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»s/t«

article_5716_usrails_150.jpg Dass man aus mittelmäßigen Fussballern durchaus gute Mannschaften formen kann, ist kein Geheimnis. Dass das auch mit Songwritern funktionieren kann, ist aber definitiv eine neue Erkenntnis. Langdienende Kräfte in den oberen Regonalligen des Songwriting wie Joseph Parsons, Tom Gillam, Ben Arnold und Scott Bricklin werfen ihre besten Songs in die Schlacht und wenn sich vier kreative Singer/Songwriter zusammentun wandeln sie natürlich auf den S...

»as/if/when«

article_5728_zev_150.jpg Die perfekte Platte für Geschichtskittung: Stefan Weisser aka Z'EV zählt neben TG oder Boyd Rice zu einem der dienstältesten Krachmacher. Seit beinahe 40 Jahren beschäftigt sich Z'EV mit akustischer Kabbalistik, Gamelan und eigenartigen Perkussionsexperimenten. Praktisch keiner ist so tief in die Metaphysik des Klangs eingetaucht wie er. »as/if/when« kompiliert auf durchsichtigem Vinyl Live-Konzerte in Los Angeles (1978) und San Francisco (1982)....

»For The Ghosts Within«

article_5727_was_150.jpg Der weiße Schwan ist zurück. Mit zerrauften, müden Federn gleitet er über das gleichmütige Wasser. Die Augen sind trüb. Doch jeder Federschlag, jedes leise Quäken mundet wie ein Gedicht, das man nie zuvor zu hören glaubte. Alternde Romanzen im Chanson- und Jazz-Takt, das bewegt und durchfließt auf kongeniale Weise den mürben Giganten Robert Wyatt, der sich hier in das große Kammerorchester gewagt hat. Der Exil-Israeli und klezmernd...

»EXPO86«

article_5726_wolfparade_150.jpg Gute Freunde gehen durch dick und dünn, und solche, die das schon seit Kindheitstagen sind, geben das Räuber-und-Gendarm-Spiel lang nicht auf: Spencer und Dan werden solche Freunde gewesen sein: zusammengerauft, weil es niemand anderen in der selben Straße gab, und in Kontakt geblieben, weil folglich niemand die verschwörerischen Codes von früher verstand.  Das würde auch erklären, dass die Writing Credits so brav im Booklet angegeben s...

»Becoming A Jackal«

  • Artist: Villagers
  • Label: Domino
  • skug : 84
article_5725_becomingajackal3_150.jpg »I was a dreamer - Staring out windows, Out onto the main street, ?Cos that's where the dream goes«. Conor J O'Brien ist anno 2010 wahrlich kein Träumer mehr. Auf diesem Villagers-Debüt - die Band existiert eigentlich nicht, Conor hat bis auf die Streicher sämtliche Musik selbst eingespielt - ist er vielmehr auf der Suche nach Wahrheit und Ehrlichkeit. Er entlarvt Versprechungen der Jugend als haltlos, wie etwa in »Ship of Promises« oder dem Tite...

»Intimacy«

article_5724_intimacy_150.jpg Aus Belgien stammt diese hoch gelobte Combo, die auch schon als »die besseren Coldplay« bezeichnet worden ist. Tatsächlich entfalten Venus In Flames vom ersten Lied an ein besonderes Flair, dem man sich nur schwer entziehen kann: Liebevoll gefertigte Popstücke, mit jeder Menge Chorgesang und schönen, eingängigen Melodien - akustische Gitarren bekommen mittels Piano eine dickere Konsistenz. Melodramatik kann in so einer Konstellation natürlich auc...

»In Progress«

article_5723_in_progress.jpg_150.png Ein gutes Beispiel dafür, was alles möglich ist, wenn es zugelassen wird. Der umtriebige Kurator, Noise- und Metal-Experte Lukasz Szalankiewicz, der als Musiker unter dem Namen Zenial veröffentlicht, hat mit »In Progress« Stücke von internationalen Musikern für das Danziger Zentrum für moderne Kunst Laznia zusammengestellt, bei denen sich Neo-Klassik, Experimentalelektronik und Soundkunst gleichberechtigt gegenüberstehen. Die Tracks basieren auf ...

»a-chronology. An Anthology of Noise & Electronic Music. 1957-2010«

article_5717_anthology_150.jpg Seit Anfang der 2000er sind mit dieser Veröffentlichungsserie des belgischen Labels Sub Rosa sechs DCDs erschienen, die sich mit historischer und musikalischer Grundlagenforschung zu Noise, Musique Concrète, Radiokunst und Experimentalelektronik auseinandersetzen. Die Palette reicht von Russolo bis Zappa, von Autechre bis Sonic Youth. »a-chonology« sind essentielle Compilations; Punkt. In loser Abfolge versammelt der sechste Teil nun besonders Tr...

»Lagos Disco Inferno«

article_5722_lagos_150.jpg Ruff, rugged'n'raw kommt es daher, das Lagos Disco Inferno auf DoLP, eine Compilation von Frank Gossner, die er während eines dreijährigen Aufenthalts aus den westafrikanischen Crates zusammengediggt hat und für uns in einzigartiger Weise den Groove im Lagos Ende der 1970er Jahre kaleidoskopiert. Und selbst wenn man als hüttenkäsiger Mitteleuropäer nicht den blassesten aller Dünste für diese Nische hat, die zwölf Hochkaräter aus afrikanischem Boo...

»Noise of Cologne 1«

article_5718_noise_of_cologne_1_png_58_150.jpg Köln und Musik: Wir erinnern uns an das WDR-Studio, an Stockhausen und Eimert oder an Entenpfuhl und Kompakt. Diese Stadt bündelt(e) also einige der wichtigsten Funksignale gen elektronischer Zukunft. Frank Dommert, schwerst geschäftiger Label- (Sonig) und Plattenladenchef (A-Musik), hat auf »Noise of Cologne« 17 Beispiele zusammengestellt, die in den grenzenlosen Territorien zwischen Musique Concrète, Electronica und Geräuschkunst auszumachen si...

»s/t« | »House With A Curse«

article_5715_tweak_150.jpg Alas, Kraft und Schönheit des jugendlichen Rabatzdrangs. Ungewachsen. Stolz und aufmerksamkeitsbegehrend, auch wenn man in ausgetretenen Pfaden geht als wäre man der erste Mensch am Mond. Zwei Mal krachrockende US-Landeier, die erst durch ihre immense Energie und ihr Haudraufpotenzial originell werden. Tweak Bird, Brüder-Duo aus Carbondale, Illinois, sind eine rudimentär krachfuzzende Nerd-Biker-Gewaltmaschinerie, als wären MGMT Mitglieder der He...

»Mixed Race«

article_5705_tricky_150.jpg Domino-Records passt auf, dass sich da ja keiner illegal den neuen Stoff besorgt. Das Rezensions-Exemplar enthält ein digitales Wasserzeichen, um potenzielle ?beltäter in Filesharing-Plattformen ausmachen zu können. Uff, gerade noch rechtzeitig bemerkt! Tricky hat die letzten zehn Jahre mit seinen Releases durchwegs enttäuscht, irgendwie war da die Luft raus, die Konzentration und Roughness von »Pre-Millennium-Tension« (1996) und »Angels With Dir...

»Dirty Thing«

article_5704_telekinesis_150.jpg Ein singender Schlagzeuger, dessen Debüt durchaus gefiel, bringt nun eine EP mit fünf Songs, davon zwei neu, einer gebraucht, und zwei gecovert. Das Ganze erscheint digital im August, und physisch Anfang Oktober. Alles selbstgemacht, wird beteuert, zuhause mit dem grottenschlechten Mikro des MacBook, als Hommage auf die Lo-Fi-Kultur. Ja, wow! Als Student des Liverpool Instititute for Performing Arts von Paul McCartney unterrichtet, sollte es eine...

»Cinema Selon 1«

  • Artist: Tachless:
  • Label: Hoanzl, Manuel Normal
  • skug : 84
article_5701_tacheles_150.jpg Irgendein schlauer Mensch hat sicher einmal behauptet, dass nichts schwerer zu erreichen wäre als die Leichtigkeit. Und die sechs LinzerInnen um Songschmied Florian Neumann wollten genau das: Eine gut durchlüftete Popplatte mit einer Menge Referenzen in alle Richtungen. Von Matt Bianco, über den guten alten Loungeswing hin zu Beatleszitaten. Das Vorhaben war groß und schwierig und es ist keine Schande, beim Erstling auf halber Strecke hängen...

»Cheese«

article_5700_stromae_150.jpg Eurodance goes Arthouse. Den Gipfel der Groteske erreichte der Hype, als der belgisch-ruandische Producer Paul van Haver alias der verdrehte Maestro des Projektnamens, in David Byrneschem Nerd-Outfit beim großen Ballermann-Privat TV-Contest-Fest in Ibiza hochgeschlossen und schüchtern die Patschhand von Jürgen Drews und Hansi Hinterseer abklatschen durfte um dezent im Hintergrund des bikini-bewehrten Ski-Lehrer-Dreckspacks zu verschwinden. K...

»Kopplungen«

  • Artist: Maciej Sledziecki
  • Label: Kunst-Station St. Peter Köln, Satelita
  • skug : 84
article_5697_kopplungen_150.jpg Orgel auf elektronisch: Sledziecki, aus Danzig stammender Komponist und Teil des Trios facet, bespielt auf »Kopplungen« die Orgel der Kunst-Station, dem zweitgrößten Instrument der Stadt nach der im Kölner Dom. Der Spieltisch wird dabei zum MIDI-gesteuerten Klangorganisator, wodurch auf die inhärenten Möglichkeiten der Orgel ebenso zugegriffen werden kann wie auf ihre elektronische Translation. Immer wieder bin ich bei »Kopplungen« versucht,...

»In G« | »Zug«

article_5693_zug_150.jpg Ein glorioser Vorbote elektronischen Krautrocks. »Zug« entwickelt im Lauf von zwanzig Minuten einen gewaltigen Sog, bedächtig musikalisch inszeniert und von anschiebenden Synthischwaden flankiert. Conrad Schnitzlers »Zug« kam etwa zur Zeit von Kraftwerks zeitlosem Album »Autobahn« auf der sagenumwobenen »The Red Cassette« raus und tönt mindestens ebenso zeitlos. Der Tangerine-Dream-Musiker und Kluster-Mitbegründer hat damit einen majestätisch-fut...

»Vent«

article_5694_serph_150.jpg Zwar liegt der Sitz dieses Labels in einem Apartment (B-1) in Hiroo im hippen Tokioter Stadtbezirk Shibuya (Bild und Ton dazu laufen bereits in meinem Kopf), wie man aber auf dem zweiten Album von Serph hören kann, gleicht es offensichtlich einer jazzigen Lounge. Während die Pariser Jazzgeschichte hinreichend und auch sehr gut dokumentiert wurde, harren hierzulande viele der zentralen japanischen Jazzmomente noch ihrer Entdeckung (dabei gab es vo...

»O.M.G.!«

article_5688_rusko_150.jpg Dubstep sucht neue Wege und goes Pop, endlich. Christopher Mercer aka Rusko bricht aus darken Gefilden aus und fährt relativ populäre Geschütze auf. Das nur auf Vinyl veröffentlichte Doppelalbum kickt enorm und funktioniert in vielerlei Hinsicht: Der Opener »Woo Boost« ist ein klassischer Dubstep-Knaller mit sinister verzerrten Bässen und Sirenenheulen, doch sofort zweigt Rusko in eine »kommerziellere« Richtung ab: Amber Coffmans Stimme hebt auf ...

In der Kampfzone um den Glockenklang

  • skug : 84
article_5695_glocke_150.jpg Soziale Auseinandersetzungen rund um auditive Zeichensysteme in der Üffentlichkeit konstituierten sich keineswegs erst im Zuge des Aufbruchs des Rock'n'Roll oder im Zeitalter des ideologischen Getöses der Futuristen. Im Jahrhundert nach der Französischen Revolution wurde das Geläute der Glocken zum Gegenstand erbitterter Auseinandersetzungen auf lokaler wie nationaler Ebene um die politische Macht über die öffentlichen Zeichensysteme in Fran...

»Songs Of L. And Hate«

  • Artist: Christiane Rösinger
  • Label: Staatsakt
  • skug : 84
article_5687_roesinger_150.jpg Auf dem Cover des Bob-Dylan-Albums »Bringing It All Back home« sitzt Dylan vor einem alten Kamin, umgeben von Platten, Büchern und Zeitschriften und blickt zornig in die Kamera, während sich im Hintergrund eine junge, Zigaretten schmauchende Dame im roten Kleid auf einer Couch räkelt. Christiane Rösinger stellt die Szene auf ihrem ersten Soloalbum detailgetreu nach. Die Rolle der Dame in Rot darf Ja, Panik-Mastermind Andreas Spechtl einnehmen, de...

»Body Talk Pt.2«

article_5684_robin_150.jpg Schon wieder Neues von Robyn, auf die sich ja jeder irgendwie einigen kann. Kein Wunder bei diesem Output, quantitativ und qualitativ. Die erste Body Talk ist gerade mal vier Monate alt, da kommt nun Teil Zwei, und auf den letzten Part der als Trilogie angekündigten Serie kann man sich wohl schon in naher Zukunft gefasst machen. Mit neun erstklassigen Stücken überzeugt Robyn erneut nach allen Regeln der Kunst. Aufmerksamkeit garantiert und gerech...

»s/t«

article_5683_red2_150.jpg Ernst Molden und Rainer Krispel haben nach Jahren des Suchens endlich das Ei des Kolumbus für ihre herzzerreißende Krawallkombo gefunden: Das Trio wurde um Marlene Lacherstorfers Bass erweitert und auf einmal greift ein Rad ins andere. Ein Song wie »Story Of A Heart«, den Kris Kristofferson gern geschrieben hätte, strahlt auf einmal noch prächtiger und Rainer Krispels Stimme erlebt neue Höhenflüge. »Hard Boys«, das Epos über das Tourleben mi...

»Symphony No. 4«

article_5681_arvo_150.jpg Geheimnisvoll und leise hebt die »4. Symphonie« (2008) des berühmtesten Esten an, tiefe Saiten werden angeschlagen, darüber Trauerweidenstreicher, der selige Schmelz und beginnende Strahlenglanz der Los AngelesA Philharmonic unter Esa-Pekka Salonen lauert. Und gigantisch bäumt es sich erstmals, himmelsstürmend, ab der sechsten Minute, begleitet von beschwörenden Glocken, fein ausbalanciert. Um dann gleich wieder in trüber Stimmung zu baden, hinge...

»Learning«

article_5682_ole-942_150.jpg Das Album beginnt mit minimalistischen Akkorden auf einem alten Klavier (und diesem melancholischen Sound, der nicht nur auf vielen frühen Popalben zu hören ist, sondern unter anderem auch von Aphex Twin in seinen bekannten Solopiano-Meisterwerken eingesetzt wurde). Dann kommen die Stimmen, zwei, dünn, hoch und tief, nah und fern, verbinden sich wunderbar mit den Klavierlinien. Mir gefallen Einleitungen, die wenig über das Folgende sagen und eine...

»O«

article_5679_oh_150.jpg »O« ist eine Art Opus Magnum von Markus Popp geworden, satte 90 Nummern lang auf einer DCD. Oval ist ein Meister der »kleinen Form«: In Track-Miniaturen zwischen ein bis drei Minuten tun sich auf »O« Cluster auf, die zwischen minimalem Elektronik-Gebrutzel und beinahe neoklassischen Instrumentenphrasierungen lavieren. Der größte Unterschied zu früheren Oval-VÜs ist wohl: Der Techniker Popp hat schließlich dem Komponisten Popp Platz...

»Occult Symphonic«

article_5678_osunlade_150.jpg Osunlade ist bekannt für seine beiden Mix-CDs »Offering und »Re-Offering, die ihn als bestechenden Vertreter des Afrotech- und Housegenres etablierten. Sein Markenzeichen der Verbindung antiker Rhythmik mit futuristischen Ideen funktioniert auf jedem Dancefloor. Auch hier gibt's wieder eine Lehrsession in transinduzierenden Grooves. Mehr ist dazu nicht zu sagen. To the point mit klassischen Tracks von Ron Trent, Peace Division, Motor City Drum En...

»Flush«

article_5677_flush_150.jpg Outsmarting the Melvins at their own game! Das Brooklyner Haudrauf-Quartett aus dem Freundschaftsumfeld von Jimmy Bower der legendären Florida-Wüstlinge Crowbar spielt alle Karten richtig. Kunstfertiger Sludge fistet sich mit Crust-Psychedelik und hypnotischen Chor-Gesängen Aus dem Bauch der Nacht werden Hyänen und das drohende große Schwarze besungen. Und viel urwüchsiger, knarzkratzend knackiger als ihr in die Beliebigkeit alterndes Vorbil...

»Trinken Singen Schießen«

article_5676_mutter_150.jpg Nach den Einstürzenden Neubauten bediente sich auch Mutter einer innovativen Finanzierungsstrategie: 99 von Max Müller gefertigte Kaltnadelradierungen wurden als private Schuldverschreibungen ausgegeben und sicherten Mastering und Pressung. Ob die Geschichte, dass Max Müller mal als Sänger der Ärzte vorgesehen war wirklich stimmt, wird man wohl nie erfahren, fest steht aber, dass Müller mit dem Spaßpop der Ärzte nicht glücklich gew...

»Strange Music« | »Double Cut«

article_5673_bureaub_moebiusbeerbohm56_150.jpg Zwei Wiederveröffentlichungen aus den frühen Achtzigern aus dem Bereich der deutschen experimentellen Elektronik, starring Dieter Moebius (Cluster, Harmonia) und den sonst wenig bekannten Bassisten Gerd Beerbohm. »Strange Music« (was logischerweise auf beide Platten zutrifft), ursprünglich 1982 aufgenommen, entspricht mit seiner kühlen und kreischenden Elektronik, die aber immer einem angenehm monotonen Rhythmus folgt, ziemlich genau dem musikali...

»Aphrodite«

article_5672_220px-kylie_minogue_-_aph_150.jpg Es war einmal: Rar und kostbar sind jene einzigartigen KünstlerInnen, die einen ein Leben lang begleiten (B.B. King, Bob Dylan, Tom Jones, Brian Wilson, Johnny Cash, Keith Richards, Marlene Dietrich, Little Richard, Grace Jones, ??). Mit »Body Language« hat Kylies vierte oder fünfte Karriere begonnen (im Showgeschäft ist sie ca. 25 Jahre non-stop), ich jedenfalls glaube, dass sie in den Abschnitt des »Universalismus« eingetreten ist. Das hei&szli...

Die Post bringt jedem was

article_5664_didi_neidhard_austrofred_150.jpg Mit »Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben. Mein Briefwechsel mit Wolfgang Amadeus Mozart« legt Austrofred sein mittlerweile drittes Buch vor und lässt auch dabei keine Zweifel darüber aufkommen, wer der eigentliche »Champion« ist. Foto 1: Austrofred im Gespräch mit Didi Neidhart anläßlich der »20 Jahre skug«-Revue am 6.12.2010 @ Porgy&Bess © Christian König | Foto 2: © Ingo Pertramer ...

»Heretic Channel«

  • Artist: Messer Chups
  • Label: CopaseDisques, Solnze
  • skug : 84
article_5662_messer_chups_heretic_chan_150.jpg From Russia with love. Schon lang im Geschäft im mit den Verdiensten Dick Dales verbundenem Genre Surf-Trash with a little horror ist das Trio um Oleg Gitarkin. Nun serviert die St. Petersburger Band via kleinem, aber feinem Hamburger Label meist instrumentale Gitarren-Surf-Nummern in die sich immer ein bisschen Jenseitiges einschleicht. Seien es abgründige Seufzer, Rufe oder schicksalsschwere Glockenschläge. Allein die Songtitel stünden schon fü...

Der Poet als Punk-Partisan

  • Artist: Ted Milton
  • Label: The Orchestra Pit Reording
  • skug : 84
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Dreißig Jahre üben sich nun schon Ted Miltons Blurt in einer Art erhabener No-Wave-in-Resistance. Wie man mit dieser Haltung das Feld von Kunst und Kommerz souverän düpiert, zeigt nicht nur die alljährlich stattfindende Abschiedstour, sondern auch die erste Studioplatte seit langem.

»Água«

article_5654_chico_mello_Água_150.jpg Durch Komposition gebändigte Virtuosität. Nahezu brachiale Klavieranschläge ziehen sich durch »Água«, ein Monstrum biblischen Ausmaßes, auf dem ein Chor »Presos« und »Água« ruft und Saxofonist Helinho Brandao ein kleines, heroisch klingendes Ensemble anführt, ehe ein Kleinkind für einen berührenden Ausklang sorgt. Urheber dieses Meisterwerks ist der Brasilianer Chico Mello, der bei Dieter Schnebel und Witold Szalonek zum Komponisten ausgebil...

»Mshini Wam«

article_5653_spoek_150.jpg Afrikanische Elektronik, wie sie mittlerweile immer öfter publiziert wird. Das sollten sich mal die anderen Konsorten anhören. Das Spannende ist der Zugang zur Elektronik, der hier anders funktioniert als in Europa. Obwohl Südafrika ziemlich heiß auf Deep House ist, sticht das schon etwas heraus. Nthato James Monde Mokgata aka Spoek Mathambos Township Techno funktioniert mit militanter Perkussion, spärlichen Synthlinien und gelegentlichem Mu...

»Oil Slick«

article_5650_bachar_150.jpg Der Sohn des libanesischen Sängers Marcel Khalife studierte Klavier am Konservatorium in Boulogne. Zusammen mit seinem Vater tourte er unter Lorin Maazel, spielte mit dem Ensemble Intercontemporain und oszilliert mühelos zwischen Jazz, Weltmusik und elektronischen Kompositionen. Bei Francesco Tristanos Live-Projekt arbeitete er auch mit Carl Craig und Moritz von Oswald zusammen. Auf »Oil Slick« tritt er als Sänger-Komponist in Erscheinung und lie...

»Origin Of Stars«

article_5646_kris_150.jpg Die junge Dame hat mittlerweile schon zwei Alben selbst produziert und veröffentlicht mit 20 gerade ihr drittes auf dem neuen kanadischen Independent-Label. Ihr Songwriting erinnert an PJ Harvey, Leonard Cohen oder Buffy Saint-Marie. Kyrie stammt aus Ottawa und besticht vor allem durch Mut und Ästhetik. Sie ist die optimale Kreuzung einer begnadeten Jazzsängerin und Björk. Sie singt über Natur in einer Weise, die einfach bestechend ist und s...

»God Save The Queers«

article_5645_kumbia_150.jpg True love can hang you up the most: Die Kumbia Queers sind eine im Jahr 2006 gegründete all-girls »Tropical Punk«-Band, deren Mitglieder aus Argentinien und Mexiko stammen, stolz und glücklich queer sind und uns das selbstbewusst um die Ohren knallen. (Erinnern Sie sich noch an Defunkts »Make Them Dance«?) Diese wunderbaren unverfälschten Naturen fabrizieren ganz erstaunliche Musik: einen wilden Cocktail aus Cumbia (einer in Argentinien in den un...

»Fields«

article_5642_junip_photo_gal_945_photo_150.jpg Breitwand-Säuselseelen-Songwriter sind immer ein gefährliches Schwert. Die Kippe zum selbstverliebten Thor, der in der Mainstreamsuppe absäuft ist eine schnelle Stolperstelle. Umso exzellenter, wenn mal eine klassikanisch sanfte Weichbrut und Softie-Baggage das Segel richtig setzt. Das Gothenburg-Trio um Klampfenrehauge José Gonzalez schlägt da noch gelungener in die Kerbe des verständnisvollen Mannes als die schwedischen Landsgenossen Peter, Bjo...

»s/t«

article_5641_interpol_150.jpg Machen wir das ganz große Fass auf: Sind Interpol seit jeher überbewertet? Was bleibt, außer ein paar (zugegebenermaßen) großen Hymnen? Welche bemerkenswerte Weiterentwicklung kann man der Band über die Jahre attestieren? Bewegt sich das neue, mittlerweile vierte und schlicht »Interpol« betitelte (symptomatisch?) Werk nun endgültig am Rande der Relevanz? Wenn man von jeder Fan-Befangenheit frei ist, kann man dieser Platte rela...

»Mein Hobby: Arschloch«

article_5637_hobby_150.jpg Dies ist wahrscheinlich die Platte mit dem größten Polarisierungspotenzial, das mir seit langem untergekommen ist, und am Stück gehört ist dieser monströse Brocken des losen Kollektivs aus dem Hamburger Umland eine Mutprobe. Dabei dürfte die CD-Version verglichen mit den Live-Shows der freakigen Truppe noch harmlos sein. HGich.T soll eine Kurzform von »Heute geh ich tot« sein, was bei »Heute geh ich wirklich«, dem ersten, todtraurigen Stück,...

»The Lonely Bird«

article_5638_bird_150.jpg Finnen sind bekanntlich immer für eine ?berraschung gut und wenn es Ihnen an einer Eigenschaft sicher nicht mangelt, dann ist das die hemmungslose Hingabe an die eigene Melancholie. Und wer seinen Premierenauftritt in einem Ort mit dem Namen »Gobi Desert Canoe Club« in Tampere begeht, der kann eigentlich nur in die finnische Weite hinausschauen und sich texanische Temperaturen herbeisehnen. Die Sehnsucht des Countryrock eines Gram Parsons schwing...

»Foreign Landscapes«

article_5636_hauschka_150.jpg Auf seiner dritten CD vertieft sich der Düsseldorfer Pianist Volker Bertelmann aka Hauschka noch tiefer in die Weiten zwischen klassischen und Pop-Ansätzen. Hauschka hat es eigentlich mit dem präparierten Klavier, bei »foreign landscapes« tritt er als Arrangeur für das zwölfköpfige Kammerensemble Magik Magik Orchestra auf, das er 2009 bei einem gemeinsamen Konzert in San Francisco kennen gelernt hatte. »Foreign Landscapes« berichtet von Reiseeind...

»Grinderman 2«

article_5635_grinderman_150.jpg Well, I was lying there with just my brother. We could hear someone rattling the locks.  I was lying there with just my brother.  He said do you think that might be the cops? And we sucked her and we sucked her and we sucked her dry?? I was Mickey Mouse! He was the big bad wolf! Ultra-sexualisiertes Bump and Grind als Rotzchor der Viagra-Knochen. Who's got the Boner in the House of Blues? Nick Caves Bad Seeds-Parallel-Projekt platzt vor...

Pausen sind eine Tugend

article_5634_grant_hart_by_manfred_rah_150.jpg

Für Hüsker Dü, die Band von Grant Hart und Bob Mould, prägte der große Werner Geier den Slogan von der rasenden Gescheitheit. Grant Hart war lange verschollen, nun beehrt er überraschend im Spätherbst Europa. Er darf jetzt von einer neuen Generation entdeckt werden und an die alten Fans ergeht ein Aufruf: Lasst die Nostalgie zuhause. 

 

Foto: © Manfred Rahs

»The Caliphs Tea Party«

article_5633_gonjasufis_150.jpg Das ist natürlich ein Remixalbum und kein normales zweites Werk von Gonjasufi. Offensichtlich kommt die Praxis immer mehr in Mode, ein reguläres Album ein halbes Jahr später mit Remixen nochmals rauszubringen. Das ist hier sehr gelungen, zum Teil hört man wirklich aufregende Sounds und Bearbeitungen, die den Tracks sehr zu Gute kommen. Einer der ungewöhnlichsten Stimmen des Pop wurden hier Beats von Mark Pritchard, Broadcast and the Focus Group, ...

»They Should Have Told Us«

article_5632_ginga_150.jpg Pop aus Ü, die nächste Stufe. Ginga sind Alex Konrad (voc., guit.), Klemens Wihlidal (keyb.), Emanuel Donner (Violine, guit.) und Matthias Loitsch (dr.). Auf ihrem Debüt geben sie so ziemlich alles, was es für guten Pop braucht: Jede Menge Herzschmerz, ein paar scharfe Kanten, Selbstentäußerung und das unstillbare Verlangen nach der großen weiten Welt. Dabei pendeln Ginga zwischen Stimmungen, die man von etwa von Franz Ferdinand ke...

»Today«|»On Fire«|»This Is Our Music«

article_5629_500_150.jpg Engelsspiel der historischen Indie-Szene. Rechtzeitig zu den neuen Erleidern, der fallsüchtigen Generation Y rundum Arcade Fire, Black Heart Procession und unbekannteren Perlen wie Dark Dark Dark, wird königliches wieder entdeckt: Das Boston-Trio Galaxie 500 rundum Gitarrist Dean Wareham, Bassist Naomi Yang und Drummer Damon Krukowski, bildete die spartanisch-knurrige Speerspitze der romantischen US-Introvertierten Ende der 80er, die die Kleinlau...

Outlook Festival in Pula - Vom Dubstep zur Bassmusic

  • skug : 84
article_5630_ashley_taylor_dmz-nacht_c_150.jpg Rückblick auf 2010 anlässlich der bevorstehenden, infolge des fantastischen Line-ups (alle dabei von Benga über Falty DL bis Zed Bias) bereits ausverkauften, Ausgabe von Europas größtem Bassmusic & Soundsystem Culture Festival (1.-4. 9. 2011). Fotos: © Ashley Taylor Crowd: © unknown   ...

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Thu 02.03.2017 18:00: »man kann es nicht wieder gut machen« die bilder des kz-überlebenden fritz roubicek | wohnpartner sandleiten | wien

Thu 09.03.2017 19:00: wien ottakring – ausschwitz – wien. leben und werk von fritz roubicek | ESRA | Wien

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Fri 24.02.2017 19:30: [~25.2.] a piece you remember to tell – a piece you tell to remember | tanzquartier | vienna

Sun 26.02.2017 20:30: chuck prophet & the mission express | james mc murtry | chelsea | vienna

Sun 26.02.2017 21:30: mitski | b 72 | vienna

Mon 27.02.2017 20:30: monday improvisers session! hosted by thomas berghammer | special guest helmut neugebauer | celeste | vienna

Tue 28.02.2017 20:30: john mayall | porgy&bess | vienna


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