
Laura Gibson, die Singer/Songwriterin aus Oregon, bringt auf ihrem dritten
Album etwas Pepp und vor allem dezente Drums in ihr romantisches Folk-
Spiel. Ihre Stimme erinnert mal an die frühe Goldfrapp, dann wieder an Beth
Gibbons (Portishead). Die Aufnahme-Ästhetik ist wie gehabt Lo-Fi und mit Field-
Recording-Touch. Zumeist spartanisch instrumentiert, erfährt Gibson solide
Unterstützung u. a. von den Decemberists. Sind Lauras Erzählungen mi...

Der purste herzbebende Sonnenschein. Nie zuvor funkelte und perlte das australische Instrumental-Trio so vollmundig, positiv, lebensfreudig. Natürlich: Die porösen Klangwelten aus Violine, verwaschener Gitarre und zarter Frickel-Drums sind nach wie vor bewährt wortlose Indie-Rock-Avantgarde. Aber gerade die mitunter brachialen Workout-Ausritte von Warren Ellis Richtung Nick Cave inklusive Bad Seeds, Grinderman und sensationeller Film-Scores un...

Kabinenparty im Taxi zum Klo. Mit zehn Platten in zehn Jahren sind Xiu Xiu zur Chef-Persönlichkeit des Weltschmerz-Pop gewachsen. Wie schon der Vorgänger mit dem lauschigen Titel »Dear God, I Hate Myself« sind die von Teenage Angst durchsetzt gegreinten Synth-Pop-Gassenhauer von fett tanzbarer Königsklasse. Nur die Tendenz zur Selbstverstümmelung in Texten und psychopathologischer Weltwahrnehmung betreibt Band-Köpfchen Jamie Stewart mit ei...

Mit Ausnahme unseres Bundespräsidenten und des Manner-Schnitten-Chefs haben wohl eh schon so ziemlich alle Promis des Landes ihren Senf zu Bob Dylan, unseren liebsten verlorenen Sohn, in sogenannten Quali-Medien abgegeben. Etwaigen Vergessenen bietet die Amnesty-International-50-Jahrfeier nun mit vier CDs voll Dylan-Coverversionen aber noch eine Gelegenheit zum Tratsch. Bobs Geburtstag steht übrigens auch bald wieder, am 24. Mai, an. Grundsätz...

Retromania und kein Ende! Nach Hauntologic-Pop geistert mit Hypnagogic-Pop heuer schon die nächste Transmutation einer Musik durch die Blogs, Magazine und Köpfe, die es am liebsten hat, wenn sie mit Begriffen nicht zu fassen ist und dabei dennoch alles in den Sampler lädt, was am Ende des Tages auf Flohmärkten an Tonträgern noch übrig geblieben ist.

Trendwende oder Ausnahme? Dem Werk von Georg Danzer und eigentlich allen anderen österreichischen Künstlern wurde bisher eher traurig mitgespielt. Es wurde auf schnell zusammengeschusterte Kompilationen verbannt und der große Rest der Songs war dem Vergessen preisgegeben. Erstmals werden jetzt fast alle Alben von Danzer wieder aufgelegt und diese Songsammlung ist die Speerspitze dieser Edition: 62 Hits und Schlüsselsongs sind chronologisch au...

Im Alter von 14 Jahren saß eine junge Dame namens Björk Guðmundsdóttir vor dem mythischem Baum Hlynur (irgendwo nördlich von Reykjavik) und schwor sich selbst (und vor Odin), dass sie in ihrem Leben keinen Tonträger veröffentlichen würde, der nicht einen kreativen Fortschritt gegenüber dem vorigen darstelle. Daraufhin wollte erst mal jahrelang niemand etwas mit dieser überehrgeizigen Göre zu tun haben. Aber schließlich klappte es doch...
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Artist:
Barry White, Detroit Emeralds, Dramatics, Etta James, Eve Barnum, Jean Wells, John Legend & The Roots, Johnny Taylor, Lady Gwendolyn, Latimore, Ledisi, Little Milton, Lorez Alexandria, Mayer Hawtho, Rufus Thomas, Shirley Brown, Stereo MC’s, The Staple Singers, Uptown Empire
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Label:
BBE, Hoanzl, Soul Jazz Records, Sunshine, Superfly, Universal, Verve
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skug :
89

Soul-Divas, Chicago Soul, Stax Remasters ...
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Artist:
Opas Diandl
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Label:
Spectre, Universal

Creative country, or vital folk, or just: good music from Austria. Opas Diandl is an all-acoustic ensemble in the pure tradition (from Pentangle to The Kentucky Colonels). Beautifully united, tight, together and played. Indeed a form of natural intelligence from the heart and truth. They sure love their mountains, valley and neighbourhood, but it never ends there, each song is an invitation to dance, two-steps, hugs and more. A record to keep.

Wow! The Fall in der Form ihres Lebens und Mark E. Smith mault: »I’m aaa fifty yeaaar oooold maaaan«. Das Älterwerden hat eben auch seine Vorzüge, was in diesem Wahnsinn von einem Freakout gleich auf über 11 Minuten gewalzt wird, feat. ein waghalsiges Banjo-Intermezzo und nicht aus dem Ruder laufende Tempi- und Stilwechsel. In »Wolf Kid Adult Man« treffen gar Fall’scher Rumpelbeat und ein Stooges-Riff aufeinander und der Opener verhie...

Buddy Holly only, nice. As many covers as you want (in fact no, could take more even), all artists: Patti Smith, Fiona Apple, Paul Mc Cartney, Kid Rock, Lou Reed, John Doe, Graham Nash, Nick Lowe ... It's typically the kind of record I jump on when I first see it in the package, raving on precisely as they kindly underline it on the front cover, and then need ten years to actually play it. I'm so glad I have it, I'll hang it on the wall, that's w...

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Der Mann läuft über die Vorrangstraße, bleibt einen Schritt vor der jungen Frau stehen, die am Gehsteig kniend den verstreuten Inhalt ihrer Umhängetasche aufsammelt. Der Rock ist zerrissen, an der Bluse fehlt ein Knopf. Wenn man genau hinschaut, könnte man sie sehen, die verräterischen Details ihrer halb entblößten Weiblichkeit, die kleinen Wölbungen, die verführerischen Schatten … aber wer würde bei dieser Frau schon an Sex denken! ...

Dionne Warwick fällt mir dazu ein. Und auch ... Sheena Easton. Genau. Dort ungefähr stehen wir mit der neuesten CD von Rebekka Bakken, bei einer albumfüllenden Fußnote zu »We’ve Got Tonight« – nur eben ohne Kenny Rogers. »September« versteht Rebekka Bakken als Weiterführung ihrer »amerikanischen Serie«, also als eine Hommage an das great american songbook zwischen Folkpop und Country, aber aufgrund der streichelweichen Arrangements...

Auch eine Frage des Alters. Sicher, einerseits haben wir früher mit John Zorn auf »Naked City« wildesten, unverschämtesten Jazzpunk gemacht, andererseits haben wir längst bewiesen, dass wir weder Berührungsängste mit irgendeinem Genre haben, noch dass wir unsere Virtuosität irgendwem beweisen müssen. Wir folgen nur noch unserer musikalischen Vision, was Nörgler gerne als eklektizistisch bezeichnen. Warum also sollten wir nicht den unver...
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Artist:
Steve Cropper
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Label:
429 Records, Universal
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skug :
88

Steve Cropper, Hausgitarrist von Stax (und der Blues Brothers Band) und auf unzähligen Soulklassikern zu hören, wurde in seiner Jugend von Lowman »Pete« Pauling, Gitarrist der 5 Royals, geprägt und gefördert. Hier widmet er sich den Songs seiner einstigen Vorbilder und hat sich dafür die besten Sänger eingeladen, die es im amerikanischen Süden gibt. Wenn Lucinda Williams und der große Dan Penn oder Bettye LaVette und Willie Jones im Due...

Ach, ich liebe love-to-love, um mich immer daran zu erinnern, dass wir alle geliebt haben: erst ein Mal, dann zwei (eine Neuauflage). Wenn »Something Else« ein geläufiger Ausdruck ist, den wir alle bisweilen verwenden, dann fällt mir kein anderes Album ein als dieses Debüt des Ornette Coleman Quintetts (aufgenommen 1958 in Los Angeles), das eine derartig drastische »Andersartigkeit« bietet. Drastisch nicht aufgrund der Menge an Adjektiven,...
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Artist:
Babazula
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Label:
Essay Recordings, Universal
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skug :
88

Natürlich kam Babazula, mit türkischen Filmmusikpreisen ausgezeichnet, in Fateh Akins Istanbul-Sound-Doku »Crossing The Bridge« (2005) eine wesentliche Rolle zu. Die im Kern aus Murat Ertel (Voc, Saz sowie meist elektrisch verstärkte Saiteninstrumente, Oszillator, Theremin) und Levent Akmann (Perc, Holzlöffel, Machines und Toys) bestehende Psychedelic Rockband ist in einer Position, wo sie auch als kritischer Zeitgeist wahrgenommen wird. So...

Nun gut, man kann sagen, dass das alte Gitarre&Stimme-Format wie ein Zwillingspärchen ist, wie enge Schwestern oder andere Verwandte, aber: das ist nicht immer der Fall. Die großartige Ella und ihr treuer und geliebter Begleiter Joe Pass (Joe Passalaqua 1929-1994) sind hier in einem Set, das Klassiker und Broadway Standards bietet (15 Songs und zwei andere Versionen). Am Ende spielten sie oft auf diese Art und man kann sicher mehr solcher P...

Der aus Ohio stammende Saxophonist/Sänger/Komponist sagte, John Coltrane sei der Vater des spirituellen freien Jazz, Pharoah Sanders der Sohn und er selbst der Heilige Geist. Da ist viel dran. Gemeinsam hat diese Dreifaltigkeit das Innehalten als musikalische Meditation über universelle Gedanken und das Üben auf dem Saxophon auf steter Suche nach neuen Soundterritorien. Das Mundstück war näher als politisches Engagement, ging es doch h...

Eurodance goes Arthouse. Den Gipfel der Groteske erreichte der Hype, als der belgisch-ruandische Producer Paul van Haver alias der verdrehte Maestro des Projektnamens, in David Byrneschem Nerd-Outfit beim großen Ballermann-Privat TV-Contest-Fest in Ibiza hochgeschlossen und schüchtern die Patschhand von Jürgen Drews und Hansi Hinterseer abklatschen durfte um dezent im Hintergrund des bikini-bewehrten Ski-Lehrer-Dreckspacks zu verschwinden. Kla...

Breitwand-Säuselseelen-Songwriter sind immer ein gefährliches Schwert. Die Kippe zum selbstverliebten Thor, der in der Mainstreamsuppe absäuft ist eine schnelle Stolperstelle. Umso exzellenter, wenn mal eine klassikanisch sanfte Weichbrut und Softie-Baggage das Segel richtig setzt. Das Gothenburg-Trio um Klampfenrehauge José Gonzalez schlägt da noch gelungener in die Kerbe des verständnisvollen Mannes als die schwedischen Landsgenossen Pete...

Machen wir das ganz große Fass auf: Sind Interpol seit jeher überbewertet? Was bleibt, außer ein paar (zugegebenermaßen) großen Hymnen? Welche bemerkenswerte Weiterentwicklung kann man der Band über die Jahre attestieren? Bewegt sich das neue, mittlerweile vierte und schlicht »Interpol« betitelte (symptomatisch?) Werk nun endgültig am Rande der Relevanz? Wenn man von jeder Fan-Befangenheit frei ist, kann man dieser Platte relativ wenig a...

Mark E. Everett hat die Schaffenswut eingeholt, das dritte Album in 14 Monaten mag zwar den einen oder anderen Fan überfordern, aber hier geht es um Entwicklungen eines großen Spinners, Charakterkopfes und Songwriters. Waren früher sein Hund und seine Songs, die er allein in seinem Keller zurechtschnitzte, die einzigen Gründe nicht zum Strick zu greifen, so schleicht sich allmählich Lebensfreude in homöopathischen Dosen in sein Werk. Auch w...

The Drums aus Kalifornien stellen wohl textlich wie musikalisch den kompletten Kontrapart zu einem Projekt wie Villagers dar. Nicht das Brechen von Konventionen oder das Aufdecken von Jugendmythen sind ihnen ein Anliegen. Vielmehr wollen sie diese beibehalten – oder gar – sie wissen es noch nicht besser: In zwölf sehr ähnlichen Songs werden die ewige Liebe und ein Lifestyle beschworen, wie man ihn sich dem kalifornischen Klischee nach vorst...

Machen wir das ganz große Fass auf: Sind Interpol seit jeher überbewertet? Was bleibt, außer ein paar (zugegebenermaßen) großen Hymnen? Welche bemerkenswerte Weiterentwicklung kann man der Band über die Jahre attestieren? Bewegt sich das neue, mittlerweile vierte und schlicht »Interpol« betitelte (symptomatisch?) Werk nun endgültig am Rande der Relevanz? Wenn man von jeder Fan-Befangenheit frei ist, kann man dieser Platte relativ wenig a...

Es gibt nicht viele Musiker, die es sich leisten können nur den Vornamen auf das Albumcover zu drucken. Caetano Veloso gehört zu dieser Elite, wie es auch Elvis oder Fela getan haben könnten. Hier kommt Veloso zurück mit simplen Arrangements dominiert durch seine elektrische Gitarre und jene von Pedro Sa. Produziert haben Sa und Moreno Veloso. Nicht aufregend, eher klassische Kost. V. a. auch schwierig wenn man die doch wichtigen portugiesisc...

The reason I decided to listen to this new Jane Monheit album is this one: In general when you know who she is, know the frame and label it released on, know the musicians and overall concept, you can only come up with a 99 % a priori (not at all cause its bad, it isnt by very far, but because its a totally restricted and conscripted area, due to buyers of such mostly). But maybe Im wrong so let s try it (seven or so minutes later): I ...
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Artist:
Mari Boine Remixed Vol. II
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Label:
Universal
I feel a bit like arriving in the middle of a familly dinner, while I play that album. First I have no clue to the »Vol. 1«, not much more to Boine's latest releases and even further less to what a »remix« album can look like this year. »While It Gently Whispers ...« is generally the pitch on that album, but don't get me wrong, it's very pleasant to get whistled and whispered in the ears, in this case. Some of the songs are not without remi...

Bei den Majors gibt's nach wie vor die Suche nach dem neuen Michael Jackson, Prince oder Justin Timberlake. Sam Falcons Electrofunk ist perfekt produziert und hat alle Ingredienzien, die moderne Clubmusik so ausmachen. Kommt ja auch aus L.A. und verfügt über eine tolle Stimme. Trotzdem ist das alles zu glatt, zu berechnend, um wirklich gut zu sein. Das ist Dancefloormusik auf dem Reißbrett konzipiert und viel zu chic, als dass sie irgendwas be...
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Artist:
Diely Moussa Kouyate
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Label:
Universal
Via Universal France kommt dieser afrikanische Musiker zu uns: Die Musik des Gitarrist Diely Moussa Kouyate bezieht sich aber stark auf seinen Herkunftskontinent. Er stammt aus Mali und singt in den Landessprachen. Die Musik ist die übliche, auch bei vergleichbaren Kollegen Ismael Lo, Habib Koite oder Tiken Jah Fakoly gegebene Mischung aus afrikanischen Traditionalismen, westlichen und afrikanischen Instrumenten und Pop-Einflüssen. Kouyate sche...
Die Originalmusik beliebter Hörspielserien wurde remixed. Ok, das allein klingt schon bedrohlich genug, aber es könnte ja auch gut sein. Nun - die meisten Tracks wurden in Richtung Disco produziert, weil man das heute halt so macht. Wie lang das noch so funktionieren soll, weiß keiner. An sich hat sich das sowas von überlebt. Da wäre mehr drinnen gewesen. Wer braucht schon Remixe von Tom Novy oder Da Hool und Tomcraft. Da wären Leute w...
Für mich gibt es ein programmatischen Lied, ja fast ein dogmatisches Werk, welches man als Exil-Grieche kennt wie kein anderer: Eigentlich geht es bei dieser Rezension um den weit über die hellenischen Landesgrenzen hinaus bekannten Interpreten - George Dalaras. Um die einleitenden Worte aufzugreifen; meine Gedanken wenden sich dem wunderschönen Titel »Meno ektos« (griechisch, wörtlich »Ich bleibe draußen«) zu und manifestieren sich...
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Artist:
Carel Kraayenhof Y Su Sexteto Canyengue
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Label:
Universal
Das neue Album des Niederländers C.K. und seinem Sexteto Canyengue ist zwei Jahre nach dem letzten, »Street Tango«, erschienen. Mehr als je zuvor in seiner 20-jährigen Laufbahn als Tangomusiker sorgt er damit für Aufsehen. Sechzehn Titel durchläuft die CD, die innerhalb des Genres zeitlos souverän wirkt, wobei sieben davon von C.K. selbst komponiert und zugleich seinen persönlichen Vorbildern und Tangoheroes als Hommage gewidmet werden. S...
Es gibt Bands, die man einfach mag. Oft kann man das auch begründen: Bei Papermoon ist es die unglaubliche Stimme von Edina Thalhammer, die immer - auch kürzlich live im Theater am Spittelberg - zu verzaubern vermag. Eine Weihnachts-CD mit den beiden Faserschmeichlern von Papermoon lag also auf der Hand: Der Weihnachtsreigen beginnt mit »Winter Wonderland« und führt zu »Little Drummer Boy«, einem Traditional, mit dem ja auch Mr. Bowie scho...
Is there a life before, and therefore after too, such a group as »Passport«? Is German tenor
saxophone fame Doldinger the Dave Sanborn, Jan Garbarek or Wayne Shorter or
else from the country? Who does still know who are were and will always
remain Sigfired E. Loch and
Joachim-Ernst Behrendt ?
Questions are
probably wrong but this fantastic 4 CD box sets of his early recordings is the
best ever possible answer, lesson and knowledge to...

»The Legendary Prestige Sessions«: Réédition de l'ensemble des séances qui changèrent la face du Jazz dans le milieu des années 50. L'arrivée de Coltrane, d'un
nouveau jeu de contrebasse aussi avec Chambers et d'un Miles Davis toujours
plus a la pointe de son temps et de son art.
Vor ein paar Jährchen mutete es noch seltsam an. Der gemeine Anhänger musikalischer Werke konnte sich ein Bild seiner Lieblingsband wie folgt machen: Entweder er war bei einem Konzert dabei oder er erstand sich politisch ganz korrekt im Plattenladen seines Vertrauens einen Live-Mitschnitt, so es ihn gab. Jaha, auch wir 79er Jahrgänge mussten so verfahren. Zugegeben, es gab dann noch die Musikkassetten und man zeichnete sorgfältig Udo Hubers T...
Es ist exakt zehn Jahre her,
dass Sergio Mendes seinen letzten Longplayer (»Oceano«) veröffentlicht hat.
Selbst Leute (wie ich), die »Arara« (1989) und dann v.a. das Grammy-gekrönte
»Brasileiro« mit dem jungen Carlinhos Brown (1992) schwer begeisterte, vergaßen
Sergio Mendes in der Hektik der 90er Jahre. Nun ist er mit einem Paukenschlag
zurück! Und das hat nicht bloß mit der keine Kosten und Mühen scheuenden
Marketing...
Da hat es auf den aktuellen Platten von George
Clinton und Stevie Wonder so tolle Ansätze als Gast/Co-Komponist gegeben, die
zu Recht auf eine ganz irre neue Prince-CD hoffen ließen, und dann das! Jetzt
ist die Zeit ja ein Kreis/eine Spirale und Prince muss auch kein Rad neu
erfinden, aber haarscharf daneben ist manchmal eben auch total daneben. Zwar
gefallen die cheesy und greasy zuckerlfarbenen Monaco Vice-Keyboards bei
»Lolita« ...
Tarkan mit seinem ersten
englischsprachigem Album. Das klingt schon mal bedrohlich, aber es war ja zu erwarten,
nachdem der Star des Turkish Pop jetzt in New York beheimatet ist. Aber sieht
man es als isoliertes Album, ist es gar nicht so schlecht. Die Verbindung
orientalischer Rhythmen und Instrumentierung mit moderner R'n'B-Produktion
klingt genauso wie es mit viel Budget möglich ist. Klarerweise ist das nicht
mehr trashig wie die Masse ...
Hossa! Ist denn schon Weihnachten? Da landet
plötzlich ein Silberling von Apocalyptica auf dem sorgfältig organisierten
Chaos meines Schreibtisches. Kurzes Entsetzen, weil es ein Vorbote einer »Best
Of«-CD ist. Zittrig und Schweißperlen auf der Stirn glauben wir an eine
Bandauflösung á la Backstreet Boys. Ein wenig inflationär diese Retrospektiven
auf das Bandgeschehen. Aber nach dem Schock hört man aus diversen Interviews
int...
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Artist:
Eleftheria Arvanitaki
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Label:
Universal
Eleftheria ist das griechische Wort für Freiheit.
Der Vorname passt zu dieser Künstlerin wie die berühmte Faust aufs Auge. Die
Poetin arrangiert ihre Alben immer in einem besonderen, ihrem individuellen
Stil und der dazu passenden Atmosphäre. Nun, mal klingen die Melodien
melancholisch und manchmal sprühen sie vor Lebensfreude. Das neue Album - To
The Edges Of Your Eyes - ist eine musikalische Gratwanderung. Man könnte sagen:
Experime...
Ein Blick in die Kinderstube der Video-Clip-Ära vor MTV
ermöglicht diese Zusammenstellung von Clips unserer wohl liebsten Hardrock-Band
von überhaupt. Und das nicht nur weil der verschmitzte irische Jimi
Hendrix-Look-Alike und Bandchef Phil Lynott einst bei Johnny Thunders
ausgeholfen hat und Bob Geldorff noch nie mochte. Es sind hier neben toller
Musik auch die irren, zeittypischen Klamotten und die paar, jeweils während
einer Tour...
Madsen ist eigentlich eine One-Man-Show.
Weil die aber alleine nicht umsetzbar ist, hat Sebastian Madsen um sich herum
eine Band dieses Namens geformt und gibt den klassischen Rock'n'Roll-Frontman,
der auch alle Texte und Songs schreibt. Dass Madsen aus dem der Hamburger Schule so nahen Wendland kommen, weiß
man, und es ist dank des soliden Songwritings mit schönen Dur/Mollwechseln
nicht zu überhören. Inhaltlich nichts wirklich Neu...
Die Welt mag im
Sumpf versinken, doch die Band aus Norwegen kümmert das kaum. Auf ihrem
mittlerweile dritten Album spielen sich Kaizers Orchestra zu gewohnt
unterwerfungswürdiger Form. Musikalisch ausgelastet hat sie das aber noch lange
nicht.

Bisher verband ich mit »Encore« in erster Linie zwei Dinge:
das zeremonielle Verhalten, das man bei Galas an den Tag legt (manche nennen es
»bis repetitum« oder - wenn Sie es etwas einfacher wollen - »bis bald«), und
das Seminar XX von Jacques Lacan, das den Titel »encore« trug. Eminem nimmt
jedoch schon wieder den Mund voll und liefert uns eine dritte Bedeutung. Und?
Michael Moore, Springsteen & REM oder besser Eminem gegen ei...
Nein, Athenas neues Album hat weder etwas mit den Staaten noch George Bush zu tun. "Us" ist türkisch und bedeutet übersetzt so viel wie »fleißiges Benehmen«. Was sich die Zwillingsbrüder Gökhan (voc.) und Hakan (guit.), die Gründungsväter der in der Türkei mächtig berühmten Band, bei diesem Namen gedacht haben, ist fragwürdig. Fleißig kann man vielleicht noch nachvollziehen, zumal die Jungs, die beim letzten Eurovision Son...