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»New Orleans Funk Vol. 4 – Voodoo Fire in New Orleans 1951–77«

article_8529_nof_150.jpg Die vier bis jetzt erschienenen Compilations von »New Orleans Funk: The Original Sound of Funk« zeigen jeweils eine breite Palette von Stilen aus New Orleans: Second Line, Black Indians, Mardi Gras, Voodoo, Bayou- bzw. Swamp-Rock, Boogie-Woogie, Cuban und R&B in all ihren Formen und Graden der Vermischung – und in der Erscheinungsform des Funk, oder »Fonk«, wie das Dr. John gelegentlich prononcierte. Auch so disparate Einflüsse wie Psychedlic...

»The Lost Queen Of New Orleans Soul«

article_8504_betty_harris_150.jpg »Betty Harris hatte eines der feinsten Œuvres auf dem Label und kam in den Genuss des einzigen internationalen Hits, den das Label je hatte«, steht knapp und ohne Erwähnung, was denn ihr großer Charterfolg gewesen wäre, in den Linernotes der Doppel-CD »Sehorn’s Soul Farm, 50 New Orleans Soul Classics«, einer Compilation von lokalen Hits des Sansu-Labels von Marshall Sehorn & Allen Toussaint aus dem Jahr 2010. Einzelne Songs aus Harris’ Zeit (...

»Night Illusion«

article_8479_teemac_150.jpg Tee Mac Omatshola schrieb – wie im Booklet des vorliegenden Albums gesagt wird – Mitte der Siebziger unter dem Pseudonym Sylvester Levay die großen Hits für Silver Convention wie »Fly Robin Fly« oder »Get Up And Boogie«. Ob das nun genauso stimmt oder nicht: Mit dem Sound dieser Softcore-Disco-Band (welcher Disco-Fan hat nicht trotzdem ein Best-of-Album dieser Band im Regal stehen?) hat das vorliegende Album wenig gemein. Es ist ein außergewöhnli...

»Nigeria Soul Fever. ..«

article_8473_hg11_150.jpg »Nigeria Soul Fever. Afro-Funk, Disco and Boogie. West African Disco Mayhem« Wie immer bei SJR wird auch diesmal schon im Titel angekündigt, was für eine breite Palette an Stilen im Angebot ist: Afro-Funk, Disco und Boogie sind es diesmal. Tatsächlich wird der so definierte Rahmen der Doppel-CD (16 Songs) mit funkig-experimentellem Rock (Colomach), relativ traditionellem Palmwine (Don Bruce And The Angels), Highlife (Jimmy Sherry And The Musi...

»K. M. T.«

article_8456_africanswithmainframes_km_150.jpg Der Einstieg in das neue Album von Africans With Mainframes erfolgt direkt und unvermittelt: eine stark verzerrte Bassdrum, ein paar Hi-Hats. Wenn ein paar Takte später die ebenfalls stark gezerrte Bassline einsetzt und die Rhythmusmuster langsam zu tanzen beginnen, wird klar, dass es sich bei »K. M. T.« um eines nicht handelt: um leicht konsumierbare Tanzmusik. Schön in einem klassisch-ästhetischen Sinne ist die Musik, die Jamal Moss hier auf So...

James Chance & »New York Noise«

article_8408_the_dance_bw_pic_150.jpg James Chance, der seit den No-Wave-Alben »Buy the Contortions« und »Off White« eine lebende Legende ist, gastiert am 17. Mai mit Les Contortions im Wiener Chelsea! Anlass, auch sein damaliges kreatives, interdisziplinäres Umfeld zu beleuchten. Anhand der wieder aufgelegten Soul Jazz Records-Compilation »New York Noise«.

The Real McCoy

article_8267_soun_starr_150.jpg Funky Sensations: Disco widerspricht der landläufigen Vorstellung von einer Band als kreativem Kollektiv. Viele Tonträger waren eher das Werk von Produzenten und Toningenieuren als das der Bandmitglieder. Ich denke, dass sich darauf viele Vorurteile gegen Disco gründen.

Bass Ahead

article_8264_bassahead_150.jpg Auch wenn schon Kraut über On-U-Sound gewachsen schien: Dank Reissues und Neuabmischungen ruft sich Adrian Sherwoods Label kräftig in Erinnerung.

Blues & Rhythm & Rollin’ Gumbo Feelin’ #2

article_8219_fourez_150.jpg In der zweiten Folge dieser neuen Review-Kolumne feiern wir gleich mal einen Abschied. Die vom britischen DJ Couple KEB DARGE & LITTLE EDITH herausgegebene Reihe ist mit »Legendary Wild Rockers Volume 5: A Collection Of Rare Rockabilly & Surf From The Fifties & Sixties« (bbe/Hoanzl) nun abgeschlossen. Keb Darge erlangte mit seinem Deep Funk Club im London der 1990er Bekanntheit und tat sich in diesem Bereich als hervorragendender Comp...

»Sounds of the Universe«

article_8142_soundsoftheuniverselpslee_150.jpg Soul-Jazz-Compilations sind fast immer wunderbare historische Sammlungen zu jeglichem Genre. Hier geht es aber um die Gegenwart, um zeitgenössische Musiker, die extrem zukunftsorientiert und aktuell sind. U. a. Kassem Mosse aka Gunnar Wendell – einer der meist gelobten Underground House- und Techno-Fabrikanten -, oder Andrès, des aus Detroits Moodymann-Stall kommt, oder Ras G. aus Los Angeles. CD1 umfasst extra für diese Compilation aufbereitete ...

Comunidad Internacional

article_8143_pat_thomas_150.jpg Hans Grausgrubers akustische Weltreise. Diesmal mit u. a.: Vermeintliche Retro-Musik aus Ghana mit Pat Thomas & Kwashibu Area, Afro-Latin mit Amara Touré und Terakafts Wüstenblues.

»Punk 45«

article_8177_5026328303000.600x600-75_150.jpg Im informativen Booklet verdeutlicht der britische Musikjournalist Jon Savage (»Englandʼs Dreaming«) wie die sterbende Industriestadt Cleveland Mitte der Siebziger zum Geburtsort der Punkmusik wurde. Trotz deren Niedergang nutzten viele namhafte Bands Cleveland als Tor zum Mittleren Westen, spielten dort Live-Gigs und beeinflussten dadurch lokale Bands nachhaltig. Diese benutzen Punk nicht als enges musikalisches Korsett, ihre Inspirationsquellen...

»Kailash«

article_8171_popolvuh_150.jpg Posthum erschienenes Werk des schon 2011 relativ früh verstorbenen ehemaligen Stockhausen-Schülers und Popol Vuh-Masterminds Florian Fricke. Relativ deshalb, weil bei seinem »Lebensstil« (er lebte hauptsächlich von Alkohol und Zigaretten) selbst 57 Jahre als ein Wunder erschienen. Krautrock-Diva Renate Knaup-Krötenschwanz nannte ihn »eine Drecksau vor allem zu sich selbst«. CD Nr. 1 beinhaltet einen Mix aus alten Werken wie »Spirit Of Peace«, »Br...
Reviews | Scott Leatherwood | 07/2015 mehr lesen

»Two City Blues 1 & 2«

article_8159_broetzorourke_150.jpg Kann sich noch jemand an Rupert Heims Triotheorien in Bezug auf Bands wie Firehose oder Meat Puppets erinnern? Der Gute sprach da über Unterschiede von Addition und Multiplikation bei der Interaktion der Musiker. Im vorliegenden Fall können wir froh sein, dass diese drei Spieler keine mehrjährige gemeinsame Praxis auf dem Buckel haben, die Sache ist intensiv genug. Teil eins (Vinyl) bringt die konventionellere Impro-Abteilung und lässt aufblitzen...

»Boogie Pimps«

article_8069_the_juke_joint_pimps_150.jpg Zwischen Mississippi und Chicago liegt Köln. Zumindest wenn es um diese Combo, bestehend aus Mighty Mike (Vocals, Harmonika, Schlagzeug) und T-Man (Gitarre), geht. Nach »Boogie The House Down« (2008) und »Boogie The Church Down« drei Jahre später zusammen mit ihrer ›Alter Ego‹- Truppe The Gospel Pimps ist »Boogie Pimps« Release Nr. 3 auf dem Berner Voodoo-Rhythm-Label. Für dieses Album verzog man sich ein paar Tage ins italienische Outside Inside...

»The Original Sound of New Orleans Soul, 1966-76«

article_8029_newor_150.jpg Nach drei Volumes zu »New Orleans Funk« und »Saturday Night Fish Fry - New Orleans Funk And Soul« bringt Soul Jazz Records/Trost nun eine Compilation mit (bis auf eine funky Ausnahme) Soul-Songs heraus, denen aber häufig der R&B-Touch der Stadt im Mississippi-Delta anhaftet. »New Orleans Soul - The Original Sound Of New Orleans Soul, 1966-76« ist, wie zumeist bei Soul-Jazz-Editions, eine ausgewogene Mischung aus weltbekannten Stars und Sänger...

»Arashi«

article_8014_mi0003771160_150.jpg Die drei fackeln nicht lang und legen mit dem titelgebenden Sturm los, der zwölf Minuten lang die Unsinnigkeit aus deinem Leben bläst. Ich gebe ungern zu, dass Sakata für mich bislang kein Haushaltsname war. Das hat sich kürzlich durch die fantastische Band Chikamorachi mit Jim O'Rourke und Chris Corsano und einem wohl schon jetzt legendären Auftritt beim Brötzmann-»Unlimited« in Wels geändert. Auch hier zeigt der 1945 geborene Saxophonist, warum...

Bass ahead - SBTRKT, Cooly G und Hyperdub-Werkschauen

article_7996_dj-rashad_150.jpg Neben den vier Compilation-Alben anlässlich zehn Jahre Hyberdub weisen die DJ-Rashad-Würdigung »Hyperdub And Teklife Present Nextlife« ebenso in die Bass Music-Zukunft wie aktuelle Werke von Cooly G und SBTRKT. 

»Whatthefuckdoyouwant«

article_7977_mi0003775604_150.jpg Diese erstmals erhältliche Aufnahme aus 1987 umweht der mitunter öde Wind der historischen Signifikanz, weil wir vor allem den Gitarristen Sharrock in einem reduzierten (ein unpassenderer Ausdruck ist nicht möglich) Setting hören können. Seine eher schlanke Diskographie kann nur schwer vertuschen, dass er der wohl originellste Gitarrist im Free-Kontext ist. Historisch untermauert durch seine Arbeit bei Sanders und Davis, aber vor allem durch die ...

The Real McCoy

article_7957_djspinna_150.jpg Nach drei Volumes zu »New Orleans Funk« und »Saturday Night Fish Fry - New Orleans Funk And Soul« bringt Soul Jazz Records/Trost nun eine Compilation mit (bis auf eine funky Ausnahme) Soul-Songs heraus, denen aber häufig der R&B-Touch der Stadt im Mississippi-Delta anhaftet. »New Orleans Soul - The Original Sound Of New Orleans Soul, 1966-76« ist, wie zumeist bei Soul-Jazz-Editions, eine ausgewogene Mischung aus weltbekannten Stars und Sänge...

»Live In Nickelsdorf 1984«

article_7960_a2857370733_2_150.jpg Sehr schön, dass ausgerechnet ein Wiener Label endlich klug genug ist, einen kompletten Mitschnitt vorzulegen. Es mag Teile eines Sun Ra Konzerts geben, die sich auf einem Tonträger nicht gut abbilden lassen (Tanzeinlage), aber hier ist alles drauf und das ist gut so. 1984 ist auch ein nicht gerade überrepräsentiertes Jahr in der immer noch wachsenden Diskographie des Meisters. Plus und Minus könnte man analog eines Grateful Dead Auftritts durchg...

»Disco: A Fine Selection Of Independent Disco, Modern Soul And Boogie 1978-82«

article_7943_cs551807-01a-big_150.jpg Disco - viele meiner Generation hat er in den Siebzigern und Achtzigern bestenfalls nicht tangiert. Heute kaufe ich vieles von dem damals Ignorierten nach. Unglaublich gute Musik! Etwa diese Compilation aus der zweiten Hälfte der Disco-Ära, nachdem 1977 der Film »Saturday Night Fever« der Szene den Weg aus dem Underground geebnet hatte. Soulige Vocals, funkige Bässe, groovende Bläser, Synthie- und Streicherwellen, dichte Percussions ... alles zum...

Comunidad internacional - Reggae | Soul-, Funk- & Jazz-Reissues

article_7880_sunra_150.jpg Soul Jazz hat Sugar Minott schon vor einigen Jahren ein eigenes Album für seine Pionierarbeit bei Clemens Dodd gewidmet, betitelt »Sugar Minott at Studio One« (2005). So ist es entschuldbar, dass er auf dem neuesten Release, »Sudio One Dancehall: Sir Coxsone in the Dance - The Foundation Sound« (Soul Jazz/Trost), nur mit einem Song vertreten ist. Denn es war Sugar Minott, der Coxsone Ende der 1970er darauf hinwies, dass man sich bei Channel One v...

Valina - Ein Container voller Revolutionsversprechen

article_7827_w_valina_2014-neu_150.jpg Die Linzer Band Valina entsagt den gängigen Regeln des Pop. Stattdessen wollen sie mit ihrer verschachtelten Rockmusik auf die vielen systemimmanenten Ungerechtigkeiten aufmerksam machen.

»Goodnight, Civilzation«

  • Artist: Zu
  • Label: La Tempesta Dischi, Trost
  • skug : 99
article_7818_a0703460004_2_150.jpg Hola, die Schlacht-Fee! Die Schmuddelkinder von Peter Brötzmann sind back in town. Und verehren das Wiener Trost-Label mit einer knackig knallharten EP-Gabe, die nahtlos an ihr letztes vierzehntes und bislang bestes Release »Carboniferous« anschließt. Die präsionsballernde Crust-Freude des Post-Hardcore trifft auf Math Rock, Free Jazz und eben das Brötzmann-bekannte Sax-Bariton, das eher wie Streitkolben und Morgenstern durch den Klangkrieg-Dicki...

»Exits«

  • Artist: Loops Haunt
  • Label: Black Acre, Trost
  • skug : 98
article_7721_exits_150.jpg Seit seinem ersten Release im Jahr 2009 hat Loops Haunt seine Arbeit kontinuierlich fortgesetzt und mittlerweile einiges an kreativem Output vorgelegt. Egal ob Jungle, HipHop oder Found Sounds auf der EP »Ark«, dieser isolierte Soundalchimist kreiert seine eigene Soundpalette immer wieder neu. »Exits« ist sein bisher komplettestes Werk, das eher als ein gesamter Track gehört werden soll. Eine komplexe Stimmungsvariable, die immer wieder andere Zu...

»Das Nation«

article_7700_dyse_150.png Schlagzeug gegen Gitarre, Deutsch gegen Englisch, Stopp gegen Go. DŸSE gegen den Rest der Welt. Das sind zwei gegen eine. Überzahl gewinnt, zu unserem Glück. Präzise gespielt, klug gebrüllt, kenntnisreich mit Pausen durchsetzt und keine Sekunde langweilig, kommt der dritte reguläre Longplayer von Andrej Dietrich und Jarii van Goh daher. Das dynamische Duo aus Dresden streift jedes Lädchen des RockNoisePopPunkMetalHardcoreDub-Kasten, aber nur ein ...

.»Range Of Light«

article_7647_range-of-light-front--sma_150.jpg Gute Güte, die sechste Nummer auf dem zweiten Album des Künstlers heißt »Alpenglow«. Haben wir es hier mit einem veganen Freeclimber mit Red Bull zu Vollmond zu tun? Nicht ganz. Sean Carey ist einerseits Schlagzeuger bei Bon Iver, studierter Jazz-Percussionist und Pianist, und andrerseits schon viel draußen. Er ist mehrmals durch die Sierra Nevada (die John Muir, amerikanischer Naturschützer und Autor des 19. Jahrhunderts »Range of light« nannte,...

»Lost in the Dream«

article_7640_sc310_150.jpg »Schalt das Echo ein Schätzchen, wir spielen Arcade Fire. Ach nein, das sind wir gar nicht. Egal, lassen wir den Hall und die Keyboards, geben wir Springsteen aus den 1980ern dazu, und ich singe ein bisschen wie Neil Young. Dann haben wir etwas nicht radebrechend Originäres, aber schlecht ist es nicht.« Adam Granduciel, nach zweijähriger Tour kraft Erfolg des Vorgängeralbums »Slave Ambient« ermüdeter Mastermind und Oberperfektionist, ...

»Double Cup«

article_7616_rashad_150.jpg Während bei Dubstep-Artists eher Stillstand herrscht oder in andere Stile abgebogen wird (zuletzt Disco), so kommen die für mich spannendsten Tanzboden-Sounds nach wie vor aus Chicago. Rashad Harden aka DJ Rashad überrascht zunächst mit dem entspannenden »Feelin'«, das - obwohl synthgeladen G-Funk-angehaucht, was ankündigt, dass sich der Nachfolgestil von Ghetto-House in vielerlei Dancefloor-Universen öffnen lässt - die Essenz von Juke birgt. Kna...

»Get Back«

article_7609_pinkmountaintops_getback__150.jpg Das war schon was, als wir mit Kassettenrekordern vorm Radio, erinnere dich, nach der Schule ... Die in der Stadt konnten ja die Platten kaufen, aber wir? Und dann der Typ im einzig erträglichen Lokal, der schweigend die Kassette über die Bar geschoben hat. Hm, was war da alles drauf, finsteres 80er Zeug, und Grundlegendes. Ramones, Gang of Four, Clash. Der erste Cave, all das. Mudhoney nicht, seltsam. Stooges auch nicht, klar, das war früher. De...

»Chance Of Rain«

article_7567_laurel_halo_chance_of_rai_150.jpg An Perversionen sei sie interessiert, nicht unbedingt in der Art von »you fucking pervert«, sondern vielmehr als eine »progressive Kraft«, erzählte die aus Michigan stammende Produzentin Laurel Halo kürzlich dem britischen Musikmagazin The Wire (No. 357, Nov. 2013). Und glücklicherweise schlägt sich ihr »Verlangen nach Anonymität in der Internet Culture« offenbar weder mit ihrem herausgeputzten visuellen Image, noch mit einem Umzug (im Jahr 2009)...

»Ruthless Sperm«

article_7461_his_electro_blue_voice_-__150.jpg »Ruthless Sperm« ist wieder mal ein knalliger Albumtitel. Ich hatte schon befürchtet, es mit dem klebrigen Abhub alter Grindcore-Masttröge zu tun zu haben und mich auf Fäkalspaß der Marke Rectal Smegma gefasst gemacht. Gottseidank haben die Italiener His Electro Blue Voice dann doch ein Herz für Audiophile, auch wenn Songtitel wie »Spit Dirt« oder »Tumor« und Textzeilen wie »Hello death girl, suck this dick and go away« schon einen eindeutigen Ei...

»Aerotropolis«

article_7460_ikonika_150.jpg Die 1980er sind ein wesentlicher Bezugspunkt dieses Albums der als DJane und Dubstep-Artist bekannten Ikonika. Alte Maschinen werden verwendet, damit also wie so oft Old School und moderne Techniken verbunden. Das Album öffnet mit einem Post-Drone, der sich dann eher in Richtung Freestyle-House und Synthpop manövriert. Die aufstrebende Sängerin Jessy Lanza ist auf »Beach Mode«, dem ersten Vocaltrack von Ikonika, vertreten. Und doch klingt das all...

»s/t«

article_7438_ziq336_john_wizards_150.jpg John Wizards sind eine Band aus Kapstadt und haben hier eine der interessantesten und angenehmsten Platten des Jahres gemacht. Maputo, Kapstadt und Dar es Salaam sind Städte, in denen Sänger Emmanuel Nzaramba und Bandleader John Withers ihren musikalischen Einfluss aufgesogen haben. »John Wizards« ist eine brilliante Kombination afrikanischer Musik, RnB und Kammer-Pop gefiltert durch elektronische Arrangements, die sich mit südafrikanischen House...

»The Ghost List EP«

article_7430_girlsagainstboys_150.jpg Offiziell haben sich Girls Against Boys nie getrennt, sie stellten lediglich im Jahr 2003 den Betrieb ein und waren die vergangenen zehn Jahre inaktiv. Nun wartet die einst als potenzieller Nirvana-Nachfolger gehandelte Post-Hardcoreband überraschend mit einer neuen EP auf. Und ihr sexy Disco-Funk-Punch groovt wieder wie die Hölle; so, als wäre man niemals weg gewesen. Der Opener, »It's A Diamond Life«, erinnert an Blur zu »U-uh!»-Zeiten. Und str...

»Nepenthe«

article_7412_juliannabarwick_150.jpg Musik ist uns heute geläufig als eine Zeitkunst, aber sie ist dies nicht ausschließlich oder zwangsläufig. Au contraire: Musik ist auch Raumkunst. Und das war lange vielleicht sogar primär. Julianna Barwicks letztes Album trug seinen Titel darum - Zufall oder Reflexion - ganz zu Recht: »The Magic Place«. Denn Musik als Raumkunst schafft solche Räume, ist ein architektonisches Mittel, das gebaute Räume erst durch Klang zu erlebten Räumen macht. Na...

»Abrakadabra« (Reissue)

article_7333_abra_150.jpg Neuauflage des obskuren Debütalbums »Abrakadabra« der (einstigen) Tiroler Teenage-Band Klockwerk Orange. Verwunderlich wie das Werk selbst ist auch seine Entstehungs- und Rezensionsgeschichte: Das mit 18.000 Schilling selbst produzierte Album erschien 1975 auf einem Major-Label, blieb dabei medial jedoch jahrelang weitgehend unbemerkt. Die Band löste sich nach etwa 20 sagenumwobenen Liveauftritten im Raum Tirol auf. In der Zwischenzeit allerdings...
Reviews | Gioco Bagno | 10/2013 mehr lesen

»s/t«

article_7262_goldensuits_frontcover_hi_150.jpg Fred Nicolaus hatte während der Aufnahme zu seinem selbstbetitelten Debüt als Golden Suits nicht bloß mit dem üblichen gebrochenen Herzen zu kämpfen. Sondern auch mit einer Rattenplage in seinem Brooklyner Apartement. Ich weiß, wie eine Rattenplage ist. Ich hatte einmal eine Rattenplage, in einem Marburger Altbau. Rattenplage heißt, nachts wachzuwerden von komischem Rascheln, und dann sitzt eine fette, fiese Ratte auf deinem Kopfkissen. Heißt, zu...

»Muchacho«

article_7147_phosphorescent-muchacho-5_150.jpg Es ist nicht allzu lange her, da befand sich Matthew Houck aka Phosphorescent in einer echt beschissenen Situation: Wohnung weg, Freundin weg, Studio weg, noch dazu Winter in NYC und ein entsprechend mächtiger Blues bemächtigte sich seiner. Was tun? Die Flucht in die Arbeit ist beliebtes Mittel den seelischen Schmerz auszublenden, und Houck flüchtete radikal. Ausgerüstet nur mit dem Nötigsten setzte er sich nach Mexiko ab um dort in totaler Einsa...

»s/t«

article_7113_chelsea-light-moving-2013_150.jpg Copy-Paste ist eine weitverbreitete Methode, sich das Leben leichter zu machen. In einem Business- und Finance-Umfeld ist es ein Zeichen von Klugheit. Dumm, dreist und dämlich ist es hingegen, das Prinzip »Ich nehme etwas das schon mal da war, das macht's einfacher« im Akademischen zu verwenden, um Titel mit Arbeiten zu ergattern, von denen gerade das Inhaltsverzeichnis selbst geschrieben ist. Und klar unter jeder Sau sind Menschen, die kluge Wor...

»Acid: Mysterons Invide The Jackin' Zone ...«

article_7110_va_acid_150.jpg Nach der Compilation »Acid - Can You Jack« (2005) kommt nun sozusagen die Fortsetzung, Chicago- und Acid-House auf Doppel-Vinyl, mit Booklet und vielen Gadgets. Glücklicherweise hat Souljazz dem widerstanden, auch nur einen einzigen Track zu integrieren, der das unsägliche »Aciiid« deklamiert. Es zirpt sich - klar - die TR-303 durch die Nummern, »Mysterons« lässt jene (internen) Verwerfungen erkennen, die zwischen House, Acid und Detroit Techno a...

»It's Up To Emma«

article_7108_scout_niblett_its_up_to_e_150.jpg Emma Louise Niblett hatte ein beinhartes Jahr. Es gab Trennungen. Musikalische und Private. Was für Emma nicht schön gewesen sein wird, ist für das künstlerische Alter Ego Scout ein wahrer Segen. Ein neues Album nach drei Jahren, das schwer treibend mit wohldosierten Arschtritten durch eine Tour de Force häuslicher und emotionaler Krisen flucht, das ist Zustandsbewältigung de luxe. Und eine Frau, die eh schon immer voller Schwerkraft Schlagzeug s...

»Deutsche Elektronische Musik 2«

article_7096_sjr_265_deutsche_elektron_150.jpg Zwischen der »Weissen Alm« und dem schwarzen Loch ist viel Platz. So viel Platz, dass sich ein kruder Naturromantiker wie der Schweizer Sergius Golowin mit seinem Lobgesang auf »Lord Krishna von Goloka« (Der Lois von der Weissen Alm?) neben den Raum-Explorern Eno, Moebius & Roedelius (»Base & Apex«) darauf tummeln kann, ohne dass das halogene Sternenschiff die armen Kühe aufschreckt. »Deutsche Elektronische Musik 2« sieht den Gott des Kra...

»Images Du Futur«

article_7047_suuns_-_images_du_futur_150.jpg Suuns live! Am 14.8. im Wiener Chelsea. »details Pitchfork wieder mal. Schon beim Erscheinen von »Zeroes QC«, dem Debütalbum von Suuns, wurde deren Ähnlichkeit zur Band Clinic nicht zuletzt von ebenjenem Hipster-Portal hervorgehoben. Pitchfork glaubt auch heute noch beweisen zu können, dass Suuns Clinic kopieren und zwar anhand eines einzigen Gitarrenmotivs im Song »Minor Work«. Freilich ist das allergrößter Blödsinn, doch so verhält es sich...

»Tausend Seen«

article_7028_daemmerattacke_150.jpg Wien, 1982: Das 6-köpfige Dada-Kollektiv Dämmerattacke aus Wiener Neustadt hat einen Aufnahmetermin im Wiener Tonstudio Reinhard. Die Formation, die sich selber stets als reines Live-Ding versteht, engagiert den Monoton-Macher Konrad Becker als Produzent. Das angestrebte Ziel, den Wahnsinn zwischen blankem Schülerband-Amateurismus und juveniler, S.Y.P.H.-geschwängerter Dilettanten-Genialität in den Griff zu bekommen und letztlich in die Konserve ...

»Lady from Shanghai«

article_7020_pere_ubu_-_lady_from_shan_150.jpg Pere Ubu gibt es seit 35 Jahren und man konnte dem Mannen um Sänger David Thomas vielleicht Sturheit, Selbstsabotage oder diverse Abhängigkeiten vorwerfen, niemals aber das Fehlen einer Vision oder gar Langeweile. Für »Lady from Shanghai« mussten die Musiker ihre Parts allein und ohne Proben aufnehmen und so ergibt sich eine Kollision zwischen dem Song und der Improvisation unter den strengen Augen des Chefs. Für Thomas, einen der größten Söhne C...

»We Are The 21st Century Ambassadors Of Peace & Magic«

article_6975_foxygen_-_we_are_the_21st_150.jpg Are We The 21st Century Ambassadors Of »Retromania«? Ist die Popmusik nur mehr ein Spiegelbild ihrer eigenen Vergangenheit? Nachzuschlagen bei Simon Reynolds, oder eben bei Foxygen. Diese sind wie ein komprimiertes Spiegelbild an Musikgeschichte, pfeifen auf die Retropolizei und das gekonnt zu den Takten von VU & Nico's »I'll Be Your Mirror«. Die beiden Kalifornier Sam France und Jonathan Rado haben im Vorjahr ihr Debüt »Take The Kids Off Bro...

»Trouble in Paradise«

  • Artist: Phantom Orchard Orchestra
  • Label: Trost, Tzadik
article_6959_phantom_orchad_orchestra_150.jpg Schon ab den ersten Tönen macht diese Truppe keinen Hehl um den Albumtitel, eine Tzadik-Release der Oracles-Serie durch und durch. Es handelt es sich um eine Female-Supergroup mit Zeena, Sara und Maggie Parkins, Ikue Mori, Maja Solveig Kjelstrup Ratkje, Hild Sofie Tafjord und Shayna Dunkelman, die hier in Schichtungen geisterhafter, atmosphärischer und exotischer Anleihen vordringen. Es ist eine Art Vollbesetzung dieses Bandprojekts, das von Mori...

»Total Folklore«

article_6962_total-folklore_150.jpg Chemie ist, wenn es knallt und stinkt; wenn es knallt und nach Zuckerwatte riecht und nach gegrillten Marshmallows, dass es einem aus den Ohren rauskommt, ist es hingegen Dan Friel. »Total Folklore« piept, es schreddert, es hupt, es kreischt fies, es fiept im Ekelfrequenzbereich, dann watschelt, dudelsackspielend, SuperMario vorbei, mit einer Melodie, so süß, dass wieder Hoffnung aufkeimt, dem Tinnitus doch noch zu entkommen - und dann sind nur d...

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Fri 10.03.2017 : [~2.4.] valeska gert – gesicht - körper - bewegung | filmarchiv austria kino kultur haus | wien

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Sat 01.04.2017 20:30: foxing | chelsea | vienna

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