Hayden Thorpes anfangs fast verstörender Falsettgesang wirkt mittlerweile angenehm vertraut in seiner Ergänzung mit Bariton-Counterpart Tom Flemming. Tiefe...
Beim ersten Durchgang
enttäuscht dieses Album, das zweite von Psapp übrigens, zunächst mal durch
ziemliche Unoriginalität, ein paar Chancen sollte man ihm dennoch geben.
Mindestens. Was man hier vorgesetzt bekommt, ist eine verhaltene Mischung aus
Twee-Pop, Folk und einigen wenigen digitalen Spinnereien, die sich gottlob
nicht um affektierten Schrägheitscharakter bemühen. Die Stücke springen
niemandem ins Gesicht, vielmehr driften sie träge...
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Artist:
Elliott Smith
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Label:
Domino
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skug :
61
Wenn-Zustände sind die grausigsten überhaupt. Und eine
posthume Platte ist stets ein kritisch beäugtes Abschiedsgeschenk der
Hinterbliebenen. Ein Abschiedsgeschenk bei dem eine inhaltliche Diskussion über
die dargebotene Musik aus Respektgründen nicht mehr zulässig ist.
Was will ich schließlich kritisieren an einem Werk, das für
mich betrübterweise den endgültigen Punkt zeichnen lässt im Kapitel »Elliott Smith«?
Ich kann höchstens ...
Folktronica
ade! Kieran Hebdan macht Schluss mit gefälliger
Gemütlichkeit und zeigt uns seinen Plattenschrank. War Four Tets
Vorgänger-Album »Rounds«noch eine nette, kleine Platte im Spannungsfeld
zwischen brutzelnder Elektronik und zart gezupfter Gitarre, der Schönheit wie
Beliebigkeit nur schwer abzusprechen waren, so macht »Everything Ecstatic«, das
nunmehr vierte Four Tet-Album, nicht den zu erwartenden Schritt weiter in
Richtung Pop u...
Kieran Hebden, der ausgeschlafene Jungspund mit Wuschelkopf, bearbeitet nun schon seit gut zehn Jahren das weite Feld zwischen Rockmusik und Elektronik. Begonnen hat er zunächst mal mit der dem instrumentalen Postrock zugewandten Band Fridge, die trotz beachtlichem Output und Erfolg ihrem Mastermind noch die Zeit ließ, ein elektronisches Solo-Projekt, eben Four Tet, aus dem Boden zu stampfen, das mittlerweile mit »Rounds« bei seiner dritte...
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Artist:
Matt Elliott
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Label:
Domino
Achtung! Jedesmal wenn Sie diese Platte spielen, ertrinkt ein betrunkener Matrose! Matt Elliott, der im wirklichen Leben bekanntlich Third Eye Foundation heißt, hat nun endgültig jeden Bezug zum Diesseits verloren und geistert fürderhin als Fliegender Engländer über die Weltmeere. So lässt er hier gespenstische Shanties und Kinderlieder als Stimmen verlorener Seelen aus den Tiefen des Ozeans auftauchen; sich zugleich vor- und rückwärts absp...
Schlurf´s up! Oder. Die beste Stereolab-Platte, die seit »Emperor Tomato Ketchup« nie mehr passieren sollte. Pram war ja bislang eine eher schwachmatische Angelegenheit: Wie der Zwangsbesuch in einer christlichen Vorortsjungschar von Birmingham, wo man in nostalgisch gefärbten Tesco-Wollsocken ins selbstgebaute Theremin schlägt, um ein paar klassische Chansons und DooWops falschhals zu verhunzen. Der rundum cocoonten Too-Pure-Gemeinde war es natü...
Weird War sind Jessica Espeleta, Ian Svenonius, Neil Michael Hagerty, Michelle Mae und Steve McCarty. Und Hagerty steht nicht umsonst im Zentrum dieser Auflistung, denn Weird War entpuppen sich eindeutig als ein von ihm erdachtes Band-Hybrid. Seit dieser Ausnahmekönner keine Drogen mehr einpfeift, befindet er sich ja bekanntermaßen auf einem Dauer-Power-Produktionstrip. Mit Mae und Svenonius verbindet ihn nicht nur die von ihm produzierte M...
Lange Jahre war David Pajo trotz Dauerpräsenz eher eine Schattenfigur in den unzähligen Bands, bei denen er dabei war oder als Gast mitgewirkt hat. Die Liste ist lang und erlesen: King Kong, Tortoise, Royal Trux, Gastr Del Sol, Bonnie »Prince« Billy seien exemplarisch angeführt. Unter dem Namen Arial M versackte er leicht in der Postrock-Sauce, die ja wirklich ein meist schwach gewürzter Brei war. Als Papa M hat er jetzt auch auf Solopfaden zurüc...
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Artist:
Jim O'Rourke
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Label:
Domino
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skug :
49

Seine Tage als avantgardistischer Schwerenöter hat Jim O?Rourke etwa seit seinem Einstieg bei Gastr Del Sol beendet. Deren letztes Album »Camoufleur« stand schon voll im Zeichen üppig arrangierter aber doch kompakter werdender Songs. Eine Linie, die sich zu O?Rourkes erstem Songalbum »Eureka« weiterzog. Eine komplette Ausfransung der orchestral-besetzten Songmodelle konnte also durchaus erwartet werden; »Insignificance« ist jedoch eindeutig die P...
David Berman zerkaut seine misanthropischen Betrachtungen genüsslich schleppend auf dem mittlerweile vierten Album seiner Silver Jews. Sein sonores Organ, das bei richtigen Singversuchen immer grandios scheitert, wartet wieder mit unschlagbar treffenden Betrachtungen auf: »Punkrock died when the first kids said punx not dead« heißt es etwa in »Tennessee«. Ähnlich pfiffig gestaltet sich der Aufbau des Albums, das nach gemächlichen Begin...
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Artist:
Preston School of Industry
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Label:
Domino
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skug :
48
Hier handelt es sich nicht um die Werbe-CD-Rom einer Fachschule für Maschinenbau oder etwas in der Art. Tatsächlich verbirgt sich hinter dem bizarren Namen Preston School of Industry die neue Band von Scott Kannberg. Der ist auch bekannt unter seinem Nom de Guerre Spiral Stairs. Richtig, das ist der eine von Pavement. Und nach Stephen Malkmus nun der zweite Nachlassverwalter der spinnerten Slacker-Gruppe. Auch Kannberg geht es eher unaufgeregt an...
Bill Callahan hat ebenso fehlerlos seine verregneten Linsen mit einem Superstar-Ensemble aufgemotzt und einen Fokus auf Rhythmus gelegt. Trotzdem nichts für Disco DJ's, denn es regiert ein Art-Tripp-Beat (ca. ?72er Beefheart), der leider noch immer dancefloorlos bislang nur Herzen zum Tanzen bringt. Umgesetzt hat diesen Beat Pat Samson, der vom High-Concept-Artrock-Drumming bei U.S. Maple eine verdiente Pause genommen hat, und sich mal anders pr...
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Artist:
Stephen Malkmus
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Label:
Domino
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skug :
46
So schnell kann das gehen, und die Trauer um die Auflösung von Pavement schlägt beinahe ins Gegenteil um. Da sich Gitarrenspiel, Songwriting und Stimme nicht über Nacht verändert haben ist Malkmus mit seiner neuen Rhythmusgruppe The Jicks nämlich wenig überraschend Pavement unter anderem Namen. Und eigentlich mehr als das, denn die zwölf Stücke schwingen sich zu einer unbeschwerten Größe auf, die man in dieser geballten Form zuletzt in den ...
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Artist:
Neil Michael Hagerty
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Label:
Domino
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skug :
46
Dass eine Platte von Neil Hagerty nicht von Royal Trux ist, hat ein Schreiber des »Spex« scharfsinnig erkannt. Das Fass läuft allerdings über, wenn der Rezensent den Auslassungen in Bezug auf den Sound der Band nachtrauert. Mittlerweile hat es sogar das konservative »The Wire« geschnallt, dass diese Band von stetig wechselnden Elementen lebt, die sie in Anlehnung an »harmolodische« Prinzipien Ornette Colemans oder andererseits Supertramp durchsp...
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Artist:
Fizzarum
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Label:
Domino
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skug :
45
Russische Autechre Lite, nicht als Untergriff des Plagiats, sondern als Orientierung für eins der beeindruckendsten Stückchen Electronic Listenings since days of yore. Über eine Internet-Site für elektronische Musik aneinander gedocktes Trio aus Sankt Petersburg, das charmant durch eine kühl friedfertige Digitalkulisse (mit Dünen voller Old School Synths) schlurft. Wo die Briten Booth und Brown ihre Beats saftig durch trillernde Bleep-Wolken...
Nach der letztjährigen Compilation »Telemetric Melodies« kredenzen die sieben BirminghamerInnen mit dem opulenten, aber stets dezent eingesetzten Instrumentarium (unter anderem sind Theremin, Trompete, Klarinette und Akkordeon Fixbestandteile Pram'scher Klangerzeugung) wieder ein neues Epos. Unaufgeregt und stilsicher wie eh und je bewegt man sich angenehm selbstvergessen an den schattigen Rändern eines Feldes, das die Geistesverwandten von Stere...
Man könnte wahrscheinlich ein ganzes Heft mit Verweisen füllen, wo diese jungen Männer aus Liverpool überall herklauen. Vielleicht erklärt die Angst, bei ihren vielen Raubzügen ertappt zu werden, diesen ständigen Eindruck von Hektik, Atemlosigkeit in den kurzen, von Percussion, Keyboards und manchmal auch Bläsern interessant eingefärbten Power-Pop-Stücken. Charme hat dieses frech-fröhliche anything-goes-Ungestüm natürlich weiß Gott mehr als...
Dezent im Hintergrund gehaltene Radiosamples finden hier genauso Platz wie ein spirituell angehauchtes Gong-Geklöppel. Über das beizeiten knochentrockene Schlagzeug legen sich nette Gitarrenmelodien, Bläser- und Orgelsätze. Der Gesang ist gewöhnungsbedürftig. Tracks wie »In Iron Light« bilden eine feine Brücke zwischen gerade nicht ins Selbstverliebt-Kitschige abdriftend und verhaltener Elektronik, bei der gegen Schluss beinahe eine Art Psyc...