skug // sound
»All we want from you are the kicks you’ve given us«. Die Urgestei...
»Mr. M«
In Zeiten bewegter Gemüter und abnehmender Sparguthaben ist es gut, ein paar sichere Häfen ansteuern zu können. Die Kappe von Mastermind Kurt Wagne...
»No. 1 Remixes/No. 1 DVD«
Seit 2003 lebt die US-Videokünstlerin/Musikerin in Brüssel, hat bereits für Sparklehorse oder Interpol gearbeitet und 2004 mit Adam Wiltzie (Stars ...
Beobachtungen zum aktuellen Improvisieren und Experimentieren, Schwerpunkt Wien.

Beats, Rhymes and Life.
Giving the credit to where it is due. Gang Starr. Das beste HipHop-Duo der Neunziger.
Mit EA 1 EA 2, der zweiten Platte des Tied + Tickled Trio, wird das süddeutsche payola-Label seinem Ruf gerecht und bleibt damit eine Top-Adresse für spannende Musik an elektronischen Randlandschaften.
Sie gehörten nie zu den Hypes der Saison, waren nie das »neue Ding«, und sind doch das einflußreichste Label der Drum'n Bass-Geschichte: Reinforced Records
HipHop hat sich in den ausgehenden 90ern global als kommerziell ungemein erfolgreiche Pop-Spielart etabliert. Im aktuellen Höhenflug deutschsprachigen HipHops spiegelt sich dieser Trend auf regionaler Ebene wider. Mit seinem dritten Album Gegenüber meldet das Linzer Quintett Texta nachdrücklich Anspruch auf einen Teil dieses Erfolgskuchens an.
Mit Geld aus dem Westland einkaufen in Estland: Die Gnaden der Konterrevolution.
Ein Portrait des Estischen Komponisten Erkki-Sven Tüür.
»I'm not a DJ, I'm playing the turntables.«
Vom Turntablisten zum Komponisten, von der Integrationsfigur zum Arrangeur.
In den heimischen MultiMedia-Tüftler-Laboren werden digitales Sampling und Internet nicht nur dazu benutzt, Töne herauszufiltern. Die »Video-Band« Skot arbeitet mit »musikalischen« Mitteln am Bild. Drangsalierte Softwareprogramme, Sequenz-Loopings, Rendering. Multi-dimensionales VJing, virtuelle Schnittstellen. Das Publikum wird überhäuft mit audio-visuellen Informationen, destilliert aus dem täglichen Media-Junk, aufgelöst in Bytes und Pixels.
Neo-instrumentelle Klangflächen, ob vollvirtuell oder analog gehandwerkt, haben jobbedingt eins gemeinsam: Maulfaule Protagonisten. Mark Nelson, Kopf der Musikprojekte Labradford und Pan American, war zwar in zwei Fleischmeter gegossene Melancholie, schweigsam aber war er nicht.
Das alte Spiel mit Beats, tiefen Bässen und Blues neu gemischt: zum einen von Berlins führenden Freistil-Produzenten Terranova, zum andern von deren zeitweiligem Gastsänger Tricky.
Meine Damen und Herren, heute auf der Showbühne: Easy Listening aus der Ausnüchterungszelle! Frank Sinatra im Säurebad! Zarter Las Vegas-Schmelz und Sci Fi-Sounds aus Wiens Elektro-Fachhandel.

Im engen Netz von Alkohol-, Gefühls- und Gedankendusel finden Element of Crime seit bald vierzehzn Jahren ihre Songs. Sinistre Eigenmilieustudien einer Band, die im Älterwerden immer schönere Alben wie zuletzt »Psycho« (Polygram) produziert.
Wenn um 5 Uhr in der Früh Dr.rer.nat Francisco Lopez, der seine Klänge am liebsten aus dem Urwald holt (»Ich halte den Dschungel für einen sehr noisigen Ort«), eingeklatscht wird, um das euphorische Publikum noch ein letztes mal mit ohrenbetäubenden Soundclusters zu beruhigen, dann befinden wir uns auf phonoTAKTIK 99.
Max Brands »Astronauts« - Der Sound des Spätwerks
Zur phonoTAKTISCHEN Mythenbildung um den Komponisten Max Brand.
Die österreichsiche Electro/Rock-Formation Wipe Out hat eine neue Mini-CD auf den Markt geworfen. Netterweise sind sie für ihr Publikum nächtelang in sämtlichen Discotheken schweißtreibend abgehangen um ein Stück Musik aufzunehmen, das sich nicht im mindesten um Vorschreibungen diverser Musikstil-Formate kümmert. Es besteht Hoffnung für die »Tops of the Pop«.
Radian funktionieren durch die Erhöhung von Konzentration im doppelten Sinne. Sie verwenden nur ein ausgewähltes Konzentrat der Klangmöglichkeiten ihres Instrumentariums und durch minimale Variation dieses Materials erreichen sie eine Dosis der Spannung, welche sich einem Grenzwert im konzentrierten Zuhören annähert.
Auf ihrem zurecht heftigst abgefeierten dritten Album »Mezzanine« entsprechen Massive Attack momentweise tatsächlich ihrem Namen. Wie´s dazu kam und warum es mal wieder gar so lange gedauert hat, erklärt Rapper 3D.
Beworben worden sind die ja mit, sagen wir mal, etwas sehr offensiven Strategien. Da ging´s wirklich ans Eingemachte. Wenn ihr nicht... dann ziehen wir unser Inserat... Kontroversen auch um die Musik: Zu kommerziell, sagt ein Teil der Redaktion; ist mir beim Arsch lieber als..., sage ich. Gute Debüt-Platte! Hype rules, o.k?
U.S. Maple schaffen es, etwas Verstörung in das Feld des Rock'n'Roll zurückzubringen. Nicht zuletzt dank Al Johnson, ihrem leicht entrückte Sänger.
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Artist:
Orchester 33 1/3
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skug :
34
Gitarrenmenschen treffen auf Jazzer treffen auf Elektroniker und das alles in einer Big Band aus Wien. Fritz Ostermayer öffnet die Tore in ein eigenes musikalisches Universum.
Von einer späten österreichischen Antwort auf die Berliner Free Music Production, Derek Baileys und Evan Parkers Incus Records oder das holländische Kollektiv des Instant Composers Pool zu sprechen, klingt wohl noch ein bisschen großspurig. Die Zeit, in der Werner Dafeldeckers und Uli Fusseneggers junges Label mit derart traditionsreichen Kalibern verglichen werden kann, dürfte freilich nicht mehr allzu fern sein. Zumal Durian Records neben in »Echtzeit« komponierter Musik auch solche betreut, die - wie bereits Schönberg formulierte - in »verlangsamter Improvisation« auf Notenpapier gebannt wurde.
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Artist:
Shabotinski
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skug :
33
Über die Bastardisierung des Digitalen mit dem Analogen

Grenzgängertum, die Verbindung des Alten mit dem Neuen, pure Musik als Antwort auf unüberschaubare Techno- und Ideo-logien, und das alles auf internationalem Niveau. Höchste Zeit für ein Portrait des Ex-Maische-Gitarristen Christian Fennesz.
Jubiläen und ein damit einhergehender Ausverkauf in Form von Extended Versions oder Deluxe Editions machen mittlerweile auch nicht vor den unendlichen Tiefen des skug-Archivs halt. Never mind, Zweitverwertung geht in unserem Fall auch anders. Bei einem Blick in den Rückspiegel gibt es nun 20 Jahre nach ihrem Interview (anlässlich des legendären Arena-Gigs im Jahre '91) in skug #07 noch einmal Nirvana im Gespräch.
Ein weiterer Schatz aus unserem Archiv: King Buzzo, Dale Crover und Lori Black im Gespräch mit skug. Das Ganze ist aus dem Jahre 1990.
Bleiern, schwer, langsam bewegt sich die Kamera‚ als Martin Scorsese - Viet Vet, Taxifahrer und Todesengel Travis Bickle treppauf durch seine blutverschmierte Katharsis folgt. Bleiern schwer lasten die Zeitlupenbilder auf der blitzschnell eruptierenden Gewalt, abgeschossenen Gliedmaßen, Rinnsale von Blut wie Sturzbäche von Tränen. New York. Alptraum. De Niro. Bullhead. Bleiern, schwer, langsam. Zwischen den Beats bleibt Zeit, tief Luft zu holen. Die Bässe bleiben noch lange in der Magengegend kleben. Ein zäh gleitender Lavastrom, immer wieder neu zerhackt, wieder zusammengesetzt, versetzt. Cut up and fold in. Small parts isolated and destroyed. Beschwörend, metallisch, pathetisch. Sysiphusarbeit. Ozma. Melvins. Bullhead.
Das Trin Buzz, Dale und Matt veröffentlicht 1986 auf dem lokalen C/Z Records eine eigene 6-Song 7’’ und Tracks auf dem ersten Washington State-Sampler »Deep Six«. 1987 folgt die erste LP »Gluey Porch Treatments« (Alchemy). Die Band verlässt die aufblühende Seattle Szene, zieht nach San Francisco. Matt bleibt zurück und steigt bei Mudhoney ein. Den verwaisten Platz am Bass nimmt Lori, vormals Clown Alley, ein. 1989 erscheint eine extrem limitierte 7’’ (»Oven«) auf Leopard Gecko, die LP »Ozma« (Boner), eine Live 8’’ Flexi und Split-7’’ mit Steelpole Bathtub (Melvins covern »Sweet Young Thing« von Mudhuney und bringen Steine zum Schmelzen). 1990 gibt es eine 7’’ auf Sympathy For The Record lndustry. Brandneu ist »Bullhead«, die dritte LP. Eine weitere Mini LP, eine Live LP auf Your Choice Live Series und diverse Singles stehen an.
Durch Zeitlupe in die Endlosigkeit verzerrte Feedbacks, ausgebremste Breakabfolgen schneiden neue Muster in das, was wir als Songs kennen. What’s come over me? Die Fassungslosigkeit des Serienkillers nach der Bluttat. Die Sprachlosigkeit des Zuhörers bei der ersten Erfahrung Melvins. Musik der Gegensätze: Anmut in der Tonnenschwere, blitzartige Stops in der träge fließenden Musikmasse. Zerbrechlichkeit in übersteuerter Lautstärke. Andauernde Verunsicherung: Was kommt als nächstes?