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Artist:
Qualude
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Label:
www.trecegrabaciones.com
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skug :
55
Trece ist ein ziemlich interessantes Label aus Alicante/Spanien für etwas andere Seiten von Rock, von eher »Alternative« bis zu Dingen wie dem vorliegenden: Qualude sind wohl ein bisschen mit kanadischen Bands (eh schon wissen, welche ...) zu vergleichen: Ihre Wurzeln liegen klar im Hardcore, was auch immer noch hörbar ist, die Musik ist aber heute eher episch und reich instrumentiert. Also Songs von rund zehn Minuten Länge, vom Pianointro bis hi...
Das deutliche Lebenszeichen vom Wiener Dub-Schwergewicht Megablast könnte fast ein weiterer Baustein für die »Dark Side Of Dub«-Geschichtsschreibung sein - aber nur fast. Obwohl auch hier Stefan »Stereotyp« Moerth mitgewirkt hat, ist diese Platte doch etwas mehr easy going als dessen Eigenproduktionen. Zwar sind die Klangwelten ähnlich schwarz und glänzend, doch die Rhythmen gehen etwas lockerer zur Sache. Auch der Einsatz der Vokalisten erinnert...
Wie einem Handbuch für »So bastle ich den perfekten Synthie-Punk-Hit fürs neue Jahrtausend« entnommen, startet diese Platte mit einem analogen Oktav-Bass, der nach wenigen Sekunden von in Sachen Einfachheit und Tightness an die guten alten DAF erinnernden Beats vorangepeitscht wird. Dann monoton sägende Gitarren und Einsatz von Sängerin Zoe Meißner. Ich will nicht Mia. sagen, kann's mir im ersten Moment allerdings nicht verkneifen. Youth Po...

Denison, Patton, Rutmanis, Stainer, die zweite. Dass sich die Herren im neuen Bandformat nicht als Treffpunkt von Jesus Lizard, Faith No More, Cows und Helmet, ihrer vormaligen Rockergesellschaften verstehen, ehrt sie. Denn sie packen eher die alte Musikerkiste aus, und zeigen ganz eindrucksvoll, was noch an frischen Ideen in ihnen steckt. Diese Ideen sind natürlich im Dienste des Rock, aber Diva Patton tänzelt mit seiner effektgetränkten Vokalak...
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Artist:
Wunderkammer / Skarv
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Label:
HoneyMilk
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skug :
55
Eine Enklave der musikalischen Einarbeitung osteuropäischer Einflüsse hat sich in Südnorwegen gefestigt. Auf gute Nachbarschaft! Die Wurzeln der Formation rund um den Regisseur Pål Jackman (»Detektor«) breiten sich wie jene von Kaizers Orchestra bei Stavanger aus. Beide Gruppen beteuern, sich trotz der räumlichen Nähe vom anderen unwissend selbständig in diese Richtung verwickelt zu haben und klanglich in sich zu ruhen. Obwohl sich aus den selben...
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Artist:
Eddie Vinson
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Label:
Charly Records
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skug :
55
Schon Jahrhunderte bevor sich Moby den Kopf rasierte, waren die schwarze Sänger viel glaubwürdiger. Eddie Vinson zählt zu den wichtigsten Blues-Jazz-Stimme der 50er Jahre. Seine Stimme ist wirklich außergewöhnlich, er scheint die Töne in der Tiefe seiner Kehle zu suchen, um sie sogleich zu den Sternen hinaufzuschleudern. Diese Aufnahme aus dem Jahr 1957 mit einem Orchester, das sich aus Stars aus Big-Band-Zeiten wie Freddie Green, Joe Newma...
Kleinere Umbesetzungen bringen eine überfällige Variation in den Sound dieses langsam in die Jahre kommenden Quintetts. Die Entscheidung für einen Produzenten mit Rock-Background (Bob Weston, Shellac) ist auch eine willkommene Abwechslung, selbst, wenn es hier ja »nur« ums richtige Aufstellen der Mikrophone geht. Dann wird erst mal drauflos saxophoniert, bis das Gleichgewicht verloren geht und fortan ohne sofort erkennbare musikalische Gravitati...
The Winner fucked it all! Das Leben ist ein eitel Kater und die meiste Zeit verbringt man damit, seine Schmerzen abzufeiern. Rock ist der beste aller Belege dafür - und Cardigans, die schmuck schnuckligen Loungesters from Scandinavia haben das Erste-Klasse-Ticket in zelebriertem Schwanengesang. War Nina Perssons meisterlicher Sologang A Camp bereits ein gar nicht so melancholischer Schritt Richtung countryfizierten US-70s-Arena-Rock, krallt sich ...
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Artist:
DJ Craze
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Label:
D-Rom
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skug :
55
Craze zeigt mit seinem Liveset wieso er das DJ vorm Namen stehen hat: Turntablism in Reinkultur als erneuerndes Manifest der Scratches & Cutz, die Skillz mit denen man aus ein paar Platten eine spannende Musikperformance macht. Das Programm gibt er selbst am Anfang per Spoken Intro bekannt: »I don't care whether you like HipHop or Drum'n'Bass, to me it's all the same music. Street music!« Auf DJ Crazes Straßen scheint auf jeden Fall der Bas...
Dass Ladies sich rar machen in der Electronicszene ist kein offenes Geheimnis, dass sie sich absurderweise hinter männlichen Pseudonymen verbergen, gibt den Hardcore-Dekonstruktivisten unter den Gender-Debatten Auftrieb. Kevin Blechdom ist im wirklichen Leben Kristin Erickson. Nach ihren Veröffentlichungen auf Tigerbeat6, Deluxe und Orthlorng Musork als Bandmitglied von Blectum from Blechdom ist nun Kevin Blechdoms Solo-Album als eklektischer Ele...
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Artist:
Howlin' Wolf
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Label:
Chess-MCA
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skug :
55
Für mich hat dieses Album immer schon zu denen gehört, die man haben muss, eines von den hundert, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, ein Mysterium und ein magischer Moment. London, Mai 1970, Olympic Sound Studios, die Rhythmusgruppe der Stones (Watts, Wyman, Stewart), Winwood plus Clapton, der als Session-Musiker immer noch glaubwürdig ist. Crossover im wahrsten Sinn des Wortes und gleichzeitig ein Album, das Originalen gebührenden R...
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Artist:
Angels of Light
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Label:
Young God
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skug :
55
Stippvisite in der Einsamkeitsmaschine. Ein Kind von Traurigkeit, genau das wollte Swans-Veteran Michael Gira immer sein - trotz aller Geselligkeitsdrogen von Kapitalalk bis weiß intravenös Gespritztem. Doch wie jeder weiß, ist man nirgendwo so allein wie unter feiernden Freunden. Nicht von ungefähr sieht das AfterParty-Delirium des letzten Robbie Williams-Videos haargenau so aus, wie ein 70er Playboy-Photograph eine Gira-Shortstory v...
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Artist:
Nikakoi / Kotai/Khan
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Label:
WMF Rec
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skug :
55
Gut so: Von Osteuropäern unterwandert, auch WMF Berlin! Nikakoi (russ: Niemand) aus Georgien schiebt nach »Sestrichka« den noch sentimentaleren Zweitling nach. Obwohl einige Tracks wie die Opener auf etwas unruhigem (wildgewordene Bassdrum, auf sich aufmerksam machende Melodien) Terrain gebaut sind, lullt das Album nach einiger Zeit mit sanfteren Gemütlichkeiten ein. Allein die weibliche Stimme auf »Krasnagorsky« verbreitet sentimental moods pur....
Hinter Queen Of Japan (QOJ) verbergen sich bekanntlich Hans Platzgumer, Albert Pöschl (u.a. Echokammer-Chef, Diska) sowie die umwerfend-faszinierende Discoglitzerkugel-Queen Catriona »Gitarrenkatze« Shaw. Nach der letzten CD »Head Rush« mit kongenial subversiven Electronic-Pop-Covern (»Do You Think I´m Sexy«, »I Love Rock´n´Roll«, »I Was Made For Loving You Baby« aber auch Soft Cells »Seedy Films« und Gillas »Zieh´ mich aus«) und plötzlich jeder ...
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Artist:
Mikrofisch
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Label:
Keplar
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skug :
55
Die in den Wohnzimmern dieser Welt aufgenommenen Alben verbindet ein unverwechselbarer Charme. Mikrofisch ist ganz besonders charmant. Ihr Debüt ist originell und vielseitig und schafft eine entspannte, liebevolle Atmosphäre im Eigenheim. Sympathischer Elektropop zum Knuddeln, Elektropop für die Badewanne (Gelbe Plastikente nicht vergessen!). Die Instrumentierung spricht für sich: Silvi Wersi und Mawe N. Klave aus Köln und Nürnberg betätigen sich...
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Artist:
Stoloff & Hopkinson
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Label:
Pause_2
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skug :
55
Was passiert, wenn sich Klang gewordener Film Noir, Chanson, musikalischer Weichzeichner und aufwändige Programmierarbeit auf einer EP treffen? Im Fall von Stoloff & Hopkinson aka Essenhaitch aka S&H etwas Wunderbares: man fragt sich nämlich, warum diese Elemente nicht schon längst in genau dieser Weise gemischt wurden. Die beiden überaus stylingbewussten Herren manövrieren mit schwindelerregender Leichtigkeit zwischen den oben genannten Stilisti...
Und Dick Dale hat doch recht. Surf rules. Die Longhorns aus Malmö führen die Tradition der Surf-Instrumentals weiter und das nicht in der harmlos musealen Art und Weise, sondern mit all der Kraft, die in Ihren Eiern steckt. Diese Musik hat der einsame auf Wellen wartende Surfer im Hafen von Malmö im Kopf, wenn er von Mexico, der Westküste oder Hawai träumt. Und wenigstens für 40 Minuten ist er genau dort wo er immer schon hinwollte.
Sucht! Bereits hundertfach angehört und noch immer keine Ermüdungserscheinungen in Sicht. Es gibt auf dem dritten Album der Kalifornier einfach keinerlei Materialschwächen. Die beste Pop-Platte seit »Today« vielleicht nicht, aber seit » The Village Green Preservation Society« wäre drin. Beach Boys und Kinks sind auch gute Eckpunkte, um den Sound von Grandaddy zu beschreiben. Völlig zufällig ziehen sich auch Kinks-Zitate quer durch »Sumday« und se...
Brasilien ist wohl das einzige Land, das poppigen Drum & Bass im regulären Radio spielt, weil die Leute das Tempo vom Samba gewohnt sind. Es lag nahe, deshalb die High-Speed Stile zu fusionieren. Mittlerweile hat sich in der Grauzone zwischen Latin Jazz Breaks und massiver Elektronik eine ganz ansehnliche Szene entwickelt, deren stärkstes Lebenszeichen »Sambassim« von Fernanda Porto in etlichen Mixes über uns hereinbrach. Nebenbei ist Samba D&B e...
Begrüßen Sie bitte die großartigen und furchtlosen V/Vms! Steht Ihnen der Sinn nach »somethang stoopeed dude«? Eisgekühlt serviert, garniert mit Chili-Chorizo-Salamischeiben und einem ordentlichen Gupf »Mont Blanc«-Vanillecreme? Bitte sehr, für Sie (und auch für mich) »A compilation in 46 parts on two compacted discs«, so steht's zumindest auf dem Sticker. Das ist vermutlich, und damit ist es mir jetzt völlig ernst, die großarti...
»Eskaliert und hyperventiliert.« Die Wege einer Szene sind uferlos, seltsam, kaum fassbar. Die üblich blöden Majorbeutel hatten deutschen Dancehall schon nach wenigen Monaten Post-Seeed wieder als Eintagsfliege abgeschrieben und verdammten die gesund rappelnde, ratternde, swingende Posse from Baden bis Potsdam wieder zum Soundsystem-Zierrat in immer fahler werdenden Deutsch-Hop-Videos, zu popelnden Ragga-Clowns als ewige Gaststars bei den »Gro&sz...
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Artist:
Vic Chesnutt
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Label:
New West
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skug :
55
Endlich. Vic Chesnutt ist endlich dort angekommen, wo er hingehört: In den Olymp der hemmungslos individuellen Songschreiber und Sänger. Sehnte man sich bis jetzt trotz der unglaublichen Texte nach etwas mehr Struktur in den Songs und etwas weniger Sperrigkeit, so ist mit »Silver Lake« der Wunsch in Erfüllung gegangen. Hymnen, deren Andeutungen schon in seinem Seitenprojekt Brute zu hören waren, werden jetzt zwanglos zelebriert. Aber bei aller Ei...
Blutjung sind Tomte nicht mehr. Und das ist gut so. Sie wissen um die Bedeutungslosigkeit und Flüchtigkeit der eigenen Existenz Bescheid, was aber nicht in Frustration münden muss: »Es liegt alles offen vor dir«, singt Thees Uhlmann in »Schreit den Namen meiner Mutter«: obwohl wir 30 aufwärts sind, haben wir noch alle Möglichkeiten. Dass Uhlmann bekennender Tocotronic-Fan ist, hört man sofort, wenn Tomte auch eher an den frühen Alben orientiert s...
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Artist:
Scanner
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Label:
Underscan Records
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skug :
55
Ich denke, das Format (10″) ist wirklich gut gewählt. Ich habe schon länger kein Scanner-Album gehört, doch bereits der erste Ton katapultiert mich wieder in sein Universum, nicht weit von jener Stelle, wo ich es verlassen habe. Bei diesen Tracks hier gefällt mir, dass sie sehr episch und witzig sind. Minimal-Club-Beats und dann Typen, die über Wurst reden. Da muss man doch an Käsekrainer & Sauerkraut denken (im Gegensatz zu Kruder & Dorfme...
Man liest das Booklet der vorliegenden CD und ist entsetzt. Da ist doch wirklich die Rede davon, dass das in vier Akte geteilte Stück »mit offenen Augen komponiert wurde«, dass »Musik der Ausdruck der in der Realität verankerten Sensibilität wäre« und dass es um Hilflosigkeit, Verunsicherung und andere Existenzialien geht. Wer bitteschön getraut sich heute noch an solche Themen - wohlgemerkt in der betont gefühlslosen Welt der Electronica? Moniqu...
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Artist:
Koji Asano
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Label:
Koji Asano Music Productions
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skug :
55
Der mittlerweile in Barcelona lebende und mehrfach ausgezeichnete Japaner Koji Asano scheint einer zu sein, der nie schläft: Er hat eine Homepage (www.kojiasano.com), einen eigenen Verlag, in dem er seit 1995 mehr als 30 Titel veröffentlicht hat, bringt jetzt gleich drei neue CDs auf den Markt und das mit 29 Jahren. Neben Soloproduktionen arbeitet er mit Tanztheatern zusammen und macht Filmsoundtracks. Asano ist einer, der die Elektro-Akustik und...
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Artist:
Les Nubians
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Label:
Virgin France
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skug :
55
Das erste Album der Afropariser Schwestern Celia und Helene Foussart war 1999 die erfolgreichste Platte auf Französisch in den amerikanischen Billboard Charts. Das zweite Werk ist nun Produkt dieses Erfolgs: Die dadurch gewonnenen Kontakte werden hier verarbeitet, was prominente Gäste und musikalische Bezüge zu verschiedensten Weltgegenden mit sich bringt. Nebenbei sind Les Nubians mit der Vielseitigkeit und Musikalität ihres »Afropean Hip Hop/R&...
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Artist:
Elend
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Label:
www.prophecy.cd
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skug :
55
Neither living nor dead, we could have died to see the world in bloom. Kammermusikalische Post-Apokalypse 2003. Da knistert der Geigerzähler aus dem Cembalo. Getragene Synthschwaden besaufen sich im Nebeldickicht. Und ein kleiner Gothic-Tor greint einsam von der verlorenen Welt, während die Sopranelfen aus jeder Mauerritze heulen. Willkommen im Schwarzland der düsteren Neo-Folklore. Kein Territorium, dem es an Geschmackentgleisungen und Pathosfah...
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Artist:
Yoshimi And Yuka
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Label:
Ipecac
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skug :
55
Nach Tomahawk die zweite Platte dieser Ausgabe, die mit Vogelgezwitscher beginnt. Bei Yoshimi and Yuka steht es aber im musikalischen Zentrum, zu dem zurückhaltend auf einer Vielzahl an Instrumenten dazuimprovisiert wird. Neben Vögeln besteht der Field-Recording-Anteil aus Insekten und Hunden, die alle als Vokalisten angeführt sind. Kindliche Esoterik-Putzigkeit ist das aber nicht. Den beiden Musikerinnen ist viel mehr ein wahres Glanzstück aus u...
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Artist:
Styrofoam / Ulrich Schnauss
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Label:
Morr Music / City Centre Offices
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skug :
55
Teil 328 in der Rubrik »Wie geht's weiter im Bereich Indietronics?«: Zwei Musiker, zwei gar nicht so unterschiedliche Ansätze.
Arne van Petegem alias Styrofoam lehnt sich auf seinem dritten Longplayer für Morr nicht allzu weit aus dem Fenster und bleibt sich und seinem Label sound-technisch treu: Ordentliches Rumpeln, amtliches Knistern, dazu ein paar holprige Beats im Hintergrund und ein wohliges Gefühl verbreitende Melodiebögen. So weit, so bek...
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Artist:
Luomo
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Label:
Force Tracks
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skug :
55
Aber Hallo! Auch der 26-jährige Wunderknabe Vladislav Delay bewegt sich immer mehr in Richtung Pop. Seinem viel gefeierten Meisterwerk »Vocalcity« schiebt er nun nach zweieinhalb Jahren ein zweites Album unter dem Pseudonym Luomo hinterher, und so einiges hat sich getan. »Vocalcity« habe er ohnehin nie gemocht, meint Delay. Zu düster, zu vernebelt sei ihm die Platte immer schon gewesen. Deshalb hat er für »The Present Lover« alles umgekrempelt un...
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Artist:
Jim Hall
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Label:
Verve Reissues
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skug :
55
Ein außerordentliches Vergnügen, eine freudige Überraschung und Kunst in höchster Vollendung. Oder: Als Jazz noch eine Möglichkeit darstellte, in unserer lauten, lärmenden Welt bewusst wahrzunehmen, wie die Zeit fortschreitet. Wieder einmal beweist Gitarrist und Mentor Jim Hall mit seinem schier überirdischen Spiel, dass er - neben Derek Bailey, Fred Frith und Keith Rowe - den modernen Jazzgitarrenstil erfunden hat. Bei diesem Auftritt...
Texas und Funk ist ja auch so ein Kapitel. Denn da verhält es sich ähnlich wie bei Texas und psychedelische Drogen (13th Floor Elevators) bzw. Texas und Garagen-Punk - je repressiver das Klima um einen herum, desto mehr »Fuck You!« Im vorliegenden Fall also »Funk You!« Dabei muss man sich den auf »Texas Funk. Hard Texas Funk 1968-1975« versammelten deepen Heavy-Funk in etwa wie New Orleans Funk ohne Jazz/Marching-Bands-Wurzelgeflechte vorstellen....
Angie Reed, ehemals Gitarristin bei Stereo Total und neuer Hoffnungsträger von CoS-Rec., macht »Müller's Büro« den Garaus. Die italo-amerikanische Performerin Reed kann auf tatkräftige Unterstützung seitens »Chilly« Gonzales rappend und Patric Catani/Bomb 20 soundtüftlerisch setzen. Barbara Brockhaus, das (Electro-)trashverliebte thekenschlampende Alter-Ego der Reed, wird dem Image der Sekretärin, die unterm strengen Diktier-Outfit das Höschen ni...
Let's get back to marketing now (im Gegensatz zum »Let's get lost« bei Chet Baker?). Ich halte eine Single mit drei verschiedenen Versionen desselben Songs in meinen Händen und betrachte das Cover, auf dem Vera als Barbie-Prinzessin steht. »C'mon do ya Sisi thang!« würde vermutlich Johnny Guitar Watson brüllen, wäre er nicht bereits während einer erbärmlichen Tournee an einem Herzinfarkt gestorben. Marketing auch deswegen, weil es sich bei den dr...
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Artist:
Clogs
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Label:
Brassland
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skug :
55
Violas retten das Werwolfland. Streicher für den Frieden. Oder: E-Klassizismus für den Untergrundschlurf. Nur wesentlich akademischer als die kammermusikalische Welle, die mit Rachel´s und Boxhead Ensemble (deren »Dutch Harbor«-Platte Clogs sehr nahe stehen) Mitte 90 ausgelöst wurde. Die griff noch mit Indie-Slack in die Saiten. Stravinsky prangte noch mächtig windschief im Zitatriemen. Und die Unbedarftheit, mit der man kleine Epen an Piano, Str...
Dass man nicht schon längst auf die Idee gekommen ist, bei einem Streichquartett die Viola durch eine Gitarre zu ersetzen! Aber zu diesem ob seiner Stärke und Klarheit bestechenden Album gibt es weit mehr zu sagen als ihm zu wünschen, dass es bald in die Classical-Jazz-Charts kommt. Zwischen den Mitwirkenden passiert etwas, das selbst das perfekt abgestimmte Repertoire und andere Details wie Aufnahmequalität, Mastering oder Interpretation in den ...
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Artist:
Senor Coconut
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Label:
MultiColor
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skug :
55
Everrry-Bawdy knows da HaHaHa! Wahlchilene Uwe Schmidts latineske Coverscherze abseits des Avant-Technostampfs von Atom Heart hatte seinen One-Trick-Pony-Status irgendwie schon vor drei Jahren zu Tode geritten. Einmal »Tour de France« oder »Music Non Stop« zu viel auf den Turntables der Szene-Fiesta und der Partyofen war aus. Der Surprise-Effekt von Kraftwerk in der Mambo-Hose hatte neben dem Tiefgang eines Peter Alexander eine Halbwertzeit, von ...
Russendisko im Königreich Norwegen: die nach Bergen verschlagene Kapelle des Mafiapaten Mr. Kaizer verschrammelt ihre während des letzten Osteuropaauftrages zusammengewürfelten musikalischen Eindrücke und legt sie über auf Ansichtskarten geworfene Brecht-Weillsche Songskizzen. Zum Größenvergleich: »Ompa til du dør« hielt sich ein Jahr in Norges Top 40, angekurbelt im Verkauf durch 150 auf Reichsgebiet absolvierten Konzerten allein 2002. Kön...
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Artist:
Barney Wilen & Philippe Petit
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Label:
Paris Jazz Corner Productions
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skug :
55
Barney-Wilen-Fans kann man auf der ganzen Welt finden, und es gibt mehr als zehn Gründe, warum sie es sind. Der vor einigen Jahren verstorbene Saxophonist war nämlich nicht nur eine legendäre Gestalt des Jazz und des Kinos, er entsprach auch den Vorstellungen von einem »Film-noir-Engelsgesicht«. Geboren an der französischen Riviera, wurde er erstmals mit 16 vom Schlagzeuger Roy Haynes für eine Session verpflichtet. Er war noch keine 20, als er in...
George Bataille meets Django Reinhart meets Hansi Krankl: Seine Stimme ist rau und gebrochen, die meist rezitativen Passagen von melodiösen Blues-Akkorden seiner Gitarren- und Harmonika-Begleitung geprägt. Die Rede ist von Ernst Moldens neuer CD mit dem Titel »Nimm mich, Schwester«. Der Titel verrät bereits einen sich selbst verschwendenden Habitus, eine Bereitschaft zu einer sich selbst ausschlöschenden Leidenschaft zum Anderen. Der Andere ist b...
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Artist:
M.A. Numminen & Sanna Pietiäinen
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Label:
Trikont
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skug :
55
Während Mauri Antero Numminen im deutschsprachigen Raum vor allem als eine Art finnischer Helge Schneider wahrgenommen wird, schätzt man ihn in seiner Heimat sehr wohl als ernst zu nehmenden Komponisten und Musiker. Und wie der Titel eines seiner Romane verrät, gilt seine besondere Leidenschaft dem Tango. Die finnische Variante wurde während des Zweiten Weltkriegs vom Jazzmusiker Toivo Kärki erfunden - als eine Mischung aus russischer Melancholie...
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Artist:
Enslaved
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Label:
Osmose
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skug :
55
Der Gipfelstürmer von Yggdrassil. Ragna-Rawk der obersten Dampframmenklasse. Nicht nur, dass sich die Schweizer Schlüsselpartie Celtic Frost wieder vereint hat und Black Metaller wie Ulver mittlerweile die besten Stücker E-Tronica im niedrig mittelirdischen Laptopland verbreiten - wenn stiernackige Wikingbeutel zwischen brachialsten Röchelgeböller als Mittagspause King Crimson durch die Saiten jagen und ohne Wenn und Aber die besten Ersatz-Neuros...
Für mich ist das total okay, diese europäischen Free Jazzer über amerikanischen Umweg (Label) kennen zu lernen. Denn: kein blödes Gequatsche mit renitenten Bart- und Sandalenträgern (manchmal mit Pfeife) auf Plattenbörsen ist mehr nötig, um die Highlights dieser Musik zu ergattern. Zu teuer oder unauffindbar sind die Scheiben obendrein.
»More Nipples« ist Peter Brötzmann Sextett oder Quartett mit Evan Parker, Derek Bailey, Fred van Hove, Buschi N...
Proud and clean like a Beam. Pardauz - eine echte Schönwelle hat Herr Jim O´Rourke da ausgelöst. Seit der sonst verkopft, angekrampft, kunstbehaucht in die Klampfe prackende Avantmacker Sonic Youth mit flauschiger Folk-Psychedelia errettet hat, seitdem ausgerechnet ER, der ein Jahrzehnt jedes Riff dekonstruierte als wär´s ein Taschenradio im HTL-Kurs, die US-Songwriterschule für gepflegte PostPunk-Melodei (Hüsker Dü, Replacements, Green On Red) w...
Bereits die letzte LP »Confield« spaltete die Hörgemeinde in jene, die Autechre nur mehr so etwas wie affektierten Pseudointellektualismus vorwarfen, und jene, die dem ständigen Bemühen, sich selbst immer wieder aufs Neue zu entwerfen, viel abgewinnen konnten. Das dürfte sich mit »Draft« nicht maßgeblich ändern, obwohl der Rezensent seine Erwartungen in Anbetracht der letzten EP »Gantz Graf« nicht ganz erfüllt sah; dies ist weniger als qual...
Oder: Achtzehn Ideen und Möglichkeiten, ein Gerät zu bedienen. Dagegen ist nichts einzuwenden, denn Gameboys sind zum Spielen da und gehören mittlerweile zu den Klassikern der elektronischen Deviationen. Abgesehen davon, dass die einzelnen Tracks dieser CD verschiedenen Spielgemeinschaften zugeschrieben werden, fallen sie unter zwei Kategorien: komponiert oder improvisiert. Und interessanterweise macht das alles kaum einen Unterschied, so wie etw...
»18 punky, glitchy & angry hits by today's finest female artists. A nightmare for (13) unlucky boystars!«, heißt es im Untertitel. Das kleine französische Label Tsunami Addiction präsentiert hier 18 Tracks von bisher weitgehend unbekannten Musikerinnen und Bands (Merken Sie sich Namen wie Milkymee, Rhythm King & Her Friends, Ceweecee, The Very Ape, Sawako, Semiautomatic, The Red Lights ...!). Der Abwechslungs- und Einfallsreichtum erinnert ...
Worum es geht: Tanzen! Es werden diverse punkrotzige Singalong-Traditionen mit fast klassischem Retro-Keyboard bis zum Glamour aufpoliert. Unter dem guten Stern der Gemeinschaftsaktion finden Mitklatschteile und Textwiederholungen ihre Rechtfertigung und warum musste man bisher auf Blockflöten auf der Tanzfläche verzichten? Die Refrain-Parolen graben sich wie Parasiten tief, tief ins Unterbewusstsein, bis es keine Rettung vor einem Ohrwurm nach d...
Nach diversen remixten Arab-Pop-Tunes stand ein House-Remix klassisch arabischer Musik bei einem westlichen Major an. In den arabischen Metropolen gab es seit geraumer Zeit schon einige solcher Mix-Tapes und -CDs: meist mit Etiketten wie »Belly Dance«, wegen der knallenden Beats, bei uns zu Unrecht scheel angesehen, oder »Techno Arabia« und »Oriental Western«, womit gleich einige Hinweise auch auf die Ausrichtung von »Mille & une Nuits« gegeben w...